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Jede dichte Rohrverbindung beginnt mit einem rechtwinkligen Schnitt, und das ist keine Floskel, sondern der Punkt, an dem sich später entscheidet, ob es tropft. Bei einer Press- oder Steckverbindung liegt der Dichtring auf der Schnittfläche auf. Ist diese schräg, ist der Anpressdruck ungleichmäßig, und die Verbindung hält im Druckversuch und gibt nach zwei Jahren nach. Ein Rohrschneider trennt das Rohr durch fortschreitendes Einschneiden mit einem Rad, das um das Rohr geführt wird, und liefert deshalb einen Schnitt, den keine Säge und keine Flex erreicht. In dieser Kategorie finden Sie Rohrschneider von BETA für Kupfer, Stahl, Edelstahl, Kunststoff und Mehrschichtrohre im Durchmesserbereich von 3 bis 67 mm, ab 19,98 Euro, mit Ersatzschneidrädchen und Ersatzklingen.
Welcher Rohrschneider zu welchem Material
Für Kupferrohr gibt es die größte Auswahl, weil es im Sanitär- und Heizungsbau am häufigsten verarbeitet wird. Der Minirohrschneider für 3 bis 16 mm ist das Werkzeug für beengte Einbaulagen, etwa hinter Heizkörpern und in Vorwandinstallationen, wo für eine volle Umdrehung schlicht kein Platz ist. Der Standardschneider für 3 bis 30 mm deckt den größten Teil der Hausinstallation ab. Der C-förmige Schneider für 15 bis 22 mm ist für Rohre gedacht, die bereits verlegt sind und die man von der Seite anfahren muss, und die Ausführung mit Ratschenmechanismus arbeitet dort, wo nicht einmal eine halbe Umdrehung möglich ist.
Für größere Durchmesser gibt es Schneider mit Teleskopvorschub, die den Bereich bis 38 beziehungsweise 67 mm abdecken. Der Vorschub erlaubt es, das Schneidrad in kontrollierten Schritten zuzustellen, statt es mit jeder Umdrehung tiefer zu drücken, was bei größeren Wandstärken der Unterschied zwischen einem sauberen Schnitt und einem verformten Rohrende ist. Stahlrohr verlangt ein eigenes Werkzeug: Der Schneider für 10 bis 60 mm ist deutlich massiver ausgeführt, weil Stahl mehr Anpresskraft braucht und ein Werkzeug für Kupfer daran nachgibt.
Kunststoff- und Mehrschichtrohre werden nicht mit einem Schneidrad getrennt, sondern mit einer Rohrschere geschnitten. Der Unterschied ist wesentlich: Ein Schneidrad würde das weiche Material verdrängen statt es zu trennen und dabei den Querschnitt zusammendrücken. Die Schere durchtrennt es in einem Zug glatt. Die Modelle mit Rücklaufsperre halten den erreichten Schnittfortschritt zwischen zwei Handbewegungen fest, sodass Sie größere Querschnitte in mehreren Zügen durchtrennen, ohne dass die Klinge zurückspringt. Das ist bei dickwandigen Rohren und bei Arbeiten über Kopf der entscheidende Komfort.
Edelstahl braucht ein eigenes Schneidrad
Ein Punkt, der in der Praxis regelmäßig Schäden verursacht: Ein Schneidrad für Kupfer gehört nicht an ein Edelstahlrohr. Zwei Gründe. Erstens wird das Rad stumpf, weil Edelstahl deutlich härter ist, und ein stumpfes Rad quetscht statt zu schneiden. Zweitens, und das wiegt schwerer, überträgt es Partikel aus unlegiertem Stahl auf die Edelstahloberfläche. Diese Fremdrostpartikel sitzen in der Schnittkante, durchbrechen die Passivschicht und lösen dort Korrosion aus, wo eigentlich nichts rosten sollte. Für Edelstahl gibt es deshalb ein eigenes Schneidrad, das im Sortiment als Ersatzteil geführt wird.
Schneidräder sind Verschleißteile
Das Schneidrad ist der Teil des Werkzeugs, der arbeitet, und es nutzt sich ab. Woran Sie das merken: Der Schnitt braucht mehr Umdrehungen als früher, das Rohrende ist nicht mehr sauber getrennt, sondern leicht nach innen verformt, und der Grat wird größer statt kleiner. Als Faustregel gilt: Braucht ein Rad mehr als etwa zwei bis drei Umdrehungen pro Zustellschritt, gehört es gewechselt. Ein stumpfes Rad ruiniert genau die Fläche, die danach abdichten soll, und ein Ersatzrädchen kostet ab 16,27 Euro, also einen Bruchteil des Werkzeugs. Für die Rohrscheren gibt es entsprechend Ersatzklingen und Ersatzfedern.
Funkenfreie Ausführung für explosionsgefährdete Bereiche
Ein Modell im Sortiment ist aus einer Kupferlegierung gefertigt und erzeugt beim Anschlagen an Stahl keine zündfähigen Funken. Es ist für Arbeiten an Rohrleitungen in Raffinerien, Tanklagern, Gasanlagen, Lackieranlagen, Mühlen und Silobetrieben gedacht, wo eine Zündquelle nicht einen Schaden, sondern eine Katastrophe auslöst. Der Preis liegt deutlich über dem der übrigen Modelle, und das ist kein Aufschlag für dasselbe Werkzeug: Es ist ein anderes Material, eine andere Fertigung und ein Werkzeug, das in den meisten Werkzeugshops gar nicht geführt wird. Wer es braucht, kauft es nicht, weil es besser schneidet, sondern weil die Betriebsvorschrift nichts anderes zulässt.
