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Kaum ein Werkzeug wird so oft nach Gefühl gekauft wie der Hammer und kaum eines rächt sich dafür so schnell. Ein zu leichter Kopf zwingt zu doppelt so vielen Schlägen und ermüdet mehr als ein passend gewählter, ein zu schwerer nimmt die Kontrolle über den Schlag. Der falsche Kopfwerkstoff hinterlässt Spuren auf einer Passfläche, die anschließend nachgearbeitet werden muss, und ein Stiel aus dem falschen Material bricht genau dann, wenn niemand Zeit für Ersatz hat. In dieser Kategorie finden Sie über vierzig Hammermodelle von BETA, vom leichten Elektrikerhammer über den klassischen Schlosserhammer bis zum Vorschlaghammer mit fünf Kilogramm Kopfgewicht, dazu rückschlagfreie Schonhämmer, Ausführungen mit Absturzsicherung und funkenfreie Modelle für explosionsgefährdete Bereiche.
Bauformen: welcher Hammer für welches Gewerk
Die Bauform richtet sich nach dem Gewerk und nicht nach dem Preis. Der Schlosserhammer in deutscher Form ist der Universalhammer der Werkstatt und deckt den größten Teil aller Montage- und Schlosserarbeiten ab. Die französische Form hat eine schlankere Bahn und wird dort bevorzugt, wo es auf Zielgenauigkeit statt auf Wucht ankommt, etwa in der Feinmechanik und im Formenbau. Der Klauenhammer zieht Nägel und gehört auf jede Baustelle, wobei Ausführungen für Bauschreiner eine gerade Klaue und einen längeren Stiel haben. Hämmer mit kugelförmiger oder symmetrischer Pinne kommen im Metallbau zum Einsatz, wo mit der Pinne genietet und gestreckt wird.
Für schwere Arbeiten gibt es zwei Klassen, die häufig verwechselt werden. Der Fäustel ist ein kurzstieliger, einhändig geführter Hammer mit typischerweise 800 bis 2 000 Gramm und dient vor allem als Schlagwerkzeug für Meißel und Setzeisen. Der Vorschlaghammer wird beidhändig geführt, hat einen langen Stiel und Kopfgewichte ab etwa fünf Kilogramm, und er ist für Abbruch, Rammarbeiten und alles gedacht, was mit reiner Schlagenergie gelöst wird. Wer für Abbrucharbeiten zum Fäustel greift, arbeitet doppelt so lange, und wer einen Meißel mit dem Vorschlaghammer bedient, verliert jede Kontrolle über die Schneide. Ergänzt wird das Sortiment durch Spezialformen: Planierhämmer für die Blechbearbeitung im Karosseriebau, Fliesenlegerhämmer, Schreiner- und Elektrikerhämmer in leichten Ausführungen.
Kopfwerkstoff und Stiel: die zwei Entscheidungen, die zählen
Beim Kopf gilt eine einfache Regel: Er muss härter sein als das, worauf geschlagen wird, aber weicher als das, was geschützt werden soll. Stahlköpfe sind der Standard für Meißel, Nägel und Metallbearbeitung. Sobald jedoch bearbeitete Flächen, Wellen, Lagersitze, Bleche oder Fliesen im Spiel sind, kommen weiche Schlagflächen zum Einsatz. Hämmer mit Gummikopf hinterlassen keine Spuren, Modelle mit Nylonaufsätzen sind härter als Gummi und übertragen mehr Energie, ohne zu markieren, und rückschlagfreie Hämmer enthalten eine Füllung aus Stahlschrot oder Sand, die den Rückprall schluckt und die Schlagenergie vollständig ins Werkstück leitet. Bei Modellen mit auswechselbaren Aufsätzen tauschen Sie nur die verschlissene Schlagfläche statt des ganzen Hammers.
