Arbeitskleidung

Arbeitskleidung

Arbeitskleidung wird nach anderen Kriterien gekauft als Freizeitkleidung, und wer sie täglich acht Stunden trägt, weiß das nach der ersten Woche. Es geht nicht darum, wie ein Kleidungsstück im Regal aussieht, sondern darum, ob die Naht an der Kniepolstertasche nach drei Monaten Hocken noch hält, ob sich die Hose beim Aufstehen von der Leiter mitbewegt und ob die Jacke im Februar auf dem Gerüst wärmt, ohne bei der Arbeit zu behindern. In diesem Bereich finden Sie Arbeitshosen, Arbeitsjacken, Westen, Shirts, Sweatshirts, Arbeitsanzüge, Warnschutzkleidung und Arbeitshandschuhe von BETA, in Größen von XS bis 4XL.

BETA ist seit 1939 Werkzeughersteller, und die Arbeitskleidung ist aus dieser Richtung heraus entstanden, nicht aus der Mode. Das merkt man an den Details, über die niemand Werbung macht und die im Alltag entscheiden: an der Anzahl und Anordnung der Taschen, an der Verstärkung dort, wo Werkzeug scheuert, an Reißverschlüssen, die sich mit Arbeitshandschuhen bedienen lassen, und an Schnitten, die Bewegung im Knie und in der Schulter zulassen. Wer Werkzeug baut, weiß, wie Menschen sich damit bewegen.

Die Bereiche im Überblick

Den größten Teil des Sortiments machen die Arbeitshosen aus, und das ist kein Zufall: Die Hose ist das Kleidungsstück, das im Handwerk am stärksten belastet wird und am häufigsten ersetzt werden muss. Sie finden klassische Bundhosen, Arbeitslatzhosen mit Hosenträgern, kurze Arbeitshosen für den Sommer, Stretchmodelle mit Baumwollanteil, Arbeitsjeans und wasserdichte Überhosen für Regenwetter. Darüber kommt der Oberkörper: Arbeitsshirts als T-Shirt, Polo und Langarmvariante, Arbeitspullover und Sweatshirts mit Reißverschluss oder Kapuze, Arbeitswesten für die Übergangszeit und die Werkstatt, sowie Arbeitsjacken von der leichten Sommerjacke über Softshell und Fleece bis zur wattierten Winterjacke und zur 3-in-1-Jacke.

Dazu kommen drei Bereiche mit eigener Funktion. Arbeitsanzüge und Overalls kleiden den ganzen Körper in einem Stück und sind dort im Vorteil, wo kein Spalt zwischen Hose und Jacke bleiben soll, etwa bei Arbeiten über Kopf, bei Lackierarbeiten und in der Fahrzeuginstandsetzung. Warnschutzkleidung macht Sie sichtbar, und zwar nicht als Komfortmerkmal, sondern als Vorschrift überall dort, wo Fahrzeuge und Maschinen in Bewegung sind. Arbeitshandschuhe schützen die Hände, und weil Handverletzungen zu den häufigsten Arbeitsunfällen überhaupt gehören, ist das die Schutzausrüstung mit dem besten Verhältnis von Preis zu verhindertem Schaden. Unter Sonstige Arbeitskleidung finden Sie Socken, Mützen, Gürtel, Knieschützer und Schutzbrillen.

Was Sie beim Kauf tatsächlich prüfen sollten

Vier Dinge entscheiden darüber, ob ein Kleidungsstück im Arbeitsalltag hält, und keines davon steht groß auf dem Etikett. Erstens das Material: T/C-Gewebe, also eine Mischung aus Baumwolle und Polyester, verbindet Strapazierfähigkeit mit vertretbarem Preis und ist der Standard in der Branche. Reine Baumwolle ist angenehmer auf der Haut und atmet besser, verschleißt aber schneller. Ein Stretchanteil kostet etwas mehr und ist das Geld überall dort wert, wo gehockt, geklettert und über Kopf gearbeitet wird. Zweitens das Flächengewicht in Gramm pro Quadratmeter: 180 g/m² ist leicht und für den Sommer gedacht, 260 bis 280 g/m² ist robuste Ganzjahresware.

Drittens die Verarbeitung an den Belastungspunkten. Sehen Sie sich an, wie Taschen angesetzt sind, ob Knie und Gesäß verstärkt sind und ob Reißverschlüsse und Knöpfe kräftig genug ausgeführt sind, um mit Handschuhen bedient zu werden. Diese Stellen versagen zuerst, und sie versagen an einem Kleidungsstück, das ansonsten noch gut ist. Viertens der Schnitt und die Größe: Arbeitskleidung soll nicht eng sitzen, aber auch nicht so weit, dass Stoff sich in Maschinen oder an Kanten verfangen kann. Beides ist eine Sicherheitsfrage, nicht eine des Geschmacks.

Größen, Waschbarkeit und wie oft man ersetzt

Das Sortiment reicht von XS bis 4XL. Bei Arbeitskleidung lohnt es sich, Größen eher am oberen Rand zu wählen, weil unter der Arbeitshose im Winter eine thermoaktive Unterhose Platz braucht und weil Baumwollanteile beim Waschen leicht eingehen. Wer eine ganze Truppe ausstattet, bestellt sinnvoll ein Muster in zwei Größen und richtet den Rest daran aus, denn Schnitte unterscheiden sich zwischen Herstellern deutlich mehr als bei Freizeitkleidung.

