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Der Inbusschlüssel ist das Werkzeug, das jeder besitzt und kaum jemand bewusst kauft, bis er in der falschen Größe fehlt. Innensechskantschrauben sitzen überall dort, wo ein Schraubenkopf nicht überstehen soll: an Maschinen und Vorrichtungen, an Möbeln, an Fahrrädern, an Motorradanbauteilen, an Fahrzeugverkleidungen und in der gesamten Feinmechanik. In dieser Kategorie finden Sie gewinkelte Sechskant-Stiftschlüssel von BETA, einzeln ab wenigen Cent und als komplette Sätze mit sechs, neun oder zwölf Schlüsseln im Halter, in metrischen Größen und in Zollmaßen.
Der lange und der kurze Schenkel: zwei Werkzeuge in einem
Ein gewinkelter Inbusschlüssel hat zwei unterschiedlich lange Schenkel, und wer weiß, wofür jeder da ist, arbeitet spürbar schneller. Stecken Sie den KURZEN Schenkel in die Schraube und halten Sie den langen in der Hand, entsteht maximaler Hebel. So brechen Sie festsitzende Schrauben los und ziehen sie am Ende fest. Drehen Sie den Schlüssel um, sodass der LANGE Schenkel in der Schraube steckt und der kurze als Griff dient, haben Sie kaum Hebel, können dafür aber sehr schnell drehen. Das ist der Griff für lange Gewinde, wenn die Schraube bereits gelöst ist und nur noch heraus muss.
Die zweite Regel bei diesem Profil ist noch wichtiger und wird trotzdem ständig missachtet: Der Schlüssel muss VOLLSTÄNDIG in der Schraube stecken, bevor Kraft aufgebaut wird. Ein nur halb eingesteckter Schlüssel belastet nur den oberen Rand der Aufnahme, und genau dort beginnt das Ausrunden. Ist die Aufnahme erst einmal rund, hilft meist nur noch ein Schraubenausdreher oder das Ausbohren, und das an einer Schraube, die per Definition tief in einem Bauteil sitzt. Dieselbe Vorsicht gilt beim Mischen von metrischen und zölligen Größen: Sie unterscheiden sich um Bruchteile eines Millimeters, passen scheinbar und ruinieren die Aufnahme beim ersten kräftigen Zug.
Die richtige Größe finden
Die Schlüsselweite eines Innensechskants bezeichnet den Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen der Aufnahme, nicht ihren Durchmesser. Die gängigen metrischen Größen reichen von 1,5 bis 10 Millimetern und decken damit den größten Teil des Alltags ab, größere Weiten kommen im Maschinenbau dazu. Für Fahrzeuge, Fahrräder und Maschinen aus dem angloamerikanischen Raum gibt es Ausführungen in Zoll, die im Sortiment gesondert gekennzeichnet sind. Ein einfacher Test aus der Praxis ersetzt dabei jedes Messgerät: Der richtige Schlüssel lässt sich ohne Kraft vollständig einstecken und hat dabei kaum spürbares Spiel. Wackelt er, ist er zu klein und gehört wieder heraus, bevor gedreht wird.
Klassische Sechskant-Stiftschlüssel sind in ihrer Form seit Jahrzehnten standardisiert, was den praktischen Vorteil hat, dass sich Größen zwischen Herstellern und Sätzen ergänzen lassen. Worin sich Werkzeuge unterscheiden, ist die Stahlqualität und die Wärmebehandlung: Ein weicher Schlüssel verdreht sich unter Last, seine Kanten runden ab und er nimmt anschließend die Schraube mit. Genau das ist der Grund, warum sich der Unterschied zwischen einem Billigsatz und einem Profiwerkzeug nicht am ersten Tag zeigt, sondern beim ersten wirklich festsitzenden Bolzen.