Beim Stiel entscheidet der Einsatzort. Holz aus Esche oder Hickory dämpft Vibrationen am besten, liegt angenehm in der Hand und lässt sich im Schadensfall austauschen, verträgt aber weder dauerhafte Nässe noch starke Sonneneinstrahlung. Fiberglas nimmt keine Feuchtigkeit auf, bricht nicht und ist die zuverlässigere Wahl für Baustelle und Außeneinsatz. Stahlstiele sind praktisch unzerstörbar, geben dafür mehr Schlagimpuls an die Hand zurück und eignen sich eher für gelegentliche als für dauerhafte Arbeit. Eine Stielschutzhülse unterhalb des Kopfes fängt Fehlschläge ab und verlängert die Lebensdauer deutlich, was besonders beim Arbeiten mit Meißel und Keil ins Gewicht fällt. Passende Ersatzstiele und Keile finden Sie in der Kategorie Ersatzteile für Schlagwerkzeuge.
Kopfgewicht richtig wählen
Das Kopfgewicht ist der Parameter, bei dem am häufigsten danebengegriffen wird, weil viele Anwender einen Hammer für alles suchen. Für leichte Montagearbeiten, Elektroinstallation und Schreinerarbeiten liegen die üblichen Gewichte bei 150 bis 400 Gramm. Für allgemeine Werkstatt- und Schlosserarbeiten sind 300 bis 800 Gramm der Standard, und dieser Bereich deckt den größten Teil des Alltags ab. Für Arbeiten mit dem Meißel, für Setzeisen und für schwere Schlosserarbeiten greifen Sie zu einem Fäustel mit 1 000 bis 2 000 Gramm. Alles darüber gehört in den Bereich Abbruch und Rammen, wo der Vorschlaghammer mit fünf Kilogramm oder mehr arbeitet. In der Praxis braucht eine gut ausgestattete Werkstatt mindestens drei Hämmer: einen leichten für Präzisionsarbeit, einen Schlosserhammer für den Alltag und einen Fäustel für Meißelarbeiten.
Absturzsicherung, Edelstahl und funkenfreie Ausführungen
Drei Ausführungen im Sortiment richten sich an Betriebe mit besonderen Anforderungen. Modelle mit der Kennzeichnung H-SAFE besitzen eine integrierte Öse für eine Werkzeugsicherung und sind für Arbeiten in der Höhe vorgesehen, also für Gerüstbau, Industriemontage, Energieanlagen und Windkraft. Ein herabfallender Hammer ist dort keine Sachbeschädigung, sondern ein Personenschaden, weshalb gesicherte Werkzeuge auf vielen Baustellen inzwischen Pflicht sind. Ausführungen aus Edelstahl kommen dort zum Einsatz, wo Korrosionsfreiheit und Reinigbarkeit zählen, also in der Lebensmittelverarbeitung, in der Pharmaindustrie und in Nassbereichen. Funkenfreie Hämmer mit der Kennzeichnung BA schließlich bestehen aus einer Speziallegierung, die beim Schlag keine zündfähigen Funken erzeugt, und sind in explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX vorgeschrieben, etwa in der Chemie, in der Gasversorgung und in Lackierereien. Alle drei Gruppen führen wir sowohl in leichten als auch in schweren Ausführungen bis zum funkenfreien Vorschlaghammer mit acht Kilogramm.
Häufig gestellte Fragen zu Hämmern
Welcher Hammer eignet sich für die Werkstatt?
Für den Werkstattalltag ist der Schlosserhammer in deutscher Form die richtige Wahl, üblicherweise mit 300 bis 800 Gramm Kopfgewicht. Für Arbeiten mit dem Meißel kommt zusätzlich ein Fäustel mit 1 000 bis 2 000 Gramm dazu. Eine gut ausgestattete Werkstatt hat mindestens drei Hämmer in unterschiedlichen Gewichtsklassen.
Was ist der Unterschied zwischen Fäustel und Vorschlaghammer?
