![]()
Zwei Teile eines Arbeitsschuhs verschleißen deutlich schneller als der Schuh selbst, und beide entscheiden darüber, wie er sich trägt: die Einlegesohle und die Schnürsenkel. Die Einlegesohle wird täglich mehrere Stunden zusammengedrückt, nimmt Feuchtigkeit auf und verliert dabei Dämpfung und Form, meist lange bevor Obermaterial oder Laufsohle am Ende sind. Die Schnürsenkel reißen genau dann, wenn es ungünstig ist, und ein Schuh, der über Stunden nur halb geschnürt getragen wird, verliert genau den Fersenhalt, wegen dem er gekauft wurde. Beides ersetzt man für wenige Euro, und beides verlängert die Nutzungsdauer eines Schuhs erheblich. Dazu kommt ein zweiter, oft unterschätzter Nutzen: mit der richtigen Einlegesohle lässt sich die Passform anpassen, also Volumen ausgleichen, Dämpfung verbessern und das Fußgewölbe unterstützen. Damit löst ein Artikel für rund vierzehn Euro Probleme, die sonst zu einem ungern getragenen oder zurückgeschickten Schuh führen.
Welche Einlegesohle für welchen Zweck
Die Auswahl richtet sich danach, was das Problem ist, und nicht danach, welche Sohle am dicksten wirkt. Geht es um Dämpfung bei hartem Untergrund und langem Stehen, sind Gel-Einlagen die richtige Wahl, weil das Gel im Fersenbereich Stöße aufnimmt, die sonst über Knie und Wirbelsäule laufen, wobei zwischen Ausführungen mit punktuellem Geleinsatz und vollflächigen Gelsohlen zu unterscheiden ist. Geht es um Dämpfung bei viel Gehen, sind Sohlen aus geschäumten Werkstoffen wie EVA im Vorteil, weil sie leichter sind und über die gesamte Fläche gleichmäßig federn. Geht es dagegen um Volumen, also darum, dass der Schuh eine Spur zu weit ist oder eine Zwischengröße ausgeglichen werden soll, ist die einfache Ausführung aus Polyurethan oder textilem Material die richtige und günstigste Lösung. Und geht es um Kälte, hilft eine wärmeisolierte Einlegesohle mehr als jede zusätzliche Socke, weil sie den Kontakt zum kalten Boden dämmt, ohne den Fuß einzuengen. Für den Winter ist das der wirksamste Einzelartikel dieser Kategorie, denn eine dicke Socke im gewohnten Schuh behindert die Durchblutung und macht die Füße dadurch kälter statt wärmer. Alle Einlegesohlen lassen sich anhand der aufgedruckten Markierung mit der Schere auf die Größe anpassen, weshalb Ausführungen in Größenbereichen völlig ausreichen.
Fit4You: drei Härtegrade und wofür sie gedacht sind
Einsätze in mehreren Härtegraden lösen ein Problem, das mit Standardsohlen nicht zu lösen ist, nämlich die unterschiedliche Belastung des Fußgewölbes. Die weiche Ausführung ist für Beschäftigte gedacht, die überwiegend gehen und ein normal ausgeprägtes Fußgewölbe haben, weil sie nachgibt und beim Abrollen mitarbeitet, ohne den Fuß zu führen. Die mittlere Ausführung ist der Kompromiss für gemischte Tätigkeiten aus Gehen, Stehen und Heben und für die meisten Beschäftigten die richtige erste Wahl. Die harte Ausführung ist für langes Stehen auf hartem Untergrund gedacht sowie für schweres Heben und Tragen, weil sie das Fußgewölbe stützt, statt unter der Last nachzugeben, was der Ermüdung entgegenwirkt, die sich abends als Schmerz im Fußgewölbe und in der Wade zeigt. Ein praktischer Hinweis zur Umstellung: eine ungewohnte Stützung wird in den ersten Tagen deutlich spürbar sein, weshalb es sinnvoll ist, den ersten Einsatz nicht gleich zwölf Stunden zu tragen, sondern über einige Tage zu steigern. Wer chronische Beschwerden hat, klärt die Wahl mit medizinischer Beratung ab, denn Einlegesohlen aus dem Handel sind kein Ersatz für eine orthopädische Versorgung.
