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Der Schraubendreher, umgangssprachlich auch Schraubenzieher genannt, ist das Werkzeug, das in jeder Werkstatt am häufigsten in die Hand genommen wird, und gerade deshalb wird bei ihm am meisten falsch gemacht. Fast jeder ausgerissene Schraubenkopf entsteht nicht durch zu wenig Kraft, sondern durch das falsche Werkzeug: eine Klinge, die einen halben Millimeter zu schmal ist, ein Phillips-Dreher in einer Pozidriv-Schraube, ein Bit, das im Halter wackelt. Diese Abteilung ist entsprechend nach der einzigen Frage geordnet, die beim Kauf zählt, nämlich welches Profil und welche Größe die Schraube hat. Sie umfasst drei Gruppen, die sich in der Praxis ergänzen: vollständige Schraubendreher für die Arbeiten, bei denen ein festes Werkzeug gebraucht wird, Bits und Schraubeinsätze für alles, was mit Akkuschrauber oder Halter verschraubt wird, und Bithalter, die aus einem Bit ein Werkzeug machen. Alle Artikel sind Original BETA Utensili, mit Preisen von 0,80 Euro für einen einzelnen Schraubeinsatz bis zu Sätzen mit mehreren abgestuften Größen.
Schraubendreher für alle gängigen Profile
Die Schraubendreher im Sortiment decken die vier Profile ab, die im Alltag vorkommen, und zwar in abgestuften Größen statt in einer Universalgröße. Für Schlitzschrauben stehen Klingen von sehr schmalen Breiten für Elektrik und Feinmechanik bis zu kräftigen Ausführungen für Holz und Maschinenbau bereit, dazu Sonderformen: extrakurze Ausführungen für Stellen, an denen kein normaler Griff mehr Platz hat, besonders lange Klingen bis 200 Millimeter für tief liegende Schrauben, Ausführungen für Gewindestifte und Klingen mit Sechskant am Schaft, an denen ein Schlüssel angesetzt werden kann, wenn die Handkraft nicht reicht. Für Kreuzschrauben gibt es sowohl Phillips als auch Pozidriv, und diese Unterscheidung ist wichtiger, als sie aussieht, weil ein Phillips-Dreher eine Pozidriv-Schraube beim ersten Ansatz von Drehmoment ausrundet. Für Torx liegen Ausführungen bis zu den größeren Nenngrößen im Programm, einschließlich Tamper-Resistant-Varianten mit Bohrung für Schrauben mit Stift im Kopf. Neben den Einzelwerkzeugen führt das Sortiment mehrere Sätze mit vier bis sechs abgestuften Größen, was in der Praxis die sinnvollere Anschaffung ist, weil die passende Größe bei Schrauben keine Frage des Komforts, sondern die Voraussetzung für einen unbeschädigten Kopf ist.
Bits und Schraubeinsätze, auch für Sonderprofile
Die Gruppe der Bits und Schraubeinsätze ist der Teil dieser Abteilung, in dem die eigentlichen Besonderheiten liegen. Neben den üblichen Profilen Schlitz, Phillips, Pozidriv, Innensechskant und Torx führt das Sortiment eine ganze Reihe von Sonderprofilen, die in normalen Werkzeugkästen fehlen und in dem Moment gebraucht werden, in dem eine Reparatur ohne sie stillsteht. Dazu gehören XZN und Ribe, die im deutschen Fahrzeugbau an Antriebswellen, Bremssätteln und Motoranbauteilen verbaut sind, Pentalobe an Geräten der Unterhaltungselektronik, Tri-Wing und Torq-Set aus der Luftfahrt und dem Gerätebau, Spanner mit zwei Stiften an Verkleidungen und öffentlich zugänglichen Installationen sowie Torx mit Bohrung, das gerade deshalb verwendet wird, weil es unbefugtes Öffnen erschweren soll. Einzelne Schraubeinsätze beginnen bei 0,80 Euro, und ergänzend stehen Sortimente mit jeweils zehn Einsätzen eines Profils sowie gemischte Sätze zur Verfügung. Für Arbeiten mit dem Schlagschrauber und für große Nenngrößen gibt es zusätzlich verstärkte Einsätze mit größerer Aufnahme.
