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Splinttreiber und Durchschläge gehören zu den Werkzeugen, die man selten braucht und dann sofort. Sobald ein Bolzen, ein Zylinderstift oder ein Splint aus einer Bohrung heraus muss, entscheidet der richtige Durchmesser darüber, ob die Verbindung sauber gelöst wird oder ob die Bohrung Schaden nimmt. Ein zu dünner Treiber verkantet und verbiegt sich, ein zu dicker weitet die Bohrung auf und macht die Passung unbrauchbar. In dieser Kategorie finden Sie Splinttreiber, konische Durchschläger, Dorne und Keilaustreiber von BETA, einzeln und im Satz, in Ausführungen mit Führungsspitze, mit Griff sowie mit Handschutz.
Splinttreiber, Durchschläger oder Dorn - was Sie wirklich brauchen
Die drei Begriffe werden im Alltag durcheinandergebracht, bezeichnen aber Werkzeuge mit unterschiedlicher Spitzengeometrie und damit mit unterschiedlicher Aufgabe. Der Splinttreiber hat eine zylindrische, über die gesamte Arbeitslänge gleich starke Spitze. Genau das ist sein Sinn: Er kann den Stift durch die komplette Bohrung schieben, ohne sich zu verklemmen und ohne die Bohrungswand aufzuweiten.
Der Durchschläger dagegen läuft konisch zu. Er wird zum Anschlagen benutzt, also um einen festsitzenden Bolzen überhaupt erst in Bewegung zu bringen, oder um Nietköpfe und Löcher zu bearbeiten.
Der Dorn schließlich richtet und weitet, etwa beim Ausrichten von Bohrungen zweier Bauteile zueinander vor dem Verschrauben.
In der Praxis arbeitet man deshalb oft mit beiden Werkzeugen nacheinander: Zuerst löst der konische Durchschläger den festsitzenden Stift mit wenigen kräftigen Schlägen, dann übernimmt der zylindrische Splinttreiber und schiebt ihn vollständig heraus. Wer nur den konischen Durchschläger benutzt, riskiert, dass sich dieser in der Bohrung verkeilt, sobald er tiefer eindringt. Wer nur den Splinttreiber benutzt, verbiegt bei festsitzenden Verbindungen früher oder später die schlanke Spitze. Ein Satz mit mehreren Durchmessern ist deshalb keine Bequemlichkeit, sondern die Voraussetzung für sauberes Arbeiten.
Den richtigen Durchmesser wählen
Die Regel ist einfach und wird trotzdem oft ignoriert: Der Splinttreiber muss etwas dünner sein als der auszutreibende Stift, aber so dick wie möglich. Ist er deutlich dünner, kippt er in der Bohrung und beginnt zu hebeln, was ihn verbiegt und den Stift schräg stellt. Ist er gleich stark oder stärker, treibt er sich selbst in die Bohrung und beschädigt deren Wand. In der Praxis heißt das: Durchmesser des Stiftes messen und den nächstkleineren Treiber wählen. Deshalb sind Sätze mit abgestuften Durchmessern von 2 bis 8 Millimetern der Standard in Werkstatt und Montage, denn erst damit ist für jeden gängigen Stift die passende Größe vorhanden.
Bei den Ausführungen lohnt ein Blick auf drei Details. Modelle mit Führungsspitze haben einen abgesetzten Ansatz, der den Treiber in der Bohrung zentriert und ein Verkanten verhindert, was besonders bei langen Bohrungen hilft. Modelle mit Griff und Modelle mit Handschutz nehmen den Fehlschlag auf, der bei dieser Arbeit häufiger vorkommt als bei jeder anderen, weil die haltende Hand direkt neben der Schlagfläche liegt. Für Kegelaufnahmen an Bohrmaschinen und Fräsen gibt es schließlich den Keilaustreiber für Morsekegel, mit dem sich Bohrer und Aufnahmen zerstörungsfrei lösen lassen.
