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Eine Feile ist das einfachste Werkzeug in der Werkstatt und das mit den meisten Varianten. Der Grund ist, dass drei Eigenschaften unabhängig voneinander gewählt werden: die Form bestimmt, wo die Feile hinkommt, der Hieb bestimmt, wie viel sie abträgt, und die Länge bestimmt beides mit. Aus diesen drei Größen ergeben sich Dutzende Kombinationen, und deshalb hat jede Werkstatt mehrere Feilen und nicht eine. In diesem Bereich finden Sie Feilen von BETA ab 7,61 Euro in allen gängigen Formen, dazu Nadelfeilen für Feinarbeit, Raspeln für Holz und Feilensätze.
Wie unterscheiden sich die Formen einer Feile?
Die Form entscheidet darüber, an welche Stelle die Feile überhaupt kommt, und das ist bei dieser Werkzeuggruppe das erste Auswahlkriterium. Die Flachfeile ist die vielseitigste: Sie bearbeitet Flächen, Außenkanten und breite Nuten, und sie ist die Feile, die man am häufigsten in der Hand hat. Die Rundfeile ist das Werkzeug für Bohrungen, für das Aufweiten von Löchern und für Innenradien, weil nur sie einer runden Kontur folgt.
Die Halbrundfeile kombiniert beides: Eine Seite ist flach, die andere gewölbt, sodass sie Flächen und Radien mit einem Werkzeug bearbeitet, und sie ist deshalb die sinnvollste einzelne Feile, wenn nur eine gekauft werden soll. Die Dreikantfeile arbeitet in Innenecken und in Nuten mit spitzem Grund, wo eine flache Feile mit ihrer Breite anstößt. Und die Vierkantfeile ist für rechteckige Ausschnitte und Nuten gedacht, wo alle vier Wände bearbeitet werden müssen.
Was bedeutet der Hieb einer Feile?
Der Hieb ist die Grobheit der Zahnung, und er entscheidet über Abtrag und Oberflächenqualität, die gegenläufig zueinander stehen. Ein grober Hieb trägt schnell ab und hinterlässt eine raue Fläche mit tiefen Riefen. Ein feiner Hieb arbeitet langsam und hinterlässt eine glatte Fläche. Dazwischen liegt der halbschlichte Hieb, der für den größten Teil der Werkstattarbeit die richtige Wahl ist.
Genormt wird der Hieb mit Nummern von 1 bis 5, wobei 1 grob und 5 sehr fein ist, und in der Praxis arbeitet man wie beim Schleifen in Stufen: erst grob zum Abtragen, dann feiner zum Glätten. Der häufigste Fehler ist auch hier das Überspringen: Wer mit grobem Hieb arbeitet und danach direkt polieren will, bekommt eine glänzende Fläche mit sichtbaren Riefen darunter, weil die tiefen Riefen des groben Hiebs nicht entfernt, sondern nur geglättet wurden. Für den Feinschliff nach dem Feilen finden Sie Schleifmittel unter Schleifpapier und Zubehör.
Welche Länge sollte eine Feile haben?
Die Länge wirkt auf zwei Dinge gleichzeitig, und sie gehen gegeneinander. Eine längere Feile trägt pro Zug mehr Material ab, weil mehr Zähne im Schnitt sind, und sie lässt sich gerader führen, weil sie sich an der Fläche selbst ausrichtet. Für größere Flächen ist sie deshalb nicht nur schneller, sondern auch genauer.
Eine kürzere Feile kommt dagegen in Positionen, in die eine lange nicht passt, und lässt sich kontrollierter führen, wenn nur wenig abgenommen werden soll. Als Orientierung gilt: Für Flächen und Kanten an größeren Werkstücken 250 bis 300 Millimeter, für allgemeine Arbeit 200 Millimeter, für Feinarbeit und enge Stellen kürzer. Und für Arbeiten, bei denen es um Zehntel geht, gibt es Nadelfeilen: sehr kleine Feilen mit durchgehendem Griff, die im Werkzeug- und Formenbau, an Elektronik, an Schlüsseln und Schlössern eingesetzt werden.
Warum feilt eine Feile nur in einer Richtung?
