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Neben dem Schlagschrauber, der eine eigene Kategorie hat, gibt es eine ganze Reihe von Druckluftwerkzeugen, die den Werkstattalltag prägen und selten bewusst ausgewählt werden: den Ratschenschrauber für Verschraubungen, an die man mit einem großen Werkzeug nicht herankommt, die Druckluftbohrmaschine, die im Dauerbetrieb hält, wo eine elektrische heiß wird, den Meißelhammer für alles, was getrennt oder abgeschlagen werden muss, und die Ausblaspistole, die von allen am häufigsten in die Hand genommen wird. Ihr gemeinsamer Vorteil ist derselbe wie bei allen pneumatischen Werkzeugen: Sie liefern ihre Leistung ohne Unterbrechung, sie überhitzen nicht, sie bleiben bei Blockade einfach stehen, und sie halten bei ordentlicher Luftaufbereitung Jahrzehnte. Ihre gemeinsame Voraussetzung ist ebenfalls dieselbe: Ohne ausreichenden Schlauchquerschnitt, ohne passende Kupplung und ohne Filter, Regler und Öler bleibt ein erheblicher Teil der Leistung auf der Strecke. Passende Druckluftschläuche und die nötige Ausrüstung dafür finden Sie im Pneumatik-Zubehör.
Ratschenschrauber: für alles, wo der Schlagschrauber zu groß ist
Der Druckluft-Ratschenschrauber hat die Bauform einer Knarre und einen Antriebskopf, der sich flach an die Verschraubung anlegen lässt, und genau daraus ergibt sich sein Einsatzgebiet. Im Motorraum, hinter Aggregaten, unter dem Armaturenbrett, an Maschinenverkleidungen und überall dort, wo zwischen Schraube und Hindernis nur wenige Zentimeter liegen, ist er das einzige druckluftbetriebene Werkzeug, das überhaupt herankommt, während ein Schlagschrauber mit aufgesetzter Nuss nicht einmal angesetzt werden kann. Er nimmt dem Bediener außerdem die monotone Arbeit ab, viele gleichartige Verschraubungen von Hand zu drehen, was bei Wartungsarbeiten mit zwanzig oder dreißig Schrauben den Unterschied zwischen einer halben und einer ganzen Stunde ausmacht. Wichtig ist die realistische Erwartung an das Drehmoment: Ein Ratschenschrauber ist zum Lösen leicht bis mittelfest sitzender Verbindungen und zum zügigen Ein- und Ausdrehen gedacht, nicht zum Lösen festgerosteter oder mit hohem Moment angezogener Verbindungen, denn dafür fehlt ihm das Schlagwerk. Wer eine festsitzende Schraube antrifft, löst sie mit einem Schlagschrauber oder von Hand an und arbeitet erst dann mit der Druckluftratsche weiter. Die Auswahl erfolgt über den Vierkantantrieb, üblicherweise 3/8 oder 1/2 Zoll, und über die Baugröße, wobei besonders kompakte Ausführungen dort Vorteile haben, wo der Platz knapp ist, und größere Ausführungen mehr Moment liefern.
Druckluftbohrmaschinen: wo sie der elektrischen überlegen sind
Eine Druckluftbohrmaschine ist bei gleicher Leistung kleiner und leichter als eine elektrische, weil ihr Motor ohne Wicklungen, Magnete und Elektronik auskommt, und sie hat drei Eigenschaften, die im professionellen Einsatz zählen. Erstens kann sie nicht überhitzen: Bei Blockade bleibt sie stehen und läuft weiter, sobald die Blockade weg ist, während eine elektrische Maschine in derselben Situation ihre Wicklung belastet. Zweitens ist sie im Dauerbetrieb belastbar, weshalb sie in der Produktion, in der Montage und überall dort eingesetzt wird, wo über Stunden gebohrt wird. Drittens ist sie unempfindlich gegen Staub, Feuchtigkeit und rauen Umgang, weil sie keine Elektronik enthält, und in explosionsgefährdeten Bereichen ist sie ohnehin die einzige Möglichkeit. Bei der Auswahl entscheidet zuerst das Bohrfutter: Ausführungen bis zehn Millimeter sind leichter und handlicher und decken den größten Teil der Arbeiten in Blech, Kunststoff und dünnem Material ab, Ausführungen bis dreizehn Millimeter sind kräftiger und für größere Durchmesser gedacht, meist mit Zusatzhandgriff, weil dort spürbare Reaktionsmomente auftreten. Für beengte Einbaulagen gibt es Winkelausführungen, deren Antrieb quer zum Gehäuse steht und die dort arbeiten, wo eine gerade Maschine nicht angesetzt werden kann. Achten Sie zusätzlich auf die Art des Futters, denn ein Schnellspannfutter spart bei häufigem Werkzeugwechsel spürbar Zeit gegenüber einem Futter mit Schlüssel.
