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Bei Messmitteln gibt es zwei Arten von Zubehör, und beide entscheiden über die Messung mehr, als ihr Preis vermuten lässt. Das erste sind Teile, ohne die das Messgerät gar nicht arbeiten kann: Ein Messtischfuß für eine Messuhr gehört dazu, denn eine Messuhr in der Hand gehalten zeigt nichts Verwertbares an. Das zweite sind Verschleißteile: Prüfspitzen, Libellen, Messkarten und Sonden, die ein funktionierendes Gerät wieder brauchbar machen, statt es zu ersetzen. In dieser Kategorie finden Sie beides für die Messgeräte von BETA.
Messtischfuß: das Teil, ohne das eine Messuhr nichts wert ist
Eine Messuhr misst Abweichungen von Hundertstelmillimetern, und sie tut das relativ zu ihrem eigenen Standpunkt. Wenn dieser Standpunkt sich bewegt, bewegt sich die Anzeige, und die Uhr zeigt dann die Bewegung des Stativs statt der Abweichung des Werkstücks. Deshalb ist der Messtischfuß kein Zubehör im Sinne von Komfort, sondern Teil des Messmittels: Ohne ihn ist die feinste Messuhr ein Anzeigeinstrument ohne Bezug.
Ein magnetischer Messtischfuß haftet über einen schaltbaren Permanentmagnet an jeder Stahlfläche, also an Maschinentischen, Führungen, Prüfplatten und am Werkstück selbst. Der Magnet lässt sich mit einem Hebel zu- und abschalten, sodass Sie das Stativ versetzen können, ohne es abzureißen. Die gelenkige Ausführung hat zusätzliche Drehgelenke im Arm, mit denen sich die Messuhr in nahezu jeder Lage und jedem Winkel positionieren lässt. Das ist der Aufpreis wert, sobald Sie an Werkstücken messen, deren Messstelle nicht bequem von oben zugänglich ist, und das ist in der Praxis meistens der Fall.
Ein Hinweis zur Anwendung, der über die Brauchbarkeit entscheidet: Ein Stativ ist nur so steif wie sein längster ausgefahrener Arm. Je weiter Sie den Arm ausklappen, desto stärker federt er, und diese Federung geht in die Messung ein. Halten Sie den Aufbau deshalb so kurz und so nah am Werkstück wie möglich und stellen Sie das Stativ auf dieselbe Fläche, auf der das Werkstück liegt, nicht daneben.
Halter für Mikrometer
Ein Mikrometer wird normalerweise in der Hand gehalten, und für Einzelmessungen ist das richtig. Bei Serienmessungen und bei kleinen Werkstücken kehrt sich das um: Dann ist es praktischer, das Mikrometer festzusetzen und das Werkstück mit beiden Händen zu führen. Genau das leistet ein Halter. Er bringt zusätzlich einen Vorteil, der bei genauen Messungen zählt: Die Handwärme geht nicht mehr in das Werkzeug, und damit fällt eine Fehlerquelle weg, die bei Hundertstelmessungen tatsächlich messbar ist.
Verschleißteile: was ersetzt wird und wann
Drei Gruppen von Teilen sind konstruktiv zum Wechseln gedacht. Prüfspitzen für Multimeter verschleißen an der Spitze und an der Leitung, und beides führt zu Messfehlern, die man nicht sieht: Eine gebrochene Litze in der Leitung erhöht den Widerstand, und dann misst das Gerät zu wenig, ohne dass etwas kaputt aussieht. Wer unerklärliche Messwerte hat, prüft zuerst die Leitungen. Klemmprüfspitzen ergänzen das um die Möglichkeit, freihändig zu messen, was bei Messungen über längere Zeit und bei der Fehlersuche an laufenden Systemen der praktische Unterschied ist.
Ersatzlibellen für Wasserwaagen werden gebraucht, wenn eine Libelle gebrochen oder undicht ist. Bei einer Wasserwaage mit mehreren Libellen ist der Tausch einer einzelnen deutlich günstiger als ein neues Werkzeug. Reißnadelspitzen sind bei Hartmetallausführungen die eigentliche Wertkomponente, und wenn die Spitze bricht, ersetzt man sie und nicht das Werkzeug. Messkarten für Kompressionsprüfgeräte sind Verbrauchsmaterial: Auf ihnen wird der Druckverlauf aufgezeichnet und dem Kunden mit der Rechnung übergeben, weshalb sie in Betrieben, die dokumentieren, regelmäßig nachgekauft werden.
Elektrik: Prüfleitungen und Steckverbinder
Für die Fehlersuche an Fahrzeugelektrik gibt es zwei Positionen, die den Unterschied zwischen sauberer Messung und Improvisation machen. Ein Litzensatz zur Elektrosignalerkennung erlaubt es, an definierten Punkten zu messen, ohne Leitungen anzustechen, und Anstechen ist die Ursache für Korrosion, die Monate später als neuer Fehler zurückkommt. Ein Steckverbindersortiment mit über neunzig Teilen liefert die passenden Gegenstücke zu den Steckern im Fahrzeug, sodass man an einer Steckverbindung messen kann, ohne sie zu beschädigen. Wer schon einmal einen Stecker aufgebohrt hat, um an ein Signal zu kommen, kennt den Wert dieser Kiste.