Funkenfreie Ausführungen nach ATEX
Ein Teil dieses Sortiments ist an der Kennzeichnung BA erkennbar und besteht nicht aus Werkzeugstahl, sondern aus einer Speziallegierung, die beim Aufschlag keine zündfähigen Funken erzeugt. Bei Splinttreibern und Durchschlägern ist das besonders relevant, weil diese Werkzeuge ausschließlich unter Hammerschlag arbeiten und damit genau die Situation erzeugen, die in einer explosionsfähigen Atmosphäre gefährlich wird. Vorgeschrieben sind solche Werkzeuge in der Chemie und Petrochemie, in der Gasversorgung, in Lackierereien, in Mühlen und überall dort, wo brennbare Stäube oder Dämpfe auftreten können. Im Sortiment finden Sie funkenfreie Splinttreiber und Durchschläger sowie konische Ausführungen in größeren Durchmessern, alle in ATEX-konformer Ausführung.
Häufig gestellte Fragen zu Splinttreibern und Durchschlägen
Was ist der Unterschied zwischen Splinttreiber und Durchschläger?
Der Splinttreiber hat eine zylindrische Spitze mit gleichbleibendem Durchmesser und schiebt Stifte und Bolzen vollständig aus der Bohrung, ohne diese aufzuweiten. Der Durchschläger läuft konisch zu und dient dazu, festsitzende Verbindungen überhaupt erst in Bewegung zu bringen. In der Praxis werden beide nacheinander eingesetzt.
Welchen Durchmesser sollte ein Splinttreiber haben?
Der Splinttreiber sollte etwas dünner sein als der auszutreibende Stift, dabei aber so dick wie möglich. Ein zu dünner Treiber verkantet und verbiegt sich, ein zu dicker beschädigt die Bohrungswand. Messen Sie den Stift und wählen Sie die nächstkleinere Größe.
Wofür braucht man einen Splinttreibersatz?
Ein Satz mit abgestuften Durchmessern von 2 bis 8 Millimetern deckt alle gängigen Stift- und Bolzengrößen ab. Da der Durchmesser über das Ergebnis entscheidet, ist ein Satz in Werkstatt und Montage praktisch Voraussetzung, während einzelne Treiber vor allem als Ersatz für verschlissene Größen gekauft werden.
Was bringt eine Führungsspitze am Splinttreiber?
Die Führungsspitze ist ein abgesetzter Ansatz, der das Werkzeug in der Bohrung zentriert. Dadurch verkantet der Treiber nicht und der Stift wird gerade ausgetrieben. Besonders bei langen Bohrungen und bei tief sitzenden Bolzen macht das den Unterschied.
Wozu dient ein Keilaustreiber für Morsekegel?
Der Keilaustreiber löst Bohrer und Werkzeugaufnahmen aus Morsekegel-Aufnahmen an Bohrmaschinen und Fräsen. Er wird in den Querschlitz der Spindel eingeführt und drückt das Werkzeug beim Schlag zerstörungsfrei heraus.
Warum Splinttreiber mit Handschutz?
Beim Austreiben liegt die haltende Hand unmittelbar neben der Schlagfläche, weshalb Fehlschläge auf die Finger bei dieser Arbeit häufiger vorkommen als bei anderen Schlagarbeiten. Ein Handschutz oder ein Griff fängt den Fehlschlag ab und verhindert die typische Verletzung.
Wann werden funkenfreie Durchschläge benötigt?
In explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX, also in der Chemie und Petrochemie, in der Gasversorgung, in Lackierereien und dort, wo brennbare Stäube oder Dämpfe auftreten. Funkenfreie Werkzeuge bestehen aus einer Speziallegierung, die beim Schlag keine zündfähigen Funken erzeugt.
Kann man einen Meißel statt eines Durchschlägers verwenden?
Nein. Der Meißel hat eine Schneide und ist zum Trennen und Abtragen von Material bestimmt. Auf einen Stift angesetzt würde er die Bohrung und den Stift beschädigen, statt beides zu erhalten. Für das Austreiben ist ausschließlich ein Durchschlag oder Splinttreiber vorgesehen.
Splinttreiber mit Griff BETA 31BM/2
Splinttreiber mit Führungsspitze BETA 31SE/4
Splinttreibersatz 6-Teilig BETA 31/B6N
Splinttreibersatz 6-Teilig BETA 31/SP6
Splinttreibersatz 6-Teilig BETA 31/B6N-LSE
Konische Durchschläger BETA 31BA/C/13X255