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Der Rohrsteckschlüssel löst ein Problem, an dem sowohl Ring- als auch Maulschlüssel scheitern: eine Mutter, die weit unten auf einer Gewindestange sitzt. Weil sein Körper eine durchgehende Bohrung hat, schiebt er sich einfach über die Stange, bis er die Mutter erreicht. Kein anderes Werkzeug dieser Gruppe kann das. In der Praxis begegnet einem diese Situation überall dort, wo mit Stehbolzen und Gewindestangen gearbeitet wird: an Auspuffkrümmern, an Ankerschienen, im Anlagenbau, an Maschinenfundamenten und in der Elektroinstallation. In dieser Kategorie finden Sie doppelseitige Rohrsteckschlüssel von BETA mit Sechskant- und Zwölfkantprofil, einzeln und in Sätzen.
Wofür die durchgehende Bohrung gebraucht wird
Die klassische Situation ist die Mutter auf einer langen Gewindestange, die aus einem Fundament, einer Decke oder einem Krümmer herausragt. Ein Ringschlüssel lässt sich über die Stange nicht schieben, weil sein Ring nur so tief ist wie das Werkzeug dick, und ein Maulschlüssel greift zwar seitlich, findet aber bei tief liegenden Muttern keinen Zugang. Der Rohrsteckschlüssel schiebt sich über die gesamte Länge der Stange und greift die Mutter formschlüssig von oben. Zweiter typischer Fall ist die Zündkerze: Auch sie sitzt in einem tiefen Schacht, und auch dort ist ein Werkzeug mit durchgehendem Körper die einzige Lösung.
Doppelseitige Ausführungen haben an beiden Enden eine Aufnahme in unterschiedlicher Weite, sodass ein Werkzeug zwei Größen abdeckt. Gedreht werden sie über eine Querbohrung im Körper, in die ein Stift oder ein Schraubendreher gesteckt wird, was zusätzlich den Vorteil hat, dass sich die Hebellänge frei wählen lässt. Für sehr festsitzende Verbindungen schiebt man den Stift weit heraus, für schnelles Drehen bleibt er mittig. Diese Einfachheit ist auch der Grund, warum das Werkzeug praktisch unkaputtbar ist: Es hat keinen Mechanismus, der verschleißen könnte.
Sechskant oder Zwölfkant, einzeln oder im Satz
Wie bei allen Aufnahmen gilt: Der Sechskant überträgt mehr Drehmoment und ist bei festsitzenden Muttern die sichere Wahl, der Zwölfkant lässt sich alle dreißig Grad ansetzen und ist im engen Schacht schneller. Im Sortiment stehen beide Profile als eigene Serien nebeneinander, und wer regelmäßig mit Stehbolzen arbeitet, greift meist zum Sechskant, während im Fahrzeugbau der Zwölfkant verbreiteter ist. Preislich liegen die Zwölfkantausführungen höher.
Bei den Sätzen entscheidet der Weitenbereich. Ein Satz mit acht Schlüsseln deckt die gängigen Weiten ab und reicht für Montage und Werkstatt, ein Satz mit dreizehn geht bis in den größeren Bereich und ist die Wahl für Anlagenbau und Instandhaltung. Ausführungen in der Kassette haben den bekannten Vorteil, dass man beim Zurücklegen sofort sieht, welche Weite fehlt. Einen Sonderfall bildet der Zündkerzenschlüssel, der zusätzlich eine Gummieinlage hat, damit die Kerze beim Ausbau nicht in den Motorraum fällt. Weitere Ausführungen für Zündkerzen finden Sie im Steckschlüsselprogramm unter Sonderprofile, Steckschlüssel mit Griff und Gelenk unter Steckschlüssel.
Häufig gestellte Fragen zu Rohrsteckschlüsseln
Was ist ein Rohrsteckschlüssel?
Ein Steckschlüssel mit durchgehender Bohrung, der sich über eine Gewindestange schieben lässt, um eine tief sitzende Mutter zu erreichen. Doppelseitige Ausführungen haben an beiden Enden eine Aufnahme in unterschiedlicher Schlüsselweite.
Wofür braucht man einen Rohrsteckschlüssel?
Für Muttern auf langen Gewindestangen und Stehbolzen, wie sie an Auspuffkrümmern, an Ankerschienen, an Maschinenfundamenten und im Anlagenbau vorkommen. Weder Ring- noch Maulschlüssel erreichen diese Verbindungen, weil sich der Ring nicht über die Stange schieben lässt.
Wie wird ein Rohrsteckschlüssel gedreht?
Über eine Querbohrung im Körper, in die ein Stift oder ein Schraubendreher gesteckt wird. Die Hebellänge lässt sich dabei frei wählen: für festsitzende Verbindungen den Stift weit herausschieben, für schnelles Drehen mittig lassen.
Sechskant oder Zwölfkant beim Rohrsteckschlüssel?
Der Sechskant überträgt mehr Drehmoment und ist bei festsitzenden Muttern sicherer, der Zwölfkant lässt sich alle dreißig Grad ansetzen und ist im engen Schacht schneller. Wer regelmäßig mit Stehbolzen arbeitet, greift meist zum Sechskant.
Kann man damit auch Zündkerzen ausbauen?
Ja, dafür gibt es eigene Ausführungen mit passender Schlüsselweite und einer Gummieinlage, die die Kerze festhält, damit sie beim Ausbau nicht in den Motorraum fällt. Ein gewöhnlicher Rohrsteckschlüssel ohne Einlage ist dafür nur bedingt geeignet.
Acht oder dreizehn Teile im Satz?
Ein Satz mit acht Schlüsseln deckt die gängigen Weiten ab und reicht für Montage und Werkstatt. Ein Satz mit dreizehn geht in den größeren Bereich und ist die Wahl für Anlagenbau und Instandhaltung, wo größere Gewindestangen vorkommen.
Warum halten diese Schlüssel so lange?
Weil sie keinen Mechanismus haben, der verschleißen könnte. Ein Rohrsteckschlüssel besteht aus einem gehärteten Rohr mit zwei Aufnahmen und einer Querbohrung, und außer Materialermüdung bei grober Überlastung gibt es an ihm nichts, was kaputtgehen kann.
Doppelsteckschlüssel Sechskant-Köpfe BETA 935/6X7
Zündkerzen-Rohrsteckschlüssel BETA 955/16
Doppelsteckschlüsselsatz 8-Teilig BETA 930/S8
Doppelsteckschlüsselsatz 13-Teilig BETA 930/S13
Doppelsteckschlüsselsatz 13-Teilig BETA 930/C13
Doppelsteckschlüsselsatz 8-Teilig BETA 935/S8
Doppelsteckschlüsselsatz 13-Teilig BETA 935/S13