Meißelhammer und Druckluftschrauber
Der Meißelhammer arbeitet mit einer schnellen Folge von Schlagimpulsen auf ein eingesetztes Werkzeug und übernimmt die Arbeiten, bei denen Material getrennt, abgeschlagen oder gelöst werden muss: festsitzende Verbindungen aufbrechen, Nieten abtrennen, Schweißschlacke entfernen, Rost und Auftrag abtragen, Karosserieteile trennen. Sein Vorteil gegenüber Hammer und Meißel von Hand ist nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die gleichmäßige Schlagenergie, die eine sauberere Trennung ergibt. Wichtig ist dabei die Feder, die das eingesetzte Werkzeug hält: Sie ist das eigentliche Verschleißteil, sie geht verloren oder ermüdet, und ohne sie kann der Meißel beim Ansetzen herausfallen. Ersatzfedern sind einzeln nachkaufbar und stehen im Pneumatik-Zubehör. Der Druckluftschrauber schließlich ist das Werkzeug für Schraubarbeiten mit gleichmäßigem, nicht schlagendem Antrieb, also für alles, was mit Gefühl ein- und ausgedreht wird, und er wird vor allem in Montage und Fertigung eingesetzt. Für beide gilt derselbe Hinweis wie für alle Werkzeuge dieser Abteilung: Sie brauchen geölte Luft. Ein Schlagwerk oder ein Lamellenmotor, der trocken läuft, verliert innerhalb weniger hundert Betriebsstunden spürbar an Leistung, und dieser Verlust ist nicht umkehrbar.
Ausblaspistolen: das meistbenutzte und am wenigsten beachtete Werkzeug
Es gibt kein Druckluftwerkzeug, das häufiger in die Hand genommen wird, und keines, über dessen Auswahl weniger nachgedacht wird. Dabei unterscheiden sich die Bauformen deutlich, und die richtige Wahl spart im Alltag mehr Zeit, als der Preisunterschied vermuten lässt. Die progressive Regelung ist die wichtigste Eigenschaft und bedeutet, dass sich der Luftstrom über den Abzug stufenlos dosieren lässt, statt nur zwischen aus und voll zu wechseln. Wer schon einmal eine sortierte Kleinteileablage mit einem ungeregelten Luftstoß über die Werkbank verteilt hat, weiß, warum das zählt. Die Teleskopausführung erreicht Hohlräume, Profile und Kanäle, in die man sonst nicht hineinkommt, und ist im Karosseriebau und in der Maschinenreinigung schwer zu ersetzen. Die Ausführung mit mehreren Düsen deckt unterschiedliche Aufgaben ab, von der gebündelten Punktdüse bis zur breiten Flachstrahldüse für Flächen. Die Stiftausführung kommt in Spalten und zwischen dicht stehende Bauteile, die kompakte Taschenausführung ist für den mobilen Einsatz gedacht, und die Ausführung mit Gummidüse arbeitet, ohne empfindliche Oberflächen zu zerkratzen. Zum Umgang gehören zwei Regeln, die in jeder Unterweisung stehen und trotzdem oft übergangen werden: niemals auf Menschen richten, auch nicht zum Abblasen von Kleidung, weil eingedrungene Luft lebensgefährliche Verletzungen verursacht, und beim Ausblasen Schutzbrille tragen und auf Umstehende achten, denn weggeblasene Späne treffen auch Personen, die mehrere Meter entfernt stehen.
Häufig gestellte Fragen zu Druckluftwerkzeugen
Ratschenschrauber oder Schlagschrauber?
Der Ratschenschrauber hat die Bauform einer Knarre und kommt an Verschraubungen, an die ein Schlagschrauber mit aufgesetzter Nuss nicht heranreicht, also in den Motorraum, hinter Aggregate und unter Verkleidungen. Er ist zum Lösen leicht bis mittelfest sitzender Verbindungen und zum zügigen Ein- und Ausdrehen gedacht, hat aber kein Schlagwerk und löst deshalb keine festgerosteten oder mit hohem Moment angezogenen Verbindungen. Der Schlagschrauber übernimmt genau das, ist dafür deutlich größer. In der Praxis ergänzen sich beide, und viele Werkstätten haben von jedem eine Ausführung.
Warum eine Druckluftbohrmaschine statt einer elektrischen?
Wegen drei Eigenschaften, die im professionellen Einsatz zählen. Sie kann nicht überhitzen, denn bei Blockade bleibt sie stehen und läuft weiter, sobald die Blockade weg ist, während eine elektrische Maschine in derselben Situation ihre Wicklung belastet. Sie ist im Dauerbetrieb belastbar und deshalb in Produktion und Montage im Vorteil. Und sie ist unempfindlich gegen Staub, Feuchtigkeit und rauen Umgang, weil sie keine Elektronik enthält. Dazu kommt, dass sie bei gleicher Leistung kleiner und leichter baut. In explosionsgefährdeten Bereichen ist sie ohnehin die einzige Möglichkeit.
Bohrfutter bis 10 oder bis 13 Millimeter?
