Zubehör für Oberflächenbearbeitung

Zubehör für Oberflächenbearbeitung

Bei der Flächenbearbeitung liefert die Maschine die Bewegung, aber die Arbeit macht das Verbrauchsmaterial. Zwei identische Exzenterschleifer liefern völlig verschiedene Ergebnisse, wenn auf dem einen eine passende Scheibe in der richtigen Körnung sitzt und auf dem anderen eine abgenutzte in der falschen. In diesem Bereich finden Sie Zubehör von BETA ab 16,27 Euro: Schleifpapierscheiben, Schleifbänder, Stütz- und Schleifteller mit Klettbefestigung, Wollpads zum Polieren und Adapter für Bürsten.

Körnung: die wichtigste Angabe überhaupt

Die Körnungszahl gibt an, wie fein das Schleifkorn ist, und zwar umgekehrt: kleine Zahl bedeutet grobes Korn und schnellen Abtrag, große Zahl feines Korn und feine Oberfläche. Eine Körnung um 60 bis 80 trägt Material ab, also Rost, alte Beschichtungen und überstehende Spachtelmasse. Um 120 bis 180 wird eingeebnet und für die Grundierung vorbereitet. Um 240 bis 400 wird eine Fläche für Lack vorbereitet oder ein Lack angeschliffen, und darüber beginnt der Bereich des Feinschliffs vor dem Polieren.

Entscheidend ist dabei, dass diese Stufen aufeinander folgen und nicht gegeneinander austauschbar sind. Jede Körnung hinterlässt Riefen in einer bestimmten Tiefe, und die Aufgabe der nächsten ist es, genau diese Riefen zu entfernen und durch flachere zu ersetzen. Wer Stufen überspringt, hat am Ende die tiefen Riefen der groben Körnung unter einer scheinbar feinen Oberfläche, und sie werden sichtbar, sobald Grundierung oder Lack darüber liegt, weil Lack sie nicht füllt, sondern nachzeichnet. Aus demselben Grund lohnt es sich, mehrere Körnungen im Haus zu haben und nicht erst dann zu bestellen, wenn eine Arbeit ansteht.

Wie Sie die richtige Scheibe finden

Drei Angaben müssen zusammenpassen, und alle drei stehen am Werkzeug beziehungsweise am Teller. Der Durchmesser ist die offensichtliche: Eine Scheibe, die über den Teller hinausragt, franst am Rand aus und schlägt, eine zu kleine nutzt die Fläche nicht. Die Befestigungsart ist die zweite: Klett ist heute üblich und erlaubt schnellen Wechsel und Wiederverwenden, selbstklebende Systeme halten fester, lassen sich aber nicht mehrfach aufsetzen.

Die dritte wird am häufigsten übersehen und ist bei Maschinen mit Absaugung die wichtigste: die Lochung. Die Löcher in der Scheibe müssen mit denen im Teller übereinstimmen, sonst saugt die Maschine nicht ab, obwohl beide Teile technisch passen. Eine Scheibe mit falscher Lochung verschließt die Absaugkanäle, und dann läuft der Teller in seinem eigenen Staub, schneidet schlechter und setzt sich schneller zu, während der Staub in die Luft geht statt in den Sauger. Prüfen Sie deshalb Durchmesser, Befestigung und Lochanzahl gemeinsam. Die passenden Maschinen finden Sie unter Exzenterschleifer und Schleifmaschinen.

Stützteller und Schleifteller

Der Teller ist kein Zubehör im Sinne von Beiwerk, sondern das Bauteil, über das die Bewegung der Maschine auf die Fläche übertragen wird, und seine Eigenschaften prägen das Ergebnis mit. Die Härte entscheidet, wie die Maschine der Form folgt: Ein harter Teller bleibt eben und ist für plane Flächen richtig, weil er Unebenheiten abträgt statt ihnen zu folgen. Ein weicher Teller legt sich an Wölbungen an und ist deshalb an Karosserieteilen und gerundeten Flächen die bessere Wahl.

