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Bei einem Werkzeugsatz geht fast immer die Kassette vor den Werkzeugen kaputt, und das ist kein Zufall: Sie besteht aus Kunststoff, wird bei jedem Gebrauch geöffnet und geschlossen, fällt herunter, liegt im Wagen unter schwererem Material und wird mit den Jahren spröde. Die Bohrer, Fräser oder Gewindebohrer darin sind zu diesem Zeitpunkt oft noch vollständig brauchbar. Was danach passiert, kennt jede Werkstatt: Der Satz liegt lose in der Schublade, es fehlt bei jedem Griff die Übersicht, und weil niemand zählt, verschwinden einzelne Größen unbemerkt, bis der Satz an genau der Stelle unvollständig ist, an der man ihn braucht. Für die gängigen Sätze sind deshalb leere Kassetten einzeln erhältlich, jeweils passend zur Artikelnummer des Satzes. Ergänzend führt dieser Bereich leere Koffer mit Kleinteilebehältern, die nicht zu einem bestimmten Satz gehören, sondern zum Sortieren von Schrauben, Klemmen, Sicherungen und ähnlichem Kleinmaterial gedacht sind.
Die passende Kassette finden
Ersatzkassetten sind seriengebunden, und das ist der einzige Punkt, an dem eine Bestellung schiefgehen kann. Eine Kassette hat tiefgezogene Aufnahmen, die auf Anzahl, Länge und Durchmesser genau der Werkzeuge dieses einen Satzes zugeschnitten sind, weshalb sie sich nicht für einen anderen Satz verwenden lässt, auch wenn sie äußerlich passt. Am einfachsten ist die Bestellung deshalb über die Artikelnummer des Satzes, denn die Kassetten tragen sie im eigenen Kürzel und nennen den zugehörigen Satz zusätzlich in der Bezeichnung. Ist die Nummer nicht mehr auffindbar, weil das Etikett fehlt oder unleserlich ist, helfen drei Angaben weiter: die Art der Werkzeuge, also Bohrer, Fräser oder Gewindebohrer, deren Anzahl und der abgedeckte Größenbereich, also etwa von einem bis zehn Millimeter. Diese drei Angaben grenzen die Auswahl in aller Regel auf eine Position ein. Nicht verwechseln sollte man Kassetten mit anderen Ersatzverpackungen: Für Sätze, die in einer Halterung oder in einem Ständer geliefert werden, gibt es leere Halterungen, und für Sätze in einer Tasche oder einem Etui entsprechende leere Taschen und Etuis.
Warum sich der Nachkauf rechnet
Eine Ersatzkassette kostet einen erheblichen Teil dessen, was ein neuer Satz kosten würde, und genau deshalb wird der Nachkauf oft nicht in Betracht gezogen. Die Rechnung sieht allerdings anders aus, wenn man sie zu Ende führt. Erstens sind die Werkzeuge im vorhandenen Satz in aller Regel noch brauchbar, sodass ein neuer Satz bedeutet, funktionsfähige Werkzeuge doppelt zu haben. Zweitens ist der wirtschaftliche Schaden ohne Kassette nicht der Zeitverlust beim Suchen, sondern das schleichende Verschwinden einzelner Größen, und ein Satz, dem drei Größen fehlen, ist praktisch wertlos, obwohl sechzehn vorhanden sind. Drittens sind es fast immer die selten gebrauchten Größen, die verloren gehen, weil sie nach dem Gebrauch nicht dorthin zurückgelegt werden, wo sie hingehören, und genau diese sind es, deren Fehlen später die Arbeit stoppt. Eine Kassette verhindert das nicht durch Anweisung, sondern durch Sichtbarkeit: Eine leere Aufnahme sieht jeder, der die Kassette öffnet. In Betrieben mit mehreren Nutzern ist das der einzige Ordnungsmechanismus, der zuverlässig funktioniert.
Leere Koffer für Kleinteile
Neben den seriengebundenen Kassetten führt dieser Bereich leere Koffer mit herausnehmbaren Behältern, und die haben einen völlig anderen Zweck: Sie sind nicht für Werkzeuge gedacht, sondern für Kleinmaterial, also für Schrauben, Muttern, Scheiben, Klemmen, Sicherungen, Kabelschuhe, Clips und alles, was in der Werkstatt in Dutzenden vorkommt und ohne Sortierung binnen einer Woche unauffindbar ist. Der Unterschied zwischen den Ausführungen liegt in der Zahl der Behälter, und die Auswahl folgt einer einfachen Überlegung: Weniger, aber größere Behälter eignen sich für Material, das in großen Mengen verbraucht wird, viele kleine für ein breites Sortiment in geringen Stückzahlen. Wer beides hat, kommt mit einer großen Ausführung meist weiter, weil sich zwei Fächer zusammenlegen lassen, aber kein Fach teilen. Praktischer Hinweis: Beschriften Sie die Behälter außen und nicht nur den Deckel, denn ein herausgenommener Behälter, der irgendwo abgestellt wurde, ist ohne Beschriftung nicht mehr zuzuordnen. Wer größere Mengen sortieren will, findet passende Lösungen außerdem bei den leeren Werkzeugkästen.