Bithalter: aus einem Bit ein Werkzeug machen
Ein Bit allein ist kein Werkzeug, es braucht eine Aufnahme, und je nachdem, wie gearbeitet wird, ist diese Aufnahme ein Akkuschrauber, eine Knarre oder ein Handgriff. Die Bithalter im Sortiment deckt drei Bauarten ab. Halter mit Verriegelungsring halten das Bit formschlüssig fest, sodass es auch beim Herausziehen aus einer engen Bohrung nicht im Schraubenkopf zurückbleibt. Magnetische Halter arbeiten schneller, weil das Bit ohne Verriegelung gewechselt wird, und sie haben den zweiten Vorteil, dass die Schraube am Bit hängen bleibt, was einhändiges Ansetzen über Kopf erst möglich macht. Halter mit Schnellwechselaufnahme verbinden beides und sind in zwei Längen erhältlich, wobei die längere Ausführung dort hilft, wo die Schraube tiefer liegt, als ein kurzer Halter reicht. Weitere Halter, darunter ein Klingenhalter und eine Umschaltknarre für Einsatzhalter, liegen im Bereich Schraubendreher, sodass sich ein Blick in beide Gruppen lohnt, wenn eine bestimmte Bauart gesucht wird.
Welches Profil hat meine Schraube?
Die Zuordnung ist bei den vier Standardprofilen einfach und bei allem darüber hinaus die halbe Arbeit. Ein Schlitz ist eindeutig, hier entscheidet nur die Größe: die Klinge soll den Schlitz in der Breite möglichst vollständig ausfüllen, ohne über den Kopf hinauszustehen, und in der Dicke bis auf den Grund reichen. Bei Kreuzschrauben unterscheidet man Phillips und Pozidriv, und der Unterschied liegt in zusätzlichen flachen Rippen zwischen den Hauptflanken, an denen sich Pozidriv erkennen lässt, oft zusätzlich an vier kleinen Strichen im Kopf. Torx ist die sechszackige Sternform und heute das Standardprofil in allem, was neu konstruiert wird, weil es bei gleicher Größe mehr Drehmoment überträgt, ohne das Werkzeug aus dem Kopf zu drücken. Innensechskant kommt an Klemm- und Stellschrauben vor und wird gelegentlich mit XZN verwechselt, das aber zwölf statt sechs Flanken hat und nur so aussieht wie ein Innensechskant mit Sternform. Sitzt eine Schraube fest und sieht der Kopf nach mehr aus als nach einem Standardprofil, lohnt sich ein Blick auf die Sonderprofile, bevor mit Kraft gearbeitet wird, denn ein einmal ausgerundeter Kopf lässt sich nur noch mit Ausdrehwerkzeug lösen.
Angrenzende Werkzeuge im Sortiment
Unterhalb der Größen dieser Abteilung, also bei Schrauben in Uhren, Brillen, Messgeräten und feiner Elektronik, übernehmen Präzisionsschraubendreher und Feinschraubendreher mit drehbarer Kappe, weil ein normaler Griff dort keine ausreichend feine Druckdosierung erlaubt. Ist ein Schraubenkopf schon ausgerissen und greift kein Profil mehr, führt das Sortiment Schraubenausdreher für genau diesen Fall. Und wenn eine Verbindung überhaupt nicht mehr geschraubt, sondern dauerhaft gefügt werden soll, sind Nietzangen und Nieten die Alternative.
Häufig gestellte Fragen zu Schraubendrehern, Bits und Bithaltern
Heißt es Schraubendreher oder Schraubenzieher?
Gemeint ist dasselbe Werkzeug. Die fachlich korrekte und in Normen und Katalogen verwendete Bezeichnung ist Schraubendreher, weil das Werkzeug die Schraube dreht und nicht zieht. Schraubenzieher ist die umgangssprachliche Form, die im Alltag mindestens genauso verbreitet ist und in Süddeutschland und Österreich der Normalfall. Im Handel werden beide Begriffe synonym verwendet, und wer nach Schraubenzieher sucht, findet dieselben Produkte. In diesem Sortiment sind alle Artikel als Schraubendreher bezeichnet, entsprechend der Nomenklatur des Herstellers.
