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In dieser Kategorie stehen zwei Arten von Messgeräten nebeneinander, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben und im Werkstattalltag trotzdem beide gebraucht werden: Geräte für elektrische Messungen, also Multimeter, Stromzangen und Spannungsprüfer, und Geräte für mechanische Präzisionsmessungen, also Mikrometer, Messuhren und Fühlerlehren. Was sie verbindet, ist die Aufgabe: Sie machen sichtbar, was man sonst nicht sehen kann, und in beiden Fällen entscheidet die richtige Anwendung mehr über das Ergebnis als der Preis des Geräts.
Multimeter und Stromzangen
Das Multimeter ist das Grundwerkzeug jeder elektrischen Fehlersuche. Es misst Spannung, Strom und Widerstand und beantwortet damit die drei Fragen, die bei jedem elektrischen Problem am Anfang stehen: Kommt Spannung an, fließt Strom, ist die Verbindung durchgehend. Bei der Auswahl entscheiden zwei Dinge. Erstens die Sicherheitsklasse und Messkategorie, denn ein Gerät, das für Messungen an einer festen Installation zugelassen ist, muss Spannungsspitzen aushalten, die im Fehlerfall auftreten. Zweitens die Frage, ob Sie echten Effektivwert messen müssen: Bei verzerrten Signalen, wie sie an Frequenzumrichtern, Netzteilen und modernen Verbrauchern auftreten, zeigt ein einfaches Gerät zu wenig an, ein Gerät mit echter Effektivwertmessung nicht.
Die Stromzange löst ein Problem, das das Multimeter nicht lösen kann. Für eine Strommessung mit dem Multimeter müssen Sie den Stromkreis auftrennen und das Gerät in Reihe schalten, und das ist an einer laufenden Anlage weder praktisch noch immer zulässig. Die Stromzange wird stattdessen um den Leiter gelegt und misst über das Magnetfeld, ohne etwas zu trennen. Kombigeräte vereinen beides, sodass Sie Spannung mit den Prüfspitzen und Strom mit der Zange messen, ohne das Gerät zu wechseln.
Spannungsprüfer
Der Spannungsprüfer beantwortet genau eine Frage, dafür aber schnell und ohne Aufbau: Ist hier Spannung. In der Ausführung als Schraubendreher hat er den praktischen Vorteil, dass er ohnehin in der Tasche steckt und dass man mit demselben Werkzeug prüfen und schrauben kann. Als berührungsloser Prüfer zeigt er Wechselspannung an, ohne dass man einen Kontakt herstellen muss, was beim Aufspüren stromführender Leitungen in Wänden und Kabelbäumen der schnellste Weg ist.
Ein Punkt, der in der Praxis über Sicherheit entscheidet: Ein Spannungsprüfer sagt Ihnen zuverlässig, dass Spannung DA ist. Dass keine da ist, sagt er nicht zuverlässig, weil er auch dann nichts anzeigt, wenn er defekt ist, die Batterie leer ist oder der Kontakt nicht zustande kommt. Für die Feststellung der Spannungsfreiheit gilt deshalb immer die Regel, das Gerät vorher und nachher an einer bekannten Spannungsquelle zu prüfen.
Mikrometer
Das Mikrometer, korrekt Bügelmessschraube, ist das Werkzeug für Hundertstelmillimeter im Außenmaß. Es misst genauer als jeder Messschieber, und der Grund liegt in der Mechanik: Eine Messspindel mit sehr feiner Gewindesteigung wandelt eine große Drehbewegung in eine winzige Längsbewegung um, sodass sich der Zwischenraum auf einer weit gespreizten Skala ablesen lässt. Der Preis dafür ist der eingeschränkte Messbereich: Ein Mikrometer deckt üblicherweise 25 Millimeter ab, weshalb es sie als Satz in gestaffelten Bereichen gibt.
Entscheidend für ein brauchbares Ergebnis ist die Ratsche am Ende der Trommel. Sie begrenzt die Messkraft und sorgt dafür, dass Sie jedes Mal mit demselben Druck messen. Wer stattdessen an der Trommel selbst festdreht, misst zu klein, weil sich Werkstück und Bügel elastisch verformen, und bekommt bei zehn Messungen zehn verschiedene Werte. Kontrollieren Sie außerdem regelmäßig den Nullpunkt bei geschlossenen Messflächen.