Weil die Zähne einer Feile schräg nach vorn stehen und nur beim Vorwärtszug schneiden. Beim Zurückziehen tun sie nichts, und das ist keine Unvollkommenheit, sondern der Punkt, an dem die meisten Feilen kaputtgehen: Wer die Feile beim Zurückziehen auf dem Werkstück lässt und dabei drückt, schiebt die Zähne gegen ihre Schneidrichtung, und sie brechen aus.
Die richtige Bewegung ist deshalb: beim Vorwärtszug drücken, beim Zurückziehen abheben oder zumindest den Druck vollständig wegnehmen. Zwei weitere Gewohnheiten verlängern die Standzeit erheblich. Erstens: die ganze Länge nutzen, statt immer auf derselben Stelle zu arbeiten, weil eine punktuell abgenutzte Feile eine unebene Fläche erzeugt. Zweitens: Feilen nicht aufeinander legen, weil sich die Zähne gegenseitig abstumpfen. Ein Einsatz in Schublade oder Werkzeugwagen mit einzelnen Fächern ist deshalb kein Ordnungsdetail, sondern Werkzeugschutz. Passende Einlagen finden Sie unter Werkzeugwagen Zubehör.
Warum schneidet meine Feile nicht mehr?
In den meisten Fällen ist sie nicht stumpf, sondern zugesetzt. Beim Feilen bleiben Späne zwischen den Zähnen stecken, und dieses Zusetzen heißt im Fachjargon Schmieren. Eine zugesetzte Feile trägt nicht mehr ab, sondern rutscht über die Fläche, und die eingeklemmten Späne ziehen dabei Riefen in das Werkstück, was besonders bei weichen Werkstoffen sichtbar wird.
Betroffen sind vor allem Aluminium, Kupfer, Messing und Kunststoff, weil sie weich sind und in den Zähnen kleben bleiben. Die Lösung ist eine Feilenbürste, deren Drahtborsten in Hiebrichtung durch die Zahnung gezogen werden, und zwar regelmäßig während der Arbeit und nicht erst am Ende. Bei Aluminium hilft zusätzlich, die Feile vorher mit Kreide einzureiben: Die Kreide füllt die Zahngründe und verhindert, dass das Material festklebt. Feilenbürsten und Ersatzgriffe finden Sie unter Ersatzteile für Universalwerkzeuge.
Was ist der Unterschied zwischen Feile und Raspel?
Eine Raspel hat keine Zahnung, sondern einzeln herausgearbeitete Zähne, die deutlich größer und weiter auseinander stehen. Dadurch trägt sie viel schneller ab, hinterlässt aber eine sehr raue Fläche, und die großen Spanräume zwischen den Zähnen verhindern, dass sie sich zusetzt.
Genau diese Eigenschaften machen sie zum Werkzeug für Holz und weiche Werkstoffe, und sie machen sie in Metall unbrauchbar: In Stahl greifen die groben Zähne nicht, sie rutschen oder brechen aus. Umgekehrt setzt sich eine feine Metallfeile in Holz nach wenigen Zügen vollständig zu. Beide Werkzeuge sehen sich auf den ersten Blick ähnlich und sind nicht gegeneinander austauschbar, also prüfen Sie vor dem Kauf, welches Material Sie bearbeiten.
Warum gehört zu jeder Feile ein Griff?
Weil der Feilenzapfen spitz und unbearbeitet ist. Er ist der Teil, der im Griff steckt, und er ist absichtlich nicht abgerundet, damit er im Holz hält. Wenn die Feile im Werkstück hakt, was bei kräftigem Zug regelmäßig passiert, schiebt sich dieser Zapfen in die Handfläche, und das ist eine Stichverletzung.
Deshalb gilt ohne Ausnahme: keine Feile ohne Griff benutzen, auch nicht kurz, auch nicht für einen Zug. Ein Ersatzgriff kostet wenige Euro, und Griffe sind Verschleißteile: Holz reißt mit der Zeit, und ein gerissener Griff sitzt nicht mehr fest. Nadelfeilen sind davon ausgenommen, weil sie einen durchgehenden runden Griff aus einem Stück haben. Weitere Werkzeuge für die Metallbearbeitung finden Sie unter Universalwerkzeuge und Schneidwerkzeuge.
Häufig gestellte Fragen zu Feilen
Welche Feilenform brauche ich?
Die Flachfeile für Flächen, Außenkanten und breite Nuten, die Rundfeile für Bohrungen und Innenradien, die Dreikantfeile für Innenecken und spitze Nuten, die Vierkantfeile für rechteckige Ausschnitte. Wenn Sie nur eine kaufen, nehmen Sie die Halbrundfeile: Eine Seite ist flach, die andere gewölbt, sodass sie Flächen und Radien mit einem Werkzeug bearbeitet.