Was ist der Unterschied zwischen Phillips und Pozidriv?
Beide Profile sind kreuzförmig und sehen auf den ersten Blick gleich aus, sind aber nicht austauschbar. Pozidriv besitzt zusätzliche, flachere Rippen zwischen den vier Hauptflanken, erkennbar an vier kleinen Strichen im Schraubenkopf, und überträgt dadurch mehr Drehmoment ohne herauszudrücken. Ein Phillips-Schraubendreher greift in einer Pozidriv-Schraube nur an den Hauptflanken und rundet das Profil beim ersten Ansatz von Kraft aus. Umgekehrt sitzt ein Pozidriv-Dreher in einer Phillips-Schraube zu hoch und findet keinen sauberen Sitz. Im Sortiment sind beide Profile als Schraubendreher und als Bit verfügbar.
Welche Torx-Größen gibt es und wo werden sie verwendet?
Die Nenngrößen laufen von T1 bis T100, wobei im Alltag ein deutlich engerer Bereich vorkommt. T6 bis T10 finden sich in Unterhaltungselektronik, Laptops und Kleingeräten, T15 bis T25 in Haushaltsgeräten, Möbelbeschlägen und Fahrzeuginnenräumen, T25 bis T40 an Karosserie, Verkleidungen und Anbauteilen, und T45 bis T60 an Fahrwerk, Bremsen und Antriebsteilen. Größere Nenngrößen ab T60 kommen fast nur im Nutzfahrzeug- und Maschinenbau vor und werden dann als verstärkter Schraubeinsatz mit größerer Aufnahme gefahren. Eine Größe daneben funktioniert bei Torx nicht: das Werkzeug wackelt und rundet die Sternform aus.
Was ist der Unterschied zwischen einem Bit und einem Schraubendreher?
Ein Schraubendreher ist ein vollständiges Werkzeug aus Griff und fest verbundener Klinge und wird von Hand geführt. Ein Bit, bei BETA als Schraubeinsatz bezeichnet, ist nur die Spitze mit einem Sechskantschaft und braucht eine Aufnahme, also einen Bithalter, eine Knarre oder einen Akkuschrauber. Der Vorteil des Bits ist der Preis und der Platz: ein einzelner Einsatz kostet einen Bruchteil eines Schraubendrehers, und ein Satz mit vielen Profilen passt in eine Hand. Der Vorteil des Schraubendrehers ist die Steifigkeit und das Gefühl, weil keine Steckverbindung dazwischen liegt und die Kraft direkt ankommt. In der Praxis ergänzen sich beide, statt sich zu ersetzen.
Brauche ich einen magnetischen Bithalter?
Für die meisten Arbeiten ja, weil ein magnetischer Halter zwei Dinge löst: das Bit wird ohne Verriegelung gewechselt, und die Schraube bleibt am Bit hängen, was einhändiges Ansetzen über Kopf oder in einer engen Öffnung erst möglich macht. Ein Halter mit Verriegelungsring ist dagegen die bessere Wahl, wenn das Bit auf keinen Fall im Schraubenkopf zurückbleiben darf, etwa bei Arbeiten in tiefen Bohrungen. Zurückhaltung ist bei magnetischen Haltern nur an magnetisch empfindlichen Bauteilen angebracht, also an Festplatten, Sensoren und Uhrwerken. Im Sortiment sind beide Bauarten sowie Ausführungen mit Schnellwechselaufnahme in zwei Längen erhältlich.
Was sind XZN, Ribe, Pentalobe und Tri-Wing?