Der Fäustel ist kurzstielig, wird einhändig geführt und wiegt typischerweise 800 bis 2 000 Gramm. Er dient vor allem als Schlagwerkzeug für Meißel und Setzeisen. Der Vorschlaghammer wird beidhändig geführt, hat einen langen Stiel und Kopfgewichte ab etwa fünf Kilogramm und ist für Abbruch- und Rammarbeiten bestimmt.
Wann braucht man einen Schonhammer?
Immer dann, wenn auf bearbeitete oder empfindliche Oberflächen geschlagen wird, also an Passflächen, Wellen, Lagersitzen, Blechen und Fliesen. Schonhämmer haben weiche Schlagflächen aus Gummi, Kunststoff oder Nylon und hinterlassen keine Spuren, während ein Stahlhammer das Werkstück beschädigen würde.
Was bedeutet rückschlagfrei bei einem Hammer?
Rückschlagfreie Hämmer enthalten im Kopf eine bewegliche Füllung, meist Stahlschrot. Beim Aufschlag verlagert sich diese Füllung nach vorne, schluckt den Rückprall und leitet die Schlagenergie vollständig ins Werkstück. Das schont Handgelenk und Werkstück und verhindert, dass der Hammer zurückspringt.
Holzstiel, Fiberglasstiel oder Stahlstiel?
Holzstiele aus Esche oder Hickory dämpfen Vibrationen am besten und lassen sich austauschen, vertragen aber keine dauerhafte Nässe. Fiberglas nimmt keine Feuchtigkeit auf und ist die bessere Wahl für Baustelle und Außeneinsatz. Stahlstiele sind am robustesten, geben jedoch mehr Schlagimpuls an die Hand zurück.
Welches Kopfgewicht für Meißelarbeiten?
Für Arbeiten mit dem Meißel wird ein Fäustel mit 1 000 bis 2 000 Gramm eingesetzt. Ein leichterer Hammer überträgt zu wenig Energie und zwingt zu vielen Schlägen, ein schwererer nimmt die Kontrolle über die Schneide. Eine Stielschutzhülse ist bei dieser Arbeit besonders sinnvoll, weil Fehlschläge auf den Stiel häufig vorkommen.
Was bedeutet H-SAFE bei einem Hammer?
Modelle mit der Kennzeichnung H-SAFE haben eine integrierte Öse für eine Werkzeugsicherung und sind für Arbeiten in der Höhe vorgesehen, etwa im Gerüstbau, in der Industriemontage und in der Windkraft. Der Hammer wird mit einer Sicherungsleine am Anwender oder an der Konstruktion befestigt und kann nicht herabfallen.
Wann sind funkenfreie Hämmer vorgeschrieben?
In explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX, also in der Chemie und Petrochemie, in der Gasversorgung, in Lackierereien und überall dort, wo brennbare Stäube oder Dämpfe auftreten können. Diese Hämmer bestehen aus einer Speziallegierung, die beim Aufschlag keine zündfähigen Funken erzeugt.
Fäustel Stiel aus Fasern BETA 1381BA/PL/8000
Fäustel Stiel aus Holz BETA 1381BA/8000
Fäustel Stiel aus Fasern BETA 1380BA/PL/2000
Fäustel Stiel aus Holz BETA 1380BA/2000
Mechanikerhämmer Stiel Holz BETA 1370BA/1000
Mechanikerhämmer Stiel BETA 1370BA/PL/1000
Hammer mit Kunststoffaufsätzen BETA 1390BA
Klauenhammer Kugelf. Pinne BETA 1375BA/PL/680
Entrostungshammer Stiel aus Holz BETA 1379BA
Gleithammer für Bleche BETA 1539
Rückschlagfreie Hämmer BETA 1392HS/60
Vorschlaghämmer Stiel Fasern BETA 1381T/5000
Vorschlaghämmer Stiel Hickory BETA 1381/5000
Schlosserhammer Deutsches BETA 1370INOX/500
Hammer für Blechbearbeitung BETA 1377BA/340
Hammer für Blechbearbeitung BETA 1377BA 340PL
Hämmer mit Nylonaufsätzen BETA 1390N/60