Der Teller ist außerdem ein Verschleißteil, was oft übersehen wird. Der Klettbelag verliert mit der Zeit Haltekraft, weil er verschmutzt und die Haken flach werden, und eine Scheibe, die nicht mehr sicher hält, verrutscht unter Last und hinterlässt Spuren. Auch die Kanten leiden, wenn man mit dem Teller versehentlich an Kanten anstößt, und ein ausgefranster Rand schlägt. Ein neuer Teller kostet weniger als eine Stunde Nacharbeit an einer verkratzten Fläche, und deshalb ist er ein Teil, das man ersetzt, bevor es Probleme macht.

Schleifbänder für Bandfeilen

Bänder für Bandfeilen gehören zu dem Verbrauchsmaterial, das man am ehesten vergisst, und ihr Verbrauch ist hoch, weil die Bänder schmal sind und ihre gesamte Arbeit auf wenigen Millimetern Breite leisten. Wichtig ist zuerst die Bandbreite, die zur Maschine passen muss, also 10 oder 20 Millimeter, und zusätzlich die Bandlänge, die maschinenspezifisch ist. Ein Band mit falscher Länge lässt sich nicht spannen, und ein Band mit falscher Breite läuft nicht sauber.

Bei der Körnung gilt dasselbe wie bei Scheiben: Ein Band mit Körnung 80 trägt ab, für ein sauberes Finish braucht es anschließend feinere Stufen. Achten Sie außerdem auf die Laufrichtung, denn geklebte Bandstöße sind auf eine Richtung ausgelegt und lösen sich bei falschem Einlegen schneller. Ein Pfeil auf der Bandinnenseite zeigt sie an, und dieser Blick kostet drei Sekunden und verhindert ein Band, das nach zehn Minuten aufgeht.

Pads zum Polieren

Beim Polieren übernimmt der Aufsatz die Rolle, die beim Schleifen die Körnung hat, und die Wahl folgt derselben Logik von grob zu fein. Ein Wollpad arbeitet aggressiv und ist die erste Stufe, wenn Kratzer, Oxidation oder Vergilbung entfernt werden müssen. Ein Schaumpad arbeitet feiner, und seine Härte bestimmt, ob es korrigiert oder Hochglanz erzeugt.

Eine Regel gilt dabei ohne Ausnahme: für jede Stufe ein eigenes Pad. Reste einer groben Paste bleiben im Pad und machen jede feinere Stufe unbrauchbar, weil sie weiterhin Riefen setzen, während man glaubt, sie zu entfernen. Pads sind außerdem waschbar und sollten nach der Arbeit ausgewaschen werden, denn ausgehärtete Pastenreste machen ein weiches Pad hart und damit unbrauchbar. Die passenden Maschinen finden Sie unter Poliermaschinen, eine Übersicht über den ganzen Bereich unter Oberflächenbearbeitung.

Wann Verbrauchsmaterial gewechselt werden sollte

Die häufigste Fehleinschätzung in diesem Bereich ist, dass Schleifmittel benutzt wird, solange es noch etwas abträgt. Wirtschaftlich ist das falsch gerechnet. Eine stumpfe Scheibe trägt langsamer ab, also arbeitet man länger, drückt stärker und erzeugt mehr Wärme, und mehr Druck bremst bei einem Exzenterschleifer die kreisende Bewegung, sodass Kreisspuren entstehen. Am Ende kostet die gesparte Scheibe mehr Arbeitszeit und ein schlechteres Ergebnis, als sie wert war.

Zwei Zeichen zeigen den Wechselzeitpunkt zuverlässig an: Die Maschine trägt bei gleichem Andruck deutlich weniger ab als zu Beginn, oder das Korn ist sichtbar zugesetzt und die Fläche glänzt stellenweise, statt matt zu werden. Bei Arbeiten an Lack und Füller kommt ein drittes hinzu: Sobald sich das Material zuschmiert, statt Staub zu erzeugen, ist die Scheibe fertig, denn zugesetztes Korn zieht dann Streifen. Weiteres Werkzeug für die Nahtvorbereitung finden Sie unter Schneidwerkzeuge, Schutzausrüstung unter Arbeitskleidung.

Häufig gestellte Fragen zu Schleifmitteln und Zubehör

Was bedeutet die Körnungszahl?