Ausführungen bis zehn Millimeter sind leichter und handlicher und decken den größten Teil der Arbeiten in Blech, Kunststoff und dünnem Material ab, was in Karosserie, Montage und Instandhaltung die Mehrzahl der Fälle ist. Ausführungen bis dreizehn Millimeter sind kräftiger, für größere Durchmesser gedacht und meist mit Zusatzhandgriff ausgestattet, weil bei größeren Bohrern spürbare Reaktionsmomente auftreten. Achten Sie zusätzlich auf die Art des Futters, denn ein Schnellspannfutter spart bei häufigem Werkzeugwechsel deutlich Zeit gegenüber einem Futter mit Schlüssel.
Was bedeutet progressiv bei einer Ausblaspistole?
Dass sich der Luftstrom über den Abzug stufenlos dosieren lässt, statt nur zwischen aus und voll zu schalten. Das klingt nach einem Detail und ist im Alltag der wichtigste Unterschied zwischen den Bauformen: Mit dosiertem Luftstrom lassen sich Späne von einem Bauteil nehmen, ohne sortierte Kleinteile über die Werkbank zu verteilen, und empfindliche Teile reinigen, ohne sie zu bewegen. Wer überwiegend Flächen und Maschinen ausbläst, kommt auch mit einer ungeregelten Ausführung zurecht, wer an der Werkbank arbeitet, wird die progressive Regelung nicht mehr hergeben wollen.
Welche Ausblaspistole für Hohlräume und enge Stellen?
Für Hohlräume, Profile und Kanäle die Teleskopausführung, deren Rohr sich ausziehen lässt und die damit Bereiche erreicht, in die man mit einer normalen Pistole nicht hineinkommt, was im Karosseriebau und bei der Maschinenreinigung regelmäßig gebraucht wird. Für schmale Spalten und für Arbeiten zwischen dicht stehenden Bauteilen ist die Stiftausführung richtig, weil ihr Auslass sehr schlank baut. Wer wechselnde Aufgaben hat, ist mit einer Ausführung mit mehreren Düsen gut bedient, weil sich Punkt- und Flachstrahldüse ohne Werkzeug tauschen lassen.
Wofür brauche ich einen Meißelhammer?
Für alles, was getrennt, abgeschlagen oder gelöst werden muss: festsitzende Verbindungen aufbrechen, Nieten abtrennen, Schweißschlacke entfernen, Rost und Auftrag abtragen und Karosserieteile trennen. Gegenüber Hammer und Meißel von Hand liefert er nicht nur Geschwindigkeit, sondern auch eine gleichmäßige Schlagenergie, was eine sauberere Trennung ergibt. Achten Sie auf die Haltefeder, die das eingesetzte Werkzeug sichert: Sie ist das eigentliche Verschleißteil, geht verloren oder ermüdet, und ohne sie kann der Meißel beim Ansetzen herausfallen. Ersatzfedern sind einzeln nachkaufbar.
Warum brauchen diese Werkzeuge geölte Luft?
Weil im Inneren ein Lamellenmotor oder ein Schlagwerk arbeitet, dessen bewegte Teile ohne Schmierfilm aufeinander laufen. Ein Werkzeug, das trockene Luft bekommt, funktioniert zunächst einwandfrei und verliert über einige hundert Betriebsstunden spürbar an Leistung, und dieser Verlust ist nicht umkehrbar. Dazu kommen Wasser und Partikel aus dem Kompressor, die Korrosion und Verschleiß beschleunigen. Filter, Druckregler und Öler in der Zuleitung lösen alle drei Probleme, und wo keine feste Wartungseinheit vorhanden ist, helfen Minianbauteile direkt vor dem Werkzeug.
Worauf muss ich beim Ausblasen aus Sicherheitsgründen achten?
Auf zwei Regeln, die in jeder Unterweisung stehen und trotzdem oft übergangen werden. Erstens: niemals Druckluft auf Menschen richten, auch nicht zum Abblasen von Kleidung, denn Luft, die über eine Hautverletzung oder eine Körperöffnung in den Körper gelangt, verursacht lebensgefährliche Verletzungen, und die dafür nötigen Drücke liegen weit unter dem, was jeder Werkstattkompressor liefert. Zweitens: Schutzbrille tragen und auf Umstehende achten, denn weggeblasene Späne und Partikel treffen mit erheblicher Geschwindigkeit auch Personen, die mehrere Meter entfernt stehen und nicht damit rechnen.
Progressive Ausblaspistole BETA 1949BC
Teleskop-Ausblaspistole Progressiv BETA 1949T
Mini-Ausblaspistole Progressiv BETA 1949P
Ausblaspistole mit 5 Düsen BETA 1949U5
Ausblaspistole Progressiv BETA 1949F2
Progressive Stiftblaspistole BETA 1949XS
Baby-Ratschenschrauber BETA 1921B1
Ratschenschrauber Kompakte BETA 1921M1
Ratschenschrauber Kompakte BETA 1921M2
Schlag Umschaltknarre BETA 1922P3
Druckluft-Dreherschrauber BETA 1935F
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1931CD6
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1931CD10
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1932B10
Winkelbohrmaschine BETA 1931AN10
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1931CD13
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1932RS13
Bohrmaschine Rechts-Linkslauf BETA 1932B13