Das sind Sonderprofile, die in bestimmten Branchen verbaut werden und mit Standardwerkzeug nicht zu lösen sind. XZN, auch Vielzahn genannt, hat zwölf Flanken und sitzt im deutschen Fahrzeugbau an Antriebswellen, Zylinderkopfschrauben und Bremsteilen, wo es leicht mit Innensechskant verwechselt wird. Ribe ist ein weiteres Profil aus dem Fahrzeugbau, ähnlich aufgebaut, aber nicht kompatibel. Pentalobe mit fünf Zacken findet sich an Geräten der Unterhaltungselektronik. Tri-Wing mit drei Flügeln und Torq-Set stammen aus Luftfahrt und Gerätebau. Für alle diese Profile führt das Sortiment passende Schraubeinsätze, und der Versuch, sie mit einem ähnlich aussehenden Standardprofil zu lösen, endet regelmäßig mit einem ausgerundeten Kopf.
Lohnt sich ein Schraubendreher-Satz oder kaufe ich einzeln?
Wer eine konkrete Schraube vor sich hat, kauft einzeln, und bei Bits ist das besonders günstig, weil ein Einsatz nur wenig kostet. Für die Grundausstattung ist ein Satz die klar bessere Wahl, und der Grund ist nicht Bequemlichkeit: die passende Größe ist bei Schrauben die Voraussetzung für einen unbeschädigten Kopf, und wer nur eine mittlere Größe besitzt, benutzt sie zwangsläufig auch dort, wo sie zu groß oder zu klein ist. Ein Satz mit vier bis sechs abgestuften Größen deckt den Alltag ab. Im Sortiment stehen Sätze für Schlitz, Phillips und Pozidriv sowie gemischte Bit-Sortimente zur Verfügung.
Was mache ich, wenn der Schraubenkopf ausgerissen ist?
Zuerst prüfen, ob wirklich das richtige Profil und die richtige Größe verwendet wurde, denn häufig greift ein Werkzeug nur deshalb nicht, weil es das falsche ist, etwa Phillips in Pozidriv oder Innensechskant in XZN. Greift auch das passende Werkzeug nicht mehr, hilft es, das Werkzeug kräftig axial in den Kopf zu drücken und langsam zu drehen, statt mit Schwung zu arbeiten. Bleibt der Kopf ohne Angriffsfläche, sind Schraubenausdreher das richtige Mittel: sie schneiden ein Linksgewinde in den Kopf und drehen die Schraube heraus. Wichtig ist, nicht weiter mit Kraft zu arbeiten, sobald der Kopf rundläuft, weil jede weitere Drehung die Angriffsfläche für den Ausdreher zerstört.
Darf ich an Schraubendrehern mit einer Zange nachhelfen?
Nur bei Ausführungen, die dafür gebaut sind. Im Sortiment gibt es Schraubendreher mit Sechskant am Schaft, an dem ein Maul- oder Ringschlüssel angesetzt werden kann, um zusätzliches Drehmoment aufzubringen, ohne den Griff zu überlasten. Bei allen anderen Ausführungen führt eine Zange am Schaft oder am Griff dazu, dass der Griff sich löst oder die Klinge verdreht, und der Kraftangriff ist ohnehin ungünstig, weil er die Klinge aus der Schraube kippt. Für Schrauben, die von Anfang an hohes Drehmoment verlangen, sind Bit und Knarre die richtige Lösung, weil die Kraft dort sauber in der Achse bleibt.
Sind diese Schraubendreher für Arbeiten unter Spannung geeignet?
Nur solche Werkzeuge, die ausdrücklich als isoliert und bis 1000 Volt geprüft gekennzeichnet sind, bei BETA am Kürzel MQ in der Artikelnummer erkennbar. Ein Kunststoffgriff allein ist keine Isolierung: geprüfte VDE-Werkzeuge haben eine durchgehende Isolierung bis kurz vor die Klingenspitze und werden einzeln geprüft. Alle übrigen Schraubendreher sind für Arbeiten an spannungsfreien Anlagen bestimmt. Vor Arbeiten an elektrischen Installationen gilt daher unverändert: freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern und Spannungsfreiheit feststellen, und bei Geräten mit Kondensatoren zusätzlich die Restspannung beachten.