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Nicht jede Schraube am Fahrzeug hat einen Sechskantkopf. Zündkerzen sitzen tief im Zylinderkopf und dürfen beim Ausbau nicht verkanten, Radmuttern verlangen eine Schutzhülse, damit die Felge keinen Kratzer bekommt, Bremssättel sind mit Fünfkantschrauben gesichert, und Ölablassschrauben tragen je nach Hersteller ein Vierkant-, Dreikant- oder XZN-Profil. Für all diese Fälle gibt es eigene Einsätze, und genau die finden Sie in dieser Kategorie: Zündkerzen- und Glühkerzenschlüssel, Injektornüsse, Radmutternüsse mit Kunststoffschutz, Bremssattelschlüssel und Ölablassschlüssel von BETA.
Zündkerzenschlüssel und Glühkerzenschlüssel
Der Zündkerzenschlüssel unterscheidet sich in zwei Punkten von einer normalen Sechskantnuss, und beide sind entscheidend. Erstens ist er deutlich länger, weil die Zündkerze tief im Zylinderkopf sitzt und die Nuss den gesamten Kerzenschacht überbrücken muss. Zweitens hat er im Inneren eine Gummieinlage oder einen Magneten, die die Kerze festhalten. Das ist kein Komfortmerkmal: Fällt eine ausgebaute Kerze in den Motorraum, ist sie im besten Fall verloren, im schlechteren beschädigt sie den Isolator und wird beim Wiedereinbau zur Fehlerquelle. Beim Einbau hält die Einlage die Kerze außerdem gerade, was das Verkanten im Aluminiumgewinde verhindert, und ein verkantetes Kerzengewinde im Zylinderkopf ist eine der teuersten Kleinigkeiten in der Werkstatt.
Für Dieselmotoren führen wir zusätzlich Glühkerzenschlüssel, die auf die kleineren Schlüsselweiten und die häufig noch beengteren Einbausituationen ausgelegt sind. Die Regel beim Anziehen ist bei beiden Kerzentypen dieselbe und wird oft ignoriert: Zündkerzen werden mit Drehmomentschlüssel angezogen, nicht nach Gefühl. Zu fest bedeutet gerissenes Gewinde im Zylinderkopf, zu locker bedeutet schlechte Wärmeabfuhr und im Extremfall eine Kerze, die sich im Betrieb löst. Die Vorgabe steht in den Herstellerdaten und liegt je nach Motor meist zwischen 20 und 30 Newtonmetern.
Rad, Bremse, Injektor und Ölwanne
Radmutternüsse sind Kraftnüsse mit einer Besonderheit: Sie tragen eine Kunststoffhülse, die verhindert, dass die Nuss beim Ansetzen die Felge berührt. Bei Leichtmetallfelgen ist das der Unterschied zwischen sauberer Arbeit und einem Kratzer, der beim Kunden auffällt. Für Bremssättel führen wir Fünfkant-Steckschlüssel, weil viele Hersteller die Sattelschrauben bewusst mit einem Profil sichern, das nicht mit Standardwerkzeug zu lösen ist. Für Dieseleinspritzung gibt es Nüsse für Injektoren und für deren Überwurfmuttern, konstruiert so, dass sie die empfindlichen Leitungen nicht beschädigen.
Eine eigene, im Alltag überraschend wichtige Gruppe sind die Einsätze für Ölablassschrauben. Was früher fast immer ein Sechskant war, ist heute je nach Hersteller ein Vierkant, ein Dreikant, ein Innensechskant oder ein XZN-Profil, und der falsche Versuch endet mit einer abgerundeten Schraube an der schlechtestmöglichen Stelle, nämlich unten an der Ölwanne bei bereits abgelassenem Öl. Wer regelmäßig Ölservice macht, braucht diese Einsätze deshalb als Satz und nicht einzeln. Passende Antriebe finden Sie in der Kategorie Steckgriffe, Standardprofile unter Stecknüsse Sechskant und Vielzahn (XZN).
Häufig gestellte Fragen zu Sonderprofilen
Was unterscheidet einen Zündkerzenschlüssel von einer normalen Nuss?
Zwei Dinge: Er ist deutlich länger, weil die Zündkerze tief im Zylinderkopf sitzt, und er hat innen eine Gummieinlage oder einen Magneten, die die Kerze festhalten. Dadurch fällt die Kerze beim Ausbau nicht in den Motorraum und wird beim Einbau gerade geführt, was Verkanten im Aluminiumgewinde verhindert.
Mit welchem Drehmoment werden Zündkerzen angezogen?
Nach Herstellervorgabe, üblicherweise zwischen 20 und 30 Newtonmetern je nach Motor. Zu fest angezogene Kerzen reißen das Gewinde im Zylinderkopf aus, zu locker angezogene führen zu schlechter Wärmeabfuhr. Zündkerzen gehören deshalb mit dem Drehmomentschlüssel angezogen und nicht nach Gefühl.
Welche Schlüsselweiten haben Zündkerzen?
Gängig sind 16, 18 und 21 Millimeter, bei älteren Motoren auch 20,8 Millimeter. Die passende Weite steht in den Fahrzeugdaten oder lässt sich an der ausgebauten Kerze messen. Glühkerzen bei Dieselmotoren haben in der Regel kleinere Schlüsselweiten.
Warum haben Radmutternüsse eine Kunststoffhülse?
Damit die Nuss beim Ansetzen die Felge nicht berührt. Bei Leichtmetallfelgen hinterlässt eine ungeschützte Nuss Kratzer an der Radschüssel, die dem Kunden auffallen. Die Hülse ist ein Verschleißteil und sollte ersetzt werden, sobald sie beschädigt ist.
Welches Profil hat eine Ölablassschraube?
Das hängt vom Hersteller ab. Neben dem klassischen Sechskant kommen Vierkant, Dreikant, Innensechskant und XZN-Profile vor. Ein Versuch mit dem falschen Werkzeug rundet die Schraube ab, und zwar an der ungünstigsten Stelle, nämlich unten an der Ölwanne bei bereits abgelassenem Öl.
Warum sind Bremssattelschrauben mit Fünfkant gesichert?
Weil viele Hersteller sicherheitsrelevante Verbindungen bewusst mit Profilen sichern, die sich nicht mit Standardwerkzeug lösen lassen. Für Bremssättel bedeutet das in der Regel ein Fünfkantprofil, für das ein passender Steckschlüssel erforderlich ist.
Kann man Injektoren mit normalen Nüssen ausbauen?
Davon ist abzuraten. Injektornüsse sind so konstruiert, dass sie an den empfindlichen Leitungen und Anschlüssen vorbeiführen und die Überwurfmuttern sauber greifen. Eine Standardnuss beschädigt schnell Leitungen oder Dichtflächen, deren Austausch ein Vielfaches des Werkzeugs kostet.
10 Zwölfkant-Kraftsteckschlüssel BETA 728B/C10
Kraftsteckschlüsselsatz BETA 1471PT/C5
Kraftsteckschlüsselsatz BETA 728L/S3
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Multiprofil-Steckschlüsselsatz BETA 920U/SB13
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