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Im Sommer wird in warmen Hallen ein Problem sichtbar, das mit Schutzausrüstung unmittelbar zu tun hat: geschlossene Sicherheitsschuhe werden bei dreißig Grad als so unangenehm empfunden, dass sie in Pausen ausgezogen, offen getragen oder gegen private Schuhe getauscht werden, und damit ist der Schutz weg. Die Sicherheitssandale ist die Antwort darauf. Sie ist ein vollwertiger, nach EN ISO 20345 geprüfter Sicherheitsschuh mit derselben Zehenschutzkappe für 200 Joule wie ein geschlossenes Modell, hat aber ein offenes Fußbett und einen offenen Fersen- oder Mittelfußbereich, meist mit Klettverschluss zur schnellen Anpassung. Dadurch verbessert sich das Fußklima erheblich, und die Trageakzeptanz steigt, was bei persönlicher Schutzausrüstung immer das entscheidende Kriterium ist. Der Preis dafür ist eine deutlich eingeschränkte Schutzwirkung überall dort, wo etwas neben die Zehen fällt oder auf den Fuß trifft, und genau diese Grenze muss vor dem Kauf klar sein.
Wo Sicherheitssandalen zulässig sind und wo nicht
Das ist die wichtigste Frage dieser Kategorie, und sie wird nicht vom Hersteller beantwortet, sondern von der Gefährdungsbeurteilung des jeweiligen Arbeitsbereichs. Die Zehenkappe schützt die Zehen und sonst nichts: der Rest des Fußes liegt weitgehend frei, weshalb eine Sandale keinen Schutz gegen herabfallende Kleinteile neben dem Zehenbereich bietet, keinen gegen Späne und Schleifstaub, keinen gegen Funken, heiße Partikel und Schweißspritzer, keinen gegen Flüssigkeiten, Öle, Säuren und Laugen und keinen gegen Nässe. Daraus ergeben sich die typischen Freigaben und Verbote von selbst. Freigegeben sind Sandalen üblicherweise in Lager und Kommissionierung, in der Warenannahme, in Montagebereichen ohne Spanabhebung, im Innendienst mit gelegentlicher Hallenbegehung und in der Werkstattverwaltung. Nicht freigegeben sind sie in der spanenden Fertigung, in Schweißerei und Schlosserei, in Gießerei und Schmiede, in der Chemie, im Umgang mit Säuren, in Nassbereichen und praktisch auf jeder Baustelle. Wer für einen Betrieb einkauft, klärt das deshalb vor der Bestellung mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit ab, denn eine gekaufte, aber nicht freigegebene Sandale bleibt liegen, und ein Beschäftigter, der sie trotzdem trägt, arbeitet ohne den vorgeschriebenen Schutz.
Warum das Fußklima ein Sicherheitsthema ist
Der Zusammenhang zwischen Fußklima und Arbeitsschutz wird selten ausgesprochen, ist aber direkt. Ein Fuß gibt an einem Arbeitstag eine erhebliche Menge Feuchtigkeit ab, und in einem geschlossenen Schuh bei hoher Umgebungstemperatur bleibt ein großer Teil davon im Schuh. Die Haut weicht auf, wird empfindlich und scheuert, es entstehen Blasen und Druckstellen, und feuchtwarme Bedingungen sind zugleich die ideale Umgebung für Fußpilz, der in gewerblichen Betrieben zu den häufigsten arbeitsbedingten Hautproblemen zählt. Die eigentliche Folge ist aber eine andere: unangenehme Schuhe werden ausgezogen. Sie werden in der Pause abgestreift, hinten offen getragen, in der Halle gegen Turnschuhe getauscht, und in diesen Momenten ist der Fuß vollkommen ungeschützt. Eine Sandale, die