Sie gibt an, wie fein das Schleifkorn ist, und zwar umgekehrt: kleine Zahl bedeutet grobes Korn und schnellen Abtrag, große Zahl feines Korn und feine Oberfläche. Etwa 60 bis 80 trägt Material ab, 120 bis 180 ebnet ein und bereitet die Grundierung vor, 240 bis 400 bereitet Lack vor oder schleift ihn an.

Warum darf ich keine Körnungsstufe überspringen?

Weil jede Körnung Riefen in einer bestimmten Tiefe hinterlässt und die nächste, feinere genau diese Riefen entfernen soll. Wer Stufen überspringt, hat die tiefen Riefen der groben Körnung unter einer scheinbar feinen Oberfläche, und sie werden sichtbar, sobald Lack darüber liegt, denn Lack füllt sie nicht, sondern zeichnet sie nach.

Woran erkenne ich, ob eine Scheibe zu meiner Maschine passt?

Drei Angaben müssen zusammenpassen: der Durchmesser, die Befestigungsart, also Klett oder selbstklebend, und die Lochung. Die Löcher der Scheibe müssen mit denen des Tellers übereinstimmen, und genau das wird am häufigsten übersehen, obwohl es bei Maschinen mit Absaugung entscheidend ist.

Was passiert bei falscher Lochung?

Die Scheibe verschließt die Absaugkanäle, obwohl beide Teile technisch zusammenpassen. Dann läuft der Teller in seinem eigenen Staub, schneidet schlechter und setzt sich schneller zu, während der Staub in die Raumluft geht statt in den Sauger. Prüfen Sie deshalb Durchmesser, Befestigung und Lochanzahl gemeinsam.

Harter oder weicher Schleifteller?

Ein harter Teller bleibt eben und ist für plane Flächen richtig, weil er Unebenheiten abträgt statt ihnen zu folgen. Ein weicher Teller legt sich an Wölbungen an und ist deshalb an Karosserieteilen und gerundeten Flächen die bessere Wahl. Die Härte prägt das Ergebnis also genauso mit wie die Körnung.

Ist der Schleifteller ein Verschleißteil?

Ja, und das wird oft übersehen. Der Klettbelag verliert Haltekraft, weil er verschmutzt und die Haken flach werden, und eine Scheibe, die nicht mehr sicher hält, verrutscht unter Last und hinterlässt Spuren. Ein neuer Teller kostet weniger als eine Stunde Nacharbeit an einer verkratzten Fläche.

Worauf muss ich bei Schleifbändern achten?

Auf Breite und Länge, die beide zur Maschine passen müssen, und auf die Laufrichtung. Geklebte Bandstöße sind auf eine Richtung ausgelegt und lösen sich bei falschem Einlegen schneller. Ein Pfeil auf der Bandinnenseite zeigt die Richtung an, und dieser Blick verhindert ein Band, das nach zehn Minuten aufgeht.

Brauche ich für jede Polierstufe ein eigenes Pad?

Ja, ohne Ausnahme. Reste einer groben Paste bleiben im Pad und machen jede feinere Stufe unbrauchbar, weil sie weiterhin Riefen setzen, während man glaubt, sie zu entfernen. Waschen Sie Pads nach der Arbeit aus, denn ausgehärtete Pastenreste machen ein weiches Pad hart und damit unbrauchbar.

Wann sollte ich eine Schleifscheibe wechseln?

Sobald die Maschine bei gleichem Andruck deutlich weniger abträgt als zu Beginn oder das Korn sichtbar zugesetzt ist und die Fläche stellenweise glänzt statt matt zu werden. Bei Lack und Füller gilt zusätzlich: Sobald das Material zuschmiert statt Staub zu erzeugen, ist die Scheibe fertig, denn zugesetztes Korn zieht Streifen.

Lohnt es sich, eine Scheibe länger zu benutzen?

Nein, das ist falsch gerechnet. Eine stumpfe Scheibe trägt langsamer ab, also arbeitet man länger, drückt stärker und erzeugt mehr Wärme. Mehr Druck bremst beim Exzenterschleifer zusätzlich die kreisende Bewegung, sodass Kreisspuren entstehen. Die gesparte Scheibe kostet am Ende mehr Arbeitszeit, als sie wert war.

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