Betonbohrer

Betonbohrer

In Beton wird nicht geschnitten, sondern zerkleinert, und das ist der Grund, warum ein Metallbohrer dort nach wenigen Sekunden stumpf ist. Ein Betonbohrer arbeitet mit einer aufgelöteten Hartmetallschneide, die das Material unter der Schlagenergie des Bohrhammers zertrümmert, während die Spiralnuten den Bohrstaub nach außen fördern. In diesem Bereich finden Sie Betonbohrer von BETA ab 3,50 Euro: mit Zylinderschaft für die Schlagbohrmaschine und mit SDS-plus-Schaft für den Bohrhammer, einzeln und im Satz, dazu Ausführungen mit vier Schneiden.

Zylinderschaft oder SDS-plus: die wichtigste Entscheidung

Diese Angabe entscheidet, ob das Werkzeug überhaupt in Ihre Maschine passt, und sie ist nicht verhandelbar. Ein Zylinderschaft ist ein glatter Rundschaft und wird in ein normales Bohrfutter gespannt, also in eine Bohrmaschine oder Schlagbohrmaschine. Das Bohrfutter hält durch Klemmkraft, und die Maschine erzeugt ihre Schlagwirkung dadurch, dass zwei geriffelte Scheiben übereinander rasten, während Sie drücken.

Ein SDS-plus-Schaft hat Längsnuten und Vertiefungen und wird in einen Bohrhammer gesteckt, wo er einrastet und axial beweglich bleibt. Genau diese Beweglichkeit ist der Punkt: Im Bohrhammer erzeugt ein Schlagwerk die Schlagenergie und überträgt sie direkt auf den Bohrer, und diese Energie ist um ein Vielfaches höher als bei einer Schlagbohrmaschine. Deshalb ist der Bohrhammer in Beton nicht schneller, sondern der Unterschied zwischen möglich und nicht möglich, sobald es um harten Beton oder um größere Durchmesser geht. Die beiden Systeme sind nicht kompatibel: Ein SDS-Bohrer hält in keinem Bohrfutter, und ein Zylinderschaft rastet in keinem Bohrhammer ein. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung, welche Maschine Sie haben.

Wann der Schlag ausgeschaltet werden muss

Dies ist die wichtigste praktische Information auf dieser Seite, weil sie über beschädigtes Material entscheidet. In Beton, Betonstein und Naturstein arbeiten Sie mit Schlag, denn ohne ihn kommen Sie nicht voran. In Vollziegel ebenfalls, meist mit reduzierter Leistung.

Bei Hohlblocksteinen, Porenbeton, Gasbeton und Hohlkammerziegeln ist es umgekehrt: Der Schlag zerstört die dünnen Innenwände, das Bohrloch bricht innen aus, und danach hält dort kein Dübel mehr, weil er sich in einem ausgebrochenen Hohlraum nicht verspreizen kann. Bohren Sie diese Materialien im Drehgang ohne Schlag. Bei Fliesen und Naturstein mit Glasur gilt dasselbe, und zusätzlich muss die Glasur zuerst durchbohrt werden, bevor überhaupt Druck aufgebaut wird: Ein Schlag auf eine intakte Glasur springt ab und reißt sie sternförmig auf. Wenn Sie nicht wissen, was hinter dem Putz sitzt, beginnen Sie ohne Schlag und schalten ihn erst zu, wenn Sie merken, dass es nicht vorangeht.

Warum vier Schneiden besser führen als zwei

Die klassische Bauart hat eine Hartmetallplatte mit zwei Schneiden, quer über die Bohrerspitze gelötet. Sie funktioniert gut in homogenem Material, hat aber eine Schwäche: Trifft eine der beiden Schneiden auf einen harten Einschluss, also auf Kies im Beton oder auf einen Bewehrungsstahl, dann wird der Bohrer einseitig abgelenkt und läuft schräg weiter.

Eine Ausführung mit vier Schneiden hat mehr Kontaktpunkte am Umfang und wird dadurch von einem einzelnen Einschluss nicht aus der Bahn gebracht. Das hat drei praktische Folgen: Das Bohrloch bleibt rund, statt oval zu werden, es läuft nicht schräg, und der Bohrer zentriert sich beim Ansetzen leichter. Bei Dübelbohrungen ist das kein kosmetischer Unterschied, denn ein Dübel überträgt seine Last über die Reibung an der Bohrlochwand: In einem ovalen oder ausgefransten Loch liegt er nur an zwei Stellen an, und die Auszugskraft sinkt entsprechend. Wo Lasten hängen, lohnt die bessere Ausführung deshalb doppelt.

Durchmesser, Länge und Bohrstaub

Beim Durchmesser richtet sich alles nach dem Dübel: Der Bohrer muss genau die vom Dübelhersteller angegebene Größe haben, und zwar nicht die nächstgrößere. Ein Loch, das nur einen halben Millimeter zu groß ist, nimmt dem Dübel einen erheblichen Teil seiner Haltekraft. Bei der Länge rechnen Sie die Dübellänge plus Reserve, denn ein Loch, das exakt so tief ist wie der Dübel, lässt sich nicht vollständig ausblasen und der Dübel sitzt dann auf Bohrmehl auf.

Damit zum letzten und am häufigsten übersprungenen Schritt: Das Bohrloch muss vor dem Setzen des Dübels sauber sein. Bohrmehl im Loch wirkt wie ein Gleitmittel zwischen Dübel und Wand und ist eine der häufigsten Ursachen dafür, dass ein Dübel sich unter Last herausdreht. Ausblasen oder aussaugen ist deshalb Teil der Arbeit, besonders bei Verbundankern, wo der Kleber sonst nicht auf dem Beton haftet, sondern auf Staub. Bohrer für Metall finden Sie unter HSS-Metallbohrer, eine Übersicht über alle Bohrwerkzeuge unter Bohrwerkzeuge.