Zur Haltbarkeit eine realistische Einordnung: Eine Arbeitshose im täglichen Einsatz auf der Baustelle hält in der Regel eine Saison bis zwei Jahre, Jacken und Westen deutlich länger, weil sie weniger scheuern. Wer rechnet, rechnet deshalb nicht den Anschaffungspreis, sondern den Preis pro getragenem Monat, und da liegt gute Arbeitskleidung fast immer vor billiger. Waschen Sie Arbeitskleidung getrennt und ohne Weichspüler, weil dieser die Fasern und bei Warnschutzkleidung auch die Reflexstreifen angreift.

Arbeitskleidung für Herren und Damen

Ein großer Teil der klassischen Arbeitskleidung ist als Herrenschnitt entstanden und wird bis heute überwiegend so gefertigt. Für Frauen im Handwerk bedeutet das in der Praxis oft Kompromisse bei Schulterbreite, Beinlänge und Hüftweite, und wer schon einmal in einer zu weit geschnittenen Hose auf eine Leiter gestiegen ist, weiß, dass das nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit ist. Achten Sie deshalb bei der Auswahl auf Modelle mit Stretchanteil und verstellbarem Bund, weil diese die größte Spanne an Körperformen abdecken, und ziehen Sie bei Unsicherheit die Maßtabelle des Modells der gewohnten Konfektionsgröße vor.

Häufig gestellte Fragen zu Arbeitskleidung

Was gehört zur Grundausstattung an Arbeitskleidung?

Zwei Arbeitshosen zum Wechseln, zwei bis drei Arbeitsshirts, ein Arbeitspullover oder eine Weste für die Übergangszeit und eine Arbeitsjacke. Dazu Arbeitshandschuhe und, wo Fahrzeuge oder Maschinen in Bewegung sind, Warnschutzkleidung. Zwei Hosen sind der wichtigste Punkt: Eine Hose allein bedeutet, dass an Waschtagen keine trockene bereitliegt.

Was bedeutet T/C-Gewebe?

T/C steht für Tetron-Cotton, also eine Mischung aus Polyester und Baumwolle. Das Polyester bringt Reißfestigkeit und Formstabilität, die Baumwolle Tragekomfort und Atmungsaktivität. Diese Mischung ist der Standard in der Arbeitskleidung, weil sie Haltbarkeit und Preis am besten verbindet.

Was sagt die Angabe in Gramm pro Quadratmeter aus?

Sie beschreibt das Flächengewicht des Stoffs und damit Robustheit und Wärme. Etwa 180 g/m² ist leichte Sommerware, 220 g/m² ein guter Allrounder, 260 bis 280 g/m² robuste Ganzjahresware für Baustelle und Werkstatt. Mehr Gewicht heißt länger haltbar, aber auch wärmer und weniger beweglich.

Lohnt sich ein Stretchanteil?

Überall dort, wo gehockt, geklettert und über Kopf gearbeitet wird, ja. Der Aufpreis liegt im Bereich von wenigen Euro, der Unterschied über einen Arbeitstag ist deutlich. Bei überwiegend stehender Tätigkeit an der Werkbank fällt der Vorteil geringer aus.

Welche Größe soll ich bei Arbeitskleidung wählen?

Eher am oberen Rand des Passenden, weil im Winter thermoaktive Unterwäsche darunter Platz braucht und weil Baumwollanteile beim Waschen etwas eingehen. Zu weit sollte es allerdings nicht sein: Loser Stoff kann sich an Kanten und in Maschinen verfangen. Verlassen Sie sich auf die Maßtabelle des Modells, nicht auf die gewohnte Konfektionsgröße.

Wie wäscht man Arbeitskleidung richtig?

Getrennt von anderer Wäsche und ohne Weichspüler, weil dieser die Fasern weicher macht und damit die Reißfestigkeit senkt. Bei Warnschutzkleidung greift Weichspüler zusätzlich die Reflexstreifen an und verkürzt deren Lebensdauer. Öl- und Fettflecken vorbehandeln, statt die Temperatur zu erhöhen.

Wie lange hält eine Arbeitshose?

Im täglichen Einsatz auf der Baustelle in der Regel eine Saison bis zwei Jahre, Jacken und Westen deutlich länger, weil sie weniger scheuern. Sinnvoll ist deshalb die Rechnung pro getragenem Monat statt nach Anschaffungspreis, und da liegt gute Arbeitskleidung fast immer vor billiger.

Wann ist Warnschutzkleidung Pflicht?

Überall dort, wo Sie im Bereich von fahrenden Fahrzeugen oder bewegten Maschinen arbeiten, also im Straßen- und Tiefbau, auf Betriebshöfen, im Lager mit Flurförderzeugen und bei Arbeiten an Gleisanlagen. Maßgeblich ist die Gefährdungsbeurteilung des Betriebs, die auch die erforderliche Klasse festlegt.

Gibt es Arbeitskleidung für Damen?

Ein großer Teil der klassischen Arbeitskleidung ist als Herrenschnitt entstanden. Modelle mit Stretchanteil und verstellbarem Bund decken die größte Spanne an Körperformen ab und sind deshalb die praktischste Wahl, solange kein eigener Damenschnitt verfügbar ist. Ziehen Sie in jedem Fall die Maßtabelle heran.