Wie Sie das passende Teil finden
Alle Teile in dieser Kategorie sind nach der Artikelnummer des Geräts bezeichnet, zu dem sie gehören. Suchen Sie also nicht nach dem Teil, sondern nach der Nummer Ihres Messgeräts: Sie steht auf dem Gerät selbst, bei elektronischen Geräten meist auf der Rückseite oder im Batteriefach. Passt eine Nummer nicht eindeutig, hilft der Blick auf die Produktseite des Geräts, wo das zugehörige Zubehör verlinkt ist.
Bei Prüfspitzen und Sonden gilt zusätzlich: Sie sind nicht zwischen Baureihen austauschbar, auch wenn die Stecker mechanisch passen. Bei Messgeräten hängt an der Leitung eine definierte Impedanz, und eine fremde Leitung verändert die Messung, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint.
Was dazugehört
Die Geräte, zu denen dieses Zubehör gehört, finden Sie unter Messgeräte, also Multimeter, Stromzangen, Spannungsprüfer, Mikrometer und Messuhren, sowie unter Diagnosegeräte für die Prüftechnik. Ersatzlibellen gehören zu den Wasserwaagen, Ersatzspitzen zu den Anreiß- und Markierwerkzeugen. Für die geschützte Aufbewahrung der Messmittel führt der Bereich Werkstattmöbel Zubehör Schaumeinsätze und Schubladenteiler. Einen Überblick über das gesamte Messprogramm gibt die Übersicht Messwerkzeuge.
Häufig gestellte Fragen zu Zubehör für Messgeräte
Braucht eine Messuhr wirklich ein Stativ?
Ja, es ist Teil des Messmittels und kein Komfortzubehör. Eine Messuhr misst Abweichungen relativ zu ihrem eigenen Standpunkt. Bewegt sich dieser, zeigt die Uhr die Bewegung des Stativs statt der Abweichung des Werkstücks. In der Hand gehalten zeigt sie nichts Verwertbares an.
Was bringt ein gelenkiger Messtischfuß?
Zusätzliche Drehgelenke im Arm, mit denen sich die Messuhr in nahezu jeder Lage und jedem Winkel positionieren lässt. Der Aufpreis lohnt sich, sobald die Messstelle nicht bequem von oben zugänglich ist, und das ist in der Praxis meistens der Fall.
Wie stellt man ein Messstativ richtig auf?
So kurz und so nah am Werkstück wie möglich, und auf derselben Fläche, auf der das Werkstück liegt, nicht daneben. Ein Stativ ist nur so steif wie sein längster ausgefahrener Arm: Je weiter der Arm ausgeklappt ist, desto stärker federt er, und diese Federung geht in die Messung ein.
Wozu ein Halter für das Mikrometer?
Für Serienmessungen und kleine Werkstücke: Dann ist es praktischer, das Mikrometer festzusetzen und das Werkstück mit beiden Händen zu führen. Zusätzlich geht die Handwärme nicht mehr in das Werkzeug, und damit fällt eine Fehlerquelle weg, die bei Hundertstelmessungen messbar ist.
Warum misst mein Multimeter plötzlich falsch?
Prüfen Sie zuerst die Leitungen. Eine gebrochene Litze in der Prüfleitung erhöht den Widerstand, und dann misst das Gerät zu wenig, ohne dass etwas kaputt aussieht. Prüfspitzen verschleißen an der Spitze und in der Leitung, und beides erzeugt Fehler, die man dem Werkzeug nicht ansieht.
Sind Prüfspitzen zwischen Geräten austauschbar?
Nicht zuverlässig, auch wenn die Stecker mechanisch passen. Bei Messgeräten hängt an der Leitung eine definierte Impedanz, und eine fremde Leitung verändert die Messung, ohne dass eine Fehlermeldung erscheint.
Warum soll man Leitungen zum Messen nicht anstechen?
Weil die Einstichstelle Feuchtigkeit aufnimmt und korrodiert. Der Fehler kommt Monate später als neuer, scheinbar unabhängiger Defekt zurück. Ein Litzensatz zur Signalerkennung und ein Steckverbindersortiment erlauben das Messen an definierten Punkten, ohne die Isolierung zu verletzen.
Wie finde ich das passende Zubehör für mein Gerät?
Über die Artikelnummer des Geräts, nicht über die Bezeichnung des Teils. Die Nummer steht auf dem Gerät selbst, bei elektronischen Geräten meist auf der Rückseite oder im Batteriefach. Alle Teile in dieser Kategorie sind nach dieser Nummer bezeichnet.
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