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Ein verstellbarer Schraubenschlüssel ersetzt einen halben Satz fester Schlüssel und ist deshalb das Werkzeug, das in fast jeder Tasche liegt: im Servicefahrzeug, im Hausmeisterkoffer, in der Sanitärinstallation und überall dort, wo man nicht weiß, welche Weite einen erwartet. Sein Vorzug ist die Anpassungsfähigkeit, seine Grenze liegt beim Drehmoment, weil die bewegliche Backe unter Last immer etwas Spiel hat. Wer beides kennt, setzt ihn richtig ein. In dieser Kategorie finden Sie verstellbare Schlüssel von BETA mit Skala, in verchromter, phosphatierter und nichtrostender Ausführung, als selbstklemmende Variante sowie in funkenfreier Ausführung für Ex-Bereiche.
Engländer, Franzose oder Rollgabelschlüssel
Für dasselbe Werkzeug kursieren in Deutschland mehrere Namen, und weil sie durcheinander gehen, lohnt sich eine kurze Einordnung. Rollgabelschlüssel ist die technisch korrekte Bezeichnung: ein Schlüssel mit einer festen und einer beweglichen Backe, die über eine Schnecke im Griff verstellt wird. Engländer bezeichnet historisch die Bauform mit parallelen Backen und Verstellrad in der Rückseite des Griffs. Franzose meint eigentlich die Ausführung, deren Backen im Winkel zum Griff stehen und deren Verstellrad seitlich sitzt. Im heutigen Sprachgebrauch werden alle drei Begriffe weitgehend gleichbedeutend verwendet, und wer einen der drei sucht, meint in aller Regel dasselbe Werkzeug.
Praktisch relevant bleibt eine Unterscheidung: die Richtung, in der belastet wird. Bei einem Rollgabelschlüssel liegt die Hauptlast konstruktionsbedingt auf der festen Backe. Deshalb setzt man ihn so an, dass die Kraft beim Ziehen gegen die feste Backe wirkt, und nicht umgekehrt. Wer ihn falsch herum ansetzt, belastet die Verstellmechanik, das Maul öffnet sich unter Last und der Schraubenkopf rundet ab. Diese eine Regel entscheidet darüber, ob ein verstellbarer Schlüssel jahrelang hält oder nach einem Winter Schrott ist.
Wann er passt und wann besser nicht
Der verstellbare Schlüssel spielt seine Stärke überall dort aus, wo Weiten unbekannt, ungewöhnlich oder selten sind: bei Rohrverschraubungen, an Sanitärarmaturen, an Anschlüssen mit zölligen Maßen und bei allem, wofür sich ein eigener fester Schlüssel nicht lohnt. Modelle mit Skala an der beweglichen Backe erlauben dabei, die Weite direkt einzustellen, statt sie durch Probieren zu suchen, was bei wiederkehrenden Maßen Zeit spart. Für große Verschraubungen gibt es Ausführungen mit erweitertem Maul bis fünfundsechzig Millimeter, die eine ganze Reihe fester Schlüssel ersetzen.
Nicht die richtige Wahl ist er beim Lösen festsitzender und korrodierter Verbindungen sowie überall dort, wo ein definiertes Anzugsmoment gefordert ist. In beiden Fällen führt das unvermeidbare Spiel der beweglichen Backe zu abgerundeten Kanten. Dafür greifen Sie besser zum Ringschlüssel oder zu einer Stecknuss. Eine Sonderstellung nimmt der selbstklemmende Schlüssel ein: Bei ihm zieht sich das Maul unter Last selbsttätig zusammen, wodurch das Spiel entfällt und die Verbindung sicherer gegriffen wird. Für Ex-Bereiche führen wir zusätzlich eine funkenfreie Ausführung aus Kupfer-Beryllium, für Lebensmittel- und Pharmabetriebe eine Version aus Edelstahl. Weitere Bauformen finden Sie in der Übersicht Schraubenschlüssel.
Häufig gestellte Fragen zu verstellbaren Schraubenschlüsseln
Was ist der Unterschied zwischen Engländer und Franzose?
Historisch bezeichnet Engländer die Bauform mit parallelen Backen und Verstellrad im Griffrücken, Franzose die Ausführung mit im Winkel stehenden Backen und seitlichem Verstellrad. Im heutigen Sprachgebrauch werden beide Begriffe weitgehend gleichbedeutend für den Rollgabelschlüssel verwendet.
Wie setzt man einen Rollgabelschlüssel richtig an?
So, dass die Kraft beim Ziehen gegen die feste Backe wirkt. Die bewegliche Backe darf nicht die Hauptlast tragen, sonst öffnet sich das Maul unter Last, die Verstellmechanik wird beschädigt und der Schraubenkopf rundet ab. Diese Regel entscheidet über die Lebensdauer des Werkzeugs.
Wann sollte man keinen verstellbaren Schlüssel verwenden?
Beim Lösen festsitzender oder korrodierter Verbindungen und immer dann, wenn ein definiertes Anzugsmoment gefordert ist. Das unvermeidbare Spiel der beweglichen Backe führt dort zu abgerundeten Kanten. Besser geeignet sind Ringschlüssel oder Stecknuss.
Wozu dient die Skala am Schlüssel?
Sie zeigt die eingestellte Maulweite an, sodass sich die Weite direkt einstellen lässt, statt sie durch Probieren zu suchen. Bei wiederkehrenden Maßen und bei Arbeiten an schlecht zugänglichen Stellen spart das spürbar Zeit.
Was ist ein selbstklemmender Schlüssel?
Bei ihm zieht sich das Maul unter Last selbsttätig zusammen. Dadurch entfällt das Spiel der beweglichen Backe und die Verbindung wird sicherer gegriffen als bei einem gewöhnlichen Rollgabelschlüssel, was das Risiko abgerundeter Kanten deutlich senkt.
Welche Maulweiten sind verfügbar?
Die gängigen Modelle decken den Bereich bis etwa dreißig Millimeter ab, Ausführungen mit erweitertem Maul reichen bis fünfundsechzig Millimeter und ersetzen damit eine ganze Reihe fester Schlüssel, etwa bei Rohrverschraubungen und Sanitärarmaturen.
Gibt es verstellbare Schlüssel für Ex-Bereiche?
Ja, in funkenfreier Ausführung aus Kupfer-Beryllium. Sie erzeugen beim Anschlagen keine zündfähigen Funken und sind in explosionsgefährdeten Bereichen nach ATEX vorgeschrieben, etwa in der Chemie, in Tanklagern und in der Gasversorgung.
Einmaulschlüssel Verstellbar BETA 110BA/600
Einmaulschlüssel Verstellbar BETA 111E-HS/450
Einmaulschlüssel Verstellbar BETA 110MQ/300
Einmaulschlüssel BETA 111INOX/200
Einmaulschlüsselsatz 3-Teilig BETA 111E/D3
Einmaulschlüssel mit Maß Skale BETA 111ER/300
Selbstspannender Schlüssel BETA 186/8-32