Was Sie beim Tausch der Einlegesohle beachten müssen
Ein Punkt, der beim Kauf von Zubehör selten genannt wird, gehört bei Sicherheitsschuhen unbedingt dazu: ein Sicherheitsschuh wird mit der Einlegesohle geprüft und zertifiziert, mit der er ausgeliefert wird. Eigenschaften wie die Energieaufnahme im Fersenbereich und die antistatische Ableitfähigkeit ergeben sich aus dem gesamten Aufbau und nicht allein aus dem Schaft, weshalb eine beliebige Einlegesohle aus dem Drogeriemarkt genau diese geprüften Eigenschaften verändern kann. Für die Praxis folgen daraus drei Regeln. Erstens: für Sicherheitsschuhe Einlegesohlen verwenden, die für Sicherheitsschuhe bestimmt sind. Zweitens: wo eine antistatische oder eine ESD-Anforderung besteht, ausschließlich eine dafür ausgewiesene Ausführung einsetzen, denn eine isolierende Sohle kann die Ableitfähigkeit des gesamten Schuhs aufheben, und dann erfüllt der Arbeitsplatz seine Vorgabe nicht mehr, ohne dass es jemand bemerkt. Drittens: die Originalsohle aufbewahren, solange der Schuh im Einsatz ist. Für die reine Anpassung von Volumen bei Zwischengrößen oder für zusätzliche Dämpfung ist der Tausch dagegen unproblematisch und häufig die einfachste Lösung eines Passformproblems, das sonst zu einem ungern getragenen Schuh führt. Passende Modelle finden Sie in den Kategorien Sicherheitsschuhe und S3.
Schnürsenkel im Satz und die Frage der Länge
Schnürsenkel im Zehnerpack sind kein Artikel für den privaten Einkauf, sondern für den Betrieb, der sie im Lager vorhält, damit ein gerissener Senkel keine halbe Schicht in einem offen getragenen Schuh bedeutet und erst recht keinen neuen Schuh. Die Auswahl erfolgt über die Länge, und die richtet sich nach der Zahl der Ösenpaare: je mehr Ösenpaare und je höher der Schaft, desto länger der Senkel. Als grobe Orientierung gilt, dass niedrige Halbschuhe mit wenigen Ösenpaaren die kürzeste Länge brauchen, Halbschuhe mit hoher Schnürung und niedrige Stiefel die mittlere und hohe Schnürstiefel die längste. Wer nachbestellt, misst am einfachsten den vorhandenen Senkel aus, bevor er ihn wegwirft. Ein praktischer Hinweis zur Schnürtechnik, der mehr bringt als jede neue Einlage: der Fersenhalt entsteht in den obersten beiden Ösenpaaren. Wer dort fest und weiter unten lockerer schnürt, hält die Ferse an ihrem Platz, ohne den Vorfuß einzuengen, und genau das verhindert die Blasen, die bei hoher Schrittzahl sonst zuverlässig entstehen. Für die kalte Jahreszeit ergänzen rutschhemmende Schuhüberzüge das Programm, die bei Glätte über den Arbeitsschuh gezogen werden und vor allem auf vereisten Wegen zwischen Fahrzeug und Einsatzort nützlich sind, wo die meisten winterlichen Stürze passieren. Weitere Ausführungen für den Winter finden Sie bei den wasserdichten Arbeitsschuhen.
Häufig gestellte Fragen zu Schuhzubehör
Darf ich die Einlegesohle meines Sicherheitsschuhs austauschen?
Grundsätzlich ja, aber mit einer wichtigen Einschränkung: ein Sicherheitsschuh wird mit der Einlegesohle geprüft und zertifiziert, mit der er ausgeliefert wird. Eigenschaften wie die Energieaufnahme im Fersenbereich und die antistatische Ableitfähigkeit hängen vom gesamten Aufbau ab. Verwenden Sie deshalb Einlegesohlen, die für Sicherheitsschuhe bestimmt sind, und bei antistatischen oder ESD-Anforderungen ausschließlich eine dafür ausgewiesene Ausführung, weil eine isolierende Sohle die Ableitfähigkeit des Schuhs aufheben kann. Für den reinen Ausgleich von Volumen oder für mehr Dämpfung ist der Tausch unproblematisch.
Welche Einlegesohle hilft bei langem Stehen?
Bei langem Stehen auf hartem Untergrund helfen zwei Dinge: Dämpfung im Fersenbereich und Stützung des Fußgewölbes. Gel-Einlagen nehmen Stöße im Fersenbereich auf, die sonst über Knie und Wirbelsäule laufen, und sind deshalb die richtige Wahl an festen Arbeitsplätzen. Wer zusätzlich schwer hebt oder trägt, profitiert von einem festeren Einsatz, der das Fußgewölbe stützt, statt unter der Last nachzugeben, denn genau dieses Nachgeben zeigt sich abends als Schmerz im Fußgewölbe und in der Wade. Bei viel Gehen ist dagegen eine leichtere, geschäumte Sohle im Vorteil, weil sie über die ganze Fläche gleichmäßig federt.
Soft, Medium oder Hard, welchen Härtegrad soll ich wählen?
Weich passt zu überwiegend gehender Tätigkeit und normal ausgeprägtem Fußgewölbe, weil der Einsatz beim Abrollen mitarbeitet, ohne den Fuß zu führen. Mittel ist der Kompromiss für gemischte Tätigkeiten aus Gehen, Stehen und Heben und für die meisten die richtige erste Wahl. Hart ist für langes Stehen auf hartem Untergrund sowie für schweres Heben und Tragen gedacht, weil der Einsatz das Fußgewölbe stützt, statt unter Last nachzugeben. Beachten Sie beim Umstieg, dass eine ungewohnte Stützung in den ersten Tagen deutlich spürbar ist: steigern Sie die Tragedauer über einige Tage, statt gleich eine volle Schicht zu tragen.