Einzelbohrer oder Satz

Ein Satz deckt die gängigen Dübelgrößen ab und ist beim Ausstatten die günstigere Rechnung. Nachkaufen werden Sie in der Praxis fast ausschließlich die Größen, die zu den Dübeln passen, die Sie verwenden, und das sind meistens zwei oder drei. Bei Betonbohrern kommt ein zweiter Grund zum Nachkaufen dazu, den es bei Metallbohrern nicht gibt: Sie verschleißen sichtbar an der Hartmetallschneide, und ein abgerundeter Bohrer bohrt nicht langsamer, sondern erzeugt Wärme und zerstört sich selbst.

Ein stumpfer Betonbohrer ist leicht zu erkennen: Die Schneidkanten sind gerundet statt scharf, der Bohrer kommt trotz gleichem Druck deutlich langsamer voran, und die Bohrmehlfarbe wird dunkler, weil Wärme entsteht. Nachschleifen ist bei Hartmetall möglich, aber nur mit einer geeigneten Scheibe und mit Sorgfalt, weil ein falsch geschliffener Winkel den Bohrer schlechter macht als vorher. In den meisten Betrieben ist Ersatz die wirtschaftlichere Entscheidung. Weiteres Werkzeug für Arbeiten am Bau finden Sie unter Universalwerkzeuge und Schlagwerkzeuge.

Häufig gestellte Fragen zu Betonbohrern

Was ist der Unterschied zwischen Zylinderschaft und SDS-plus?

Der Zylinderschaft ist ein glatter Rundschaft für das Bohrfutter einer Bohr- oder Schlagbohrmaschine. Der SDS-plus-Schaft hat Längsnuten, rastet im Bohrhammer ein und bleibt axial beweglich, damit das Schlagwerk seine Energie direkt auf den Bohrer überträgt. Die Systeme sind nicht kompatibel: Ein SDS-Bohrer hält in keinem Bohrfutter.

Brauche ich einen Bohrhammer oder reicht eine Schlagbohrmaschine?

Für kleine Durchmesser in Ziegel und weichem Mauerwerk reicht eine Schlagbohrmaschine. In hartem Beton und bei größeren Durchmessern ist der Bohrhammer nicht nur schneller, sondern der Unterschied zwischen möglich und nicht möglich, weil sein Schlagwerk eine um ein Vielfaches höhere Schlagenergie erzeugt.

Wann muss ich den Schlag ausschalten?

Bei Hohlblocksteinen, Porenbeton, Gasbeton und Hohlkammerziegeln, weil der Schlag die dünnen Innenwände zerstört und das Bohrloch innen ausbricht, sodass kein Dübel mehr hält. Ebenso bei Fliesen und glasiertem Naturstein. Wenn Sie nicht wissen, was hinter dem Putz sitzt, beginnen Sie ohne Schlag.

Wie bohre ich in Fliesen, ohne sie zu beschädigen?

Ohne Schlag und mit wenig Druck, bis die Glasur durchbohrt ist, und erst danach normal weiterarbeiten. Ein Schlag auf eine intakte Glasur springt ab und reißt sie sternförmig auf. Erst wenn die Glasur durchbrochen ist, kann bei Bedarf im Untergrund mit Schlag gearbeitet werden.

Warum sind vier Schneiden besser als zwei?

Weil mehr Kontaktpunkte am Umfang verhindern, dass ein harter Einschluss wie Kies oder Bewehrungsstahl den Bohrer einseitig ablenkt. Das Bohrloch bleibt dadurch rund statt oval, läuft nicht schräg, und der Bohrer zentriert sich beim Ansetzen leichter.

Welchen Durchmesser brauche ich für meinen Dübel?

Genau den, den der Dübelhersteller angibt, und nicht den nächstgrößeren. Ein Loch, das nur einen halben Millimeter zu groß ist, nimmt dem Dübel einen erheblichen Teil seiner Haltekraft, weil er seine Last über die Reibung an der Bohrlochwand überträgt.

Warum hält mein Dübel nicht?

Eine der häufigsten Ursachen ist Bohrmehl im Loch: Es wirkt wie ein Gleitmittel zwischen Dübel und Wand. Ausblasen oder aussaugen gehört deshalb zur Arbeit, besonders bei Verbundankern, wo der Kleber sonst nicht auf dem Beton haftet, sondern auf Staub. Bohren Sie außerdem etwas tiefer als die Dübellänge, damit sich das Loch überhaupt reinigen lässt.

Woran erkenne ich einen stumpfen Betonbohrer?

Die Schneidkanten sind gerundet statt scharf, der Bohrer kommt bei gleichem Druck deutlich langsamer voran, und das Bohrmehl wird dunkler, weil Wärme entsteht. Ein stumpfer Betonbohrer bohrt nicht einfach langsamer, er erzeugt Hitze und zerstört sich selbst.

Kann ich einen Betonbohrer nachschleifen?

Grundsätzlich ja, aber nur mit einer für Hartmetall geeigneten Scheibe und mit Sorgfalt, weil ein falsch geschliffener Winkel den Bohrer schlechter macht als vorher. In den meisten Betrieben ist Ersatz die wirtschaftlichere Entscheidung, weil die Arbeitszeit den Bohrerpreis übersteigt.

Kann ich mit einem Betonbohrer Metall bohren?

Nein. Ein Betonbohrer zerkleinert das Material mit einer Hartmetallschneide unter Schlagenergie, er schneidet nicht. In Metall schmiert er nur, erzeugt Wärme und beschädigt die Schneide. Umgekehrt gilt dasselbe: Ein HSS-Metallbohrer ist in Beton nach wenigen Sekunden stumpf.

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