Nach dem Schnitt: entgraten
Jeder Rohrschneider hinterlässt einen Grat, innen und außen, und das liegt in der Natur des Verfahrens: Das Rad verdrängt Material, statt es zu zerspanen. Der Außengrat beschädigt beim Einschieben den Dichtring, der Innengrat verengt den Querschnitt, verwirbelt das Wasser und begünstigt Ablagerungen und Korrosion. Das Entgraten ist deshalb kein optionaler Schönheitsschritt, sondern Teil des Schnitts. Die passenden Werkzeuge finden Sie unter Rohrentgrater, sie beginnen bei 9,41 Euro. Für die anschließende Verbindung führen die Bördel- und Aufweitgeräte das passende Programm, für Kunststoffrohre die Rohrmuffenschweißgeräte. Zum Halten und Kontern der Verschraubungen gibt es Rohrzangen, und einen Überblick über alle Werkzeuge zur Rohrbearbeitung gibt die Übersicht Rohrwerkzeuge.
Häufig gestellte Fragen zu Rohrschneidern
Warum nicht einfach mit der Säge oder der Flex trennen?
Weil der Schnitt rechtwinklig sein muss. Bei einer Press- oder Steckverbindung liegt der Dichtring auf der Schnittfläche auf, und ein schräger Schnitt bedeutet ungleichmäßigen Anpressdruck. Dazu kommen bei der Flex Hitze und Metallstaub, die im Rohr bleiben. Der Rohrschneider führt das Rad um das Rohr und liefert deshalb einen Schnitt, den keine Säge erreicht.
Welchen Rohrschneider brauche ich für Kupferrohr?
Für die normale Hausinstallation einen Standardschneider für 3 bis 30 mm. Für beengte Einbaulagen, etwa hinter Heizkörpern und in Vorwandinstallationen, zusätzlich einen Minirohrschneider, weil dort für eine volle Umdrehung kein Platz ist. Für bereits verlegte Rohre gibt es C-förmige Modelle und Ausführungen mit Ratschenmechanismus.
Kann ich denselben Schneider für Edelstahl verwenden?
Nur mit einem eigenen Schneidrad für Edelstahl. Ein Rad für Kupfer wird an Edelstahl stumpf und überträgt Partikel aus unlegiertem Stahl auf die Oberfläche. Diese Fremdrostpartikel durchbrechen die Passivschicht und lösen Korrosion aus, wo eigentlich nichts rosten sollte.
Womit trenne ich Kunststoff- und Mehrschichtrohre?
Mit einer Rohrschere. Ein Schneidrad würde das weiche Material verdrängen statt es zu trennen und dabei den Querschnitt zusammendrücken. Die Schere durchtrennt es in einem Zug glatt.
Was bringt eine Rücklaufsperre?
Sie hält den erreichten Schnittfortschritt zwischen zwei Handbewegungen fest, sodass sich größere Querschnitte in mehreren Zügen durchtrennen lassen, ohne dass die Klinge zurückspringt. Bei dickwandigen Rohren und bei Arbeiten über Kopf ist das der entscheidende Komfort.
Wann muss das Schneidrad gewechselt werden?
Wenn der Schnitt mehr Umdrehungen braucht als früher, das Rohrende nach innen verformt wird und der Grat größer statt kleiner wird. Als Faustregel: mehr als zwei bis drei Umdrehungen pro Zustellschritt bedeutet stumpf. Ein Ersatzrädchen kostet einen Bruchteil des Werkzeugs.
Was bringt ein Teleskopvorschub?
Er erlaubt es, das Schneidrad in kontrollierten Schritten zuzustellen, statt es mit jeder Umdrehung tiefer zu drücken. Bei größeren Wandstärken ist das der Unterschied zwischen einem sauberen Schnitt und einem verformten Rohrende.
Muss ich nach dem Schneiden entgraten?
Ja, immer. Jeder Rohrschneider hinterlässt einen Grat innen und außen, weil das Rad Material verdrängt statt es zu zerspanen. Der Außengrat beschädigt beim Einschieben den Dichtring, der Innengrat verengt den Querschnitt und begünstigt Ablagerungen. Entgraten ist Teil des Schnitts, kein optionaler Schritt.
Rohrschneider für Stahlrohre BETA 330/2
Rohrschneider Schnel. Teleskopvorsch. BETA 338
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Rohrschere für Mehrschichtige Rohre BETA 340
Rohrschneider mit Rücklaufsperre BETA 342A
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C-Förmiger Rohrschneider BETA 331C
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Rohrschneider mit Rücklaufsperre BETA 342
Ersatzschneidrädchen Art. 330 BETA 330/R/I2
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Rohrschneider für Kupfer BETA 334
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Ersatzschneidrädchen Art. 330 BETA 330/R/A2
Ersatzfeder für Art. 341B BETA 341B/RM