Häufig gestellte Fragen zu leeren Ersatzkassetten
Passt eine Kassette auch für einen anderen Satz?
Nein. Eine Kassette hat tiefgezogene Aufnahmen, die auf Anzahl, Länge und Durchmesser genau der Werkzeuge eines bestimmten Satzes zugeschnitten sind, weshalb sie sich nicht für einen anderen Satz verwenden lässt, auch wenn sie äußerlich ähnlich aussieht. Bestellen Sie deshalb über die Artikelnummer des Satzes, denn die Kassetten tragen sie im eigenen Kürzel und nennen den zugehörigen Satz zusätzlich in der Bezeichnung. Ist die Nummer nicht mehr lesbar, helfen die Art der Werkzeuge, ihre Anzahl und der abgedeckte Größenbereich weiter.
Lohnt sich eine Ersatzkassette, wenn sie so viel kostet?
In den meisten Fällen ja, und die Rechnung geht so: Die Werkzeuge im vorhandenen Satz sind in aller Regel noch brauchbar, sodass ein neuer Satz bedeutet, funktionsfähige Werkzeuge doppelt zu haben. Der eigentliche Schaden ohne Kassette ist außerdem nicht der Zeitverlust beim Suchen, sondern das schleichende Verschwinden einzelner Größen: Ein Satz, dem drei Größen fehlen, ist praktisch wertlos, obwohl der Rest vorhanden ist. Und es sind fast immer die selten gebrauchten Größen, die verloren gehen, also genau die, deren Fehlen später die Arbeit stoppt.
Was ist der Unterschied zwischen Kassette, Etui und Halterung?
Alle drei sind Verpackungen für einen Werkzeugsatz und unterscheiden sich in Bauform und Material. Die Kassette ist ein fester Kunststoffbehälter mit tiefgezogenen Aufnahmen und schützt die Werkzeuge auch mechanisch, weshalb sie bei Bohrern, Fräsern und Gewindebohrern üblich ist. Das Etui ist eine weiche Tasche, meist aus Kunststoff oder Textil, und wird bei Schlüsselsätzen verwendet. Die Halterung ist eine offene Aufnahme oder ein Ständer, in dem die Werkzeuge sichtbar stecken, typisch für Stiftschlüssel. Welche Sie brauchen, hängt davon ab, wie Ihr Satz ursprünglich geliefert wurde.
Wofür sind die Koffer mit Kleinteilebehältern?
Nicht für Werkzeuge, sondern für Kleinmaterial: Schrauben, Muttern, Scheiben, Klemmen, Sicherungen, Kabelschuhe und Clips, also alles, was in der Werkstatt in Dutzenden vorkommt und ohne Sortierung binnen einer Woche unauffindbar ist. Die Ausführungen unterscheiden sich in der Zahl der Behälter: Wenige große eignen sich für Material, das in Mengen verbraucht wird, viele kleine für ein breites Sortiment in geringen Stückzahlen. Wer beides hat, fährt mit der größeren Ausführung besser, weil sich zwei Fächer zusammenlegen lassen, aber kein Fach teilen.
Wie finde ich die Artikelnummer meines Satzes?
Sie steht in der Regel auf einem Etikett auf der Kassette selbst, häufig innen im Deckel, und ist manchmal zusätzlich in den Kunststoff eingeprägt. Fehlt sie oder ist sie unleserlich, hilft die Rechnung oder die alte Bestellung weiter. Und wenn auch das nicht möglich ist, grenzen drei Angaben die Auswahl fast immer auf eine Position ein: die Art der Werkzeuge, ihre Anzahl und der abgedeckte Größenbereich, also etwa neunzehn Bohrer von einem bis zehn Millimeter. Im Zweifel klärt eine kurze Anfrage mit diesen Angaben die Sache schneller als jede Suche.
Leerer Kasten für Art. 425/SP3 BETA 425/SP/V
Leerer Kasten für Art. 426/SP6 BETA 426/SP/V
Leerer Kasten für Art. 426SB/SP4 BETA 428/SPV
Werkzeugkoffer mit 12 Behältern BETA 2080/V12
Werkzeugkoffer mit 6 Behältern BETA 2080/V6
Thermoformateinsatz Leer BETA TV280