Was bedeutet der Hieb einer Feile?
Der Hieb ist die Grobheit der Zahnung und bestimmt Abtrag und Oberfläche, die gegenläufig zueinander stehen: Grob trägt schnell ab und hinterlässt raue Riefen, fein arbeitet langsam und glatt. Genormt wird er mit Nummern von 1 bis 5, wobei 1 grob und 5 sehr fein ist. Halbschlicht ist für den größten Teil der Werkstattarbeit richtig.
Welche Länge sollte eine Feile haben?
Für Flächen und Kanten an größeren Werkstücken 250 bis 300 Millimeter, für allgemeine Arbeit 200 Millimeter, für Feinarbeit und enge Stellen kürzer. Eine längere Feile trägt pro Zug mehr ab und lässt sich gerader führen, weil sie sich an der Fläche ausrichtet, eine kürzere kommt dafür in Positionen, in die eine lange nicht passt.
Warum schneidet eine Feile nur in einer Richtung?
Weil die Zähne schräg nach vorn stehen und nur beim Vorwärtszug schneiden. Beim Zurückziehen tun sie nichts, und wer dabei drückt, schiebt die Zähne gegen ihre Schneidrichtung, sodass sie ausbrechen. Richtig ist: beim Vorwärtszug drücken, beim Zurückziehen abheben oder den Druck vollständig wegnehmen.
Warum schneidet meine Feile nicht mehr?
Meist ist sie nicht stumpf, sondern zugesetzt: Späne stecken zwischen den Zähnen, und die Feile rutscht über die Fläche statt abzutragen. Die eingeklemmten Späne ziehen dabei Riefen ins Werkstück. Betroffen sind vor allem Aluminium, Kupfer, Messing und Kunststoff, weil sie weich sind und in den Zähnen kleben bleiben.
Wie reinige ich eine zugesetzte Feile?
Mit einer Feilenbürste, deren Drahtborsten in Hiebrichtung durch die Zahnung gezogen werden, und zwar regelmäßig während der Arbeit und nicht erst am Ende. Bei Aluminium hilft zusätzlich, die Feile vorher mit Kreide einzureiben: Die Kreide füllt die Zahngründe und verhindert, dass das Material festklebt.
Warum sollen Feilen nicht aufeinander liegen?
Weil sich die Zähne gegenseitig abstumpfen. Ein Einsatz mit einzelnen Fächern in Schublade oder Werkzeugwagen ist deshalb kein Ordnungsdetail, sondern Werkzeugschutz. Nutzen Sie außerdem die ganze Feilenlänge, statt immer auf derselben Stelle zu arbeiten, weil eine punktuell abgenutzte Feile eine unebene Fläche erzeugt.
Was ist der Unterschied zwischen Feile und Raspel?
Eine Raspel hat einzeln herausgearbeitete Zähne, die größer und weiter auseinander stehen. Sie trägt viel schneller ab, hinterlässt eine sehr raue Fläche und setzt sich nicht zu. Damit ist sie das Werkzeug für Holz und weiche Werkstoffe und in Metall unbrauchbar, weil die groben Zähne dort nicht greifen. Umgekehrt setzt sich eine Metallfeile in Holz nach wenigen Zügen zu.
Wofür brauche ich Nadelfeilen?
Für Arbeiten, bei denen es um Zehntelmillimeter geht: Werkzeug- und Formenbau, Elektronik, Schlüssel und Schlösser, Nacharbeit an kleinen Bauteilen. Es sind sehr kleine Feilen mit durchgehendem runden Griff aus einem Stück, weshalb bei ihnen kein separater Feilengriff nötig ist.
Warum darf ich eine Feile nie ohne Griff benutzen?
Weil der Feilenzapfen spitz und absichtlich unbearbeitet ist, damit er im Holzgriff hält. Wenn die Feile im Werkstück hakt, was bei kräftigem Zug regelmäßig passiert, schiebt sich dieser Zapfen in die Handfläche. Griffe sind außerdem Verschleißteile: Holz reißt mit der Zeit, und ein gerissener Griff sitzt nicht mehr fest.
Vierkantfeilen Grob BETA 1718D6/Q