Messuhren
Die Messuhr misst keine absoluten Maße, sondern Abweichungen, und genau darin liegt ihr Wert. Eingespannt in ein Stativ und an ein Werkstück angelegt, zeigt sie, wie weit eine Fläche von der Ebene abweicht, wie stark eine Welle beim Drehen schlägt oder wie viel Spiel ein Lager hat. Das sind Fragen, die sich mit einem Messschieber nicht beantworten lassen, weil es nicht um die Größe geht, sondern um die Gleichmäßigkeit.
Im Sortiment finden Sie die klassische Ausführung mit Skala und Auflösung von einem Hundertstelmillimeter, eine Ausführung mit Hebeltaster für Stellen, an die ein axialer Messbolzen nicht herankommt, etwa in Bohrungen und an Kanten, sowie eine digitale Variante mit direkter Zahlenanzeige. Zur Messuhr gehört zwingend ein stabiler Messtischfuß: Jede Bewegung des Stativs geht direkt in die Anzeige ein, und ein wackeliger Aufbau macht die feinste Uhr wertlos. Passende magnetische Messtischfüße finden Sie unter Messgeräte-Zubehör.
Fühlerlehren
Die Fühlerlehre ist das günstigste Präzisionsmesswerkzeug überhaupt und misst etwas, wofür es kaum eine Alternative gibt: den Spalt zwischen zwei Flächen. Ventilspiel, Elektrodenabstand an Zündkerzen, Lagerspiel, Kupplungsspiel, Führungsspiel, überall dort schiebt man Blattlehren in den Spalt, bis eine spürbar klemmt und die nächste nicht mehr hineingeht. Das Maß dieser Lehre ist der Spalt.
Zwei Hinweise aus der Praxis. Erstens: Das Gefühl ist Teil der Methode. Die richtige Lehre lässt sich mit leichtem, gleichmäßigem Widerstand durchziehen, nicht klemmen und nicht lose durchfallen. Zweitens: Blattlehren sind dünn und lassen sich beim Herausziehen unter Winkel leicht knicken, und eine geknickte Lehre misst danach falsch. Wer regelmäßig an heißen oder verschmutzten Stellen misst, greift zur Ausführung mit Werkzeugsicherung, wenn über Kopf gearbeitet wird.
Lehren und Sonderprüfmittel
Ergänzt wird das Programm um Prüfmittel, die keine Zahl liefern, sondern eine Antwort: Gewindelehren zum Bestimmen von Steigung und Profil eines unbekannten Gewindes, Radienlehren zum Ermitteln von Rundungen, ein Dickenmessgerät sowie eine Kettenverschleißanzeige, mit der sich in Sekunden feststellen lässt, ob eine Kette gelängt und damit fällig ist. Diese Werkzeuge kosten wenig und ersetzen jeweils eine Messreihe, für die man sonst deutlich länger braucht.
Was dazugehört
Für Längenmaße im Zehntelbereich führen die Messschieber und die digitalen Messschieber das passende Programm, für Bohrungstiefen und Reifenprofile die Tiefenmesser. Winkel prüfen Sie mit den Winkeln und Winkelmessern, Waagerechte und Senkrechte mit den Wasserwaagen. Für die Fahrzeugdiagnose stehen Diagnosegeräte und Hydrometer bereit. Einen Überblick über das gesamte Messprogramm gibt die Übersicht Messwerkzeuge.
Distanz-Wechselstromspannungsmess. BETA 1760K
Schraubendreher mit Spannungsprüfer BETA 1253
Schraubendreher Spannungsprüfer BETA 1253A
Schraubendreher Spannungsprüfer BETA 1254
Kettenverschleißanzeige BETA 3935
Mikrometer für Außenmessungen BETA 1658/25
Sortiment 4 Mikrometern Art. 1658 BETA 1658/C4
Messuhr Präzision: 1/100 mm BETA 1662/1
Messuhr mit Digitalanzeige BETA 1662DGT/A
Industrie-Digitalmultimeter BETA 1760/RMS
Multimeter/Megaohmmeter BETA 1760/OHM
Stromzange + Digitalmultimeter BETA 1760PA/AC
Ac/Dc Stromzange 80A BETA 1760PA/80