Einzeln oder im Satz
Bei kaum einer anderen Werkzeuggruppe spricht so viel für den kompletten Satz. Der Grund ist banal: Ein einzelner Inbusschlüssel kostet weniger als ein Kaffee, geht aber genauso leicht verloren, und ein fehlender Schlüssel macht den ganzen Satz in dem Moment unbrauchbar, in dem genau diese Größe gebraucht wird. Sätze im Halter oder im Etui lösen das, weil beim Zurücklegen sofort sichtbar ist, was fehlt. Sechs Schlüssel decken den Kernbereich für Montage und Haushalt ab, neun bis zwölf den vollständigen üblichen Bereich für Werkstatt und Maschinenbau.
Einzelne Schlüssel kauft man deshalb meist aus zwei Gründen: als Ersatz für eine verlorene Größe oder als Zweitwerkzeug für die eine Weite, die im Arbeitsablauf ständig vorkommt und deshalb im Werkzeugkoffer, im Fahrzeug und an der Werkbank liegen soll. Wenn Sie regelmäßig an Schrauben arbeiten, die im Winkel stehen oder hinter Bauteilen sitzen, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Ausführung mit Kugelkopf, und wer viele Schrauben derselben Größe setzt, arbeitet mit einem T-Griff oder mit einem Schlüssel mit Heft schneller. Für Torx-Schrauben führen wir das entsprechende Programm unter Torx.
Häufig gestellte Fragen zu Inbusschlüsseln
Ist ein Inbusschlüssel dasselbe wie ein Innensechskantschlüssel?
Ja. Inbus ist ursprünglich ein Markenname, der sich als Alltagsbegriff durchgesetzt hat. Technisch korrekt heißt das Profil Innensechskant und das Werkzeug Sechskant-Stiftschlüssel. Alle drei Bezeichnungen meinen dasselbe Werkzeug.
Wofür sind die zwei unterschiedlich langen Schenkel?
Der kurze Schenkel in der Schraube und der lange in der Hand ergibt maximalen Hebel zum Losbrechen und Festziehen. Umgekehrt, mit dem langen Schenkel in der Schraube, lässt sich schnell drehen, was bei langen Gewinden viel Zeit spart.
Welche Größen gibt es bei Inbusschlüsseln?
Die gängigen metrischen Weiten reichen von 1,5 bis 10 Millimetern und decken den größten Teil des Alltags ab. Größere Weiten kommen im Maschinenbau dazu. Für Fahrzeuge, Fahrräder und Maschinen aus dem angloamerikanischen Raum gibt es eigene Ausführungen in Zollmaßen.
Wie finde ich die richtige Größe heraus?
Der richtige Schlüssel lässt sich ohne Kraft vollständig einstecken und hat kaum spürbares Spiel. Wackelt er, ist er zu klein und gehört wieder heraus, bevor gedreht wird. Die Weite bezeichnet den Abstand zwischen zwei gegenüberliegenden Flächen der Aufnahme, nicht deren Durchmesser.
Warum rundet die Schraube aus?
Meist aus zwei Gründen: Der Schlüssel steckte nicht vollständig in der Aufnahme, sodass nur der obere Rand belastet wurde, oder es wurde eine zöllige Größe in einer metrischen Schraube verwendet. Beide Fehler lassen sich vermeiden, kosten aber im Schadensfall einen Ausdreher oder das Ausbohren.
Darf man metrische und zöllige Schlüssel mischen?
Nein. Die Größen unterscheiden sich um Bruchteile eines Millimeters, passen deshalb scheinbar und ruinieren die Aufnahme beim ersten kräftigen Zug. Zöllige Ausführungen sind im Sortiment gesondert gekennzeichnet.
Wie viele Schlüssel sollte ein Satz haben?
Sechs Schlüssel decken den Kernbereich für Montage und Haushalt ab, neun bis zwölf den vollständigen üblichen Bereich für Werkstatt und Maschinenbau. Ein Satz im Halter zeigt beim Zurücklegen sofort, welche Größe fehlt, was bei diesem Werkzeug besonders zählt.
Woran erkennt man einen guten Inbusschlüssel?
An Stahlqualität und Wärmebehandlung. Ein zu weicher Schlüssel verdreht sich unter Last, seine Kanten runden ab und er beschädigt anschließend die Schraube. Der Unterschied zu einem Billigwerkzeug zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern beim ersten wirklich festsitzenden Bolzen.
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