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Kreuzschlitzschrauben mit Phillips-Profil begegnen einem überall, vom Fahrzeuginnenraum über Elektrogeräte bis zu Gehäusen und Verkleidungen. Wer sie mit dem Schraubendreher löst, kommt schnell an eine Grenze: Sobald mehr Drehmoment nötig ist oder eine Schraube festsitzt, drückt das Profil den Schraubendreher konstruktionsbedingt aus dem Schraubenkopf heraus. Steckschlüsseleinsätze mit Phillips-Spitze lösen dieses Problem, weil sie an Knarre, Verlängerung und Drehmomentschlüssel laufen und die Kraft dadurch sauber geführt in die Schraube bringen. In dieser Kategorie finden Sie Kreuzschlitz-Einsätze von BETA in den Größen PH1 bis PH4 für Antriebe von 1/4 bis 1/2 Zoll, einzeln, im Satz und in langer Ausführung.
Phillips oder Pozidriv: der teuerste Verwechslungsfehler
Beide Systeme sehen auf den ersten Blick gleich aus, beide haben ein Kreuz, und beide sind nicht austauschbar. Der Unterschied liegt in der Geometrie der Flanken. Das Phillips-Profil, gekennzeichnet mit PH, hat abgerundete Flanken und wurde ursprünglich bewusst so konstruiert, dass der Schraubendreher bei zu hohem Moment herausrutscht, um die Schraube vor Überdrehen zu schützen. Das Pozidriv-Profil, gekennzeichnet mit PZ, hat zusätzliche kleine Rippen zwischen den Hauptflanken und steilere Flanken, die genau das verhindern und deshalb deutlich mehr Drehmoment übertragen.
Erkennen lässt sich der Unterschied an der Schraube: Ein Pozidriv-Kopf zeigt vier zusätzliche feine Striche zwischen den Kreuzarmen, ein Phillips-Kopf hat nur das einfache Kreuz. Wer einen PH-Einsatz in eine PZ-Schraube setzt, hat nur an wenigen Punkten Kontakt, das Werkzeug rutscht durch und rundet den Kopf aus. Umgekehrt sitzt ein PZ-Einsatz in einer PH-Schraube zu locker und tut dasselbe. Ein Blick auf den Schraubenkopf vor dem Ansetzen spart deshalb regelmäßig eine ausgebohrte Schraube. Die Pozidriv-Ausführungen finden Sie in der Kategorie Pozidriv.
Größen, Antriebe und Sätze
Phillips-Einsätze werden in vier Größen geführt, von PH1 für kleine Schrauben in Elektronik und Feinmechanik über PH2 als mit Abstand häufigste Größe im Fahrzeug- und Möbelbau bis zu PH3 und PH4 für große Verbindungen im Maschinen- und Anlagenbau. Der häufigste Fehler ist, alles mit PH2 machen zu wollen: In einer PH1-Schraube sitzt PH2 zu groß und trägt nur an den Außenkanten, in einer PH3-Schraube sitzt PH2 zu klein und dreht durch. Beide Fälle enden mit einem beschädigten Kopf, und beide sind vermeidbar, wenn alle vier Größen greifbar sind.
Beim Antrieb gilt dieselbe Logik wie im übrigen Steckschlüsselprogramm: 1/4 Zoll für kleine Schrauben und beengte Stellen, 3/8 Zoll für den mittleren Bereich, 1/2 Zoll dort, wo mehr Moment übertragen wird. Sätze mit vier Einsätzen decken den kompletten Größenbereich in einem Antrieb ab, längere Ausführungen erreichen versenkte Schrauben, und für Werkstätten, die den gesamten Bereich abdecken wollen, gibt es Kombinationssätze mit allen gängigen Profilen. Die passenden Knarren und Verlängerungen finden Sie unter Steckgriffe, weitere Profile unter Torx und Innensechskant.
Häufig gestellte Fragen zu Kreuzschlitz-Einsätzen
Was ist der Unterschied zwischen Phillips und Pozidriv?
Das Phillips-Profil (PH) hat abgerundete Flanken und wurde bewusst so konstruiert, dass das Werkzeug bei zu hohem Moment herausrutscht. Pozidriv (PZ) hat steilere Flanken und zusätzliche kleine Rippen zwischen den Kreuzarmen, überträgt dadurch mehr Drehmoment und rutscht nicht heraus. Die Systeme sind nicht austauschbar.
Woran erkenne ich, ob eine Schraube PH oder PZ ist?
Am Schraubenkopf: Ein Pozidriv-Kopf zeigt vier zusätzliche feine Striche zwischen den Kreuzarmen, ein Phillips-Kopf hat nur das einfache Kreuz. Ein Blick vor dem Ansetzen spart regelmäßig eine ausgebohrte Schraube.
Welche Phillips-Größen gibt es?
PH1 für kleine Schrauben in Elektronik und Feinmechanik, PH2 als mit Abstand häufigste Größe im Fahrzeug- und Möbelbau, PH3 und PH4 für große Verbindungen im Maschinen- und Anlagenbau. Alle vier Größen führen wir für die Antriebe 1/4, 3/8 und 1/2 Zoll.
Kann man alles mit PH2 machen?
Nein, und das ist der häufigste Fehler. In einer PH1-Schraube sitzt PH2 zu groß und trägt nur an den Außenkanten, in einer PH3-Schraube sitzt PH2 zu klein und dreht durch. Beide Fälle enden mit einem beschädigten Schraubenkopf.
Warum einen Steckschlüsseleinsatz statt eines Schraubendrehers?
Weil sich der Einsatz an Knarre, Verlängerung und Drehmomentschlüssel betreiben lässt. Das bringt mehr Hebel, erlaubt definierte Anzugsmomente und führt die Kraft sauber in die Schraube, statt sie über das Handgelenk zu übertragen.
Warum rutscht der Kreuzschlitz so leicht heraus?
Das ist beim Phillips-Profil konstruktionsbedingt. Die abgerundeten Flanken erzeugen unter Last eine Axialkraft, die das Werkzeug aus dem Schraubenkopf drückt. Ursprünglich war das ein Schutz vor Überdrehen, heute ist es meist ein Nachteil, weshalb im Fahrzeugbau zunehmend Torx verwendet wird.
Wofür sind lange Kreuzschlitz-Einsätze?
Für versenkte Schrauben, die tief in einer Bohrung oder hinter einer Verkleidung sitzen. Kurze Einsätze erreichen diese Schrauben nicht, und eine Verlängerung zwischen Knarre und Einsatz bringt zusätzliches Spiel, das beim Kreuzschlitz das Herausrutschen begünstigt.
Schraubendrehereinsätze PH BETA 910PH/1
Schraubendrehereinsätze PH BETA 920PH/1
Satz Schraubendrehereinsätze BETA 900PH/SB4
Satz Schraubendrehereinsätze BETA 910PH/SB4
Schraubendrehereinsätze PH BETA 920LH/SB7
Satz Schraubendrehereinsätze BETA 920PH/SB4
Sortiment 28-Teilig BETA 902A/C22