Muss ich Einlegesohlen zuschneiden?
Bei Ausführungen, die für einen Größenbereich angeboten werden, ja, und das ist unkompliziert: auf der Unterseite sind Größenmarkierungen aufgedruckt, entlang derer mit einer Schere geschnitten wird. Am sichersten ist es, die alte Einlegesohle als Schablone aufzulegen und lieber zunächst etwas zu groß zu schneiden, weil sich Material abnehmen, aber nicht wieder anfügen lässt. Eine zu groß gelassene Sohle wirft an den Rändern Falten und drückt, eine zu klein geschnittene rutscht im Schuh. Nach dem Einlegen prüfen Sie am besten im Stehen, ob die Sohle flach und faltenfrei aufliegt.
Helfen wärmeisolierte Einlegesohlen wirklich gegen kalte Füße?
Ja, und sie sind meist wirksamer als der übliche Versuch mit einer dickeren Socke. Der größte Teil der Kälte kommt beim Stehen über den Boden in den Schuh, und genau dort setzt eine isolierende Einlegesohle an. Die dicke Socke dagegen füllt den verbleibenden Luftraum aus, engt den Fuß ein und behindert damit die Durchblutung, die den Fuß eigentlich wärmt, sodass das Ergebnis oft kältere Füße sind. Wichtig ist, dass der Schuh nach dem Einlegen der dickeren Sohle noch genug Platz hat, sonst tritt derselbe Effekt ein. Zusätzlich hilft, die Sohle abends herauszunehmen, damit sie vollständig trocknet.
Welche Länge brauchen meine Schnürsenkel?
Die Länge richtet sich nach der Zahl der Ösenpaare und der Schafthöhe: je mehr Ösenpaare und je höher der Schaft, desto länger der Senkel. Niedrige Halbschuhe mit wenigen Ösenpaaren brauchen die kürzeste Länge, Halbschuhe mit hoher Schnürung und niedrige Stiefel die mittlere, hohe Schnürstiefel die längste. Am einfachsten messen Sie den vorhandenen Senkel aus, bevor Sie ihn entsorgen. Für Betriebe lohnt sich der Satz mit zehn Paar, weil ein gerissener Senkel sonst bedeutet, dass ein Schuh eine halbe Schicht lang offen getragen wird und damit genau den Fersenhalt verliert, wegen dem er gekauft wurde.
Wie schnüre ich Arbeitsschuhe richtig?
Der entscheidende Punkt ist der Fersenhalt, und der entsteht in den obersten beiden Ösenpaaren. Wer dort fest und weiter unten lockerer schnürt, hält die Ferse an ihrem Platz, ohne den Vorfuß einzuengen, und verhindert damit die Blasen, die bei hoher Schrittzahl sonst zuverlässig entstehen. Umgekehrt bringt festes Schnüren im Vorfuß wenig und drückt vor allem auf den Spann. Wichtig ist außerdem, den Schuh nach dem Anziehen einmal mit der Ferse aufzustoßen, damit der Fuß nach hinten rutscht, bevor geschnürt wird. Ein Schuh, der nur halb geschnürt getragen wird, verliert seine Schutzwirkung teilweise, weil der Fuß in ihm wandert.
Wann sollte ich die Einlegesohle wechseln?
Deutlich früher, als die meisten annehmen, denn die Einlegesohle ist das Bauteil, das am schnellsten verschleißt. Anzeichen sind eine sichtbar zusammengedrückte Fersenpartie, ein flach gewordenes Fußbett, Falten oder Risse im Material und die Erfahrung, dass der Schuh sich härter trägt als früher, obwohl Sohle und Obermaterial in Ordnung sind. Wer täglich acht Stunden arbeitet, wechselt sinnvollerweise mehrmals im Jahr, und bei Nässe oder starkem Schwitzen häufiger. Weil eine Einlegesohle wenige Euro kostet und ein Paar Sicherheitsschuhe ein Vielfaches, ist das die günstigste Möglichkeit, den Tragekomfort wiederherzustellen.
Einlegesohlen mit Geleinsatz BETA 7398GEL/35
Satz 10 Paar Schnürsenkeln BETA 7399A/N 100
Satz 10 Paar Schnürsenkeln BETA 7399A/N 120
Satz 10 Paar Schnürsenkeln BETA 7399A/N 140
Tpr Gel-Einlegesohlen BETA 7398U/41-46
Einlegesohlen aus Polyurethan BETA 7398EF/45
Einlegesohlen aus Eva-Schaum BETA 7398/0-G 48
Tpe Gel-Einlegesohlen BETA 7398UP/41-46
Atmungsaktive Einlegesohle BETA 7398ESD/48
Einlegesohlen Wärmeis. Wintherm BETA 7398T/43
Fit4You-Einsätze Soft BETA 7397S/47/48
Fit4You-Einsätze Medium BETA 7397M/47/48
Fit4You-Einsätze Hard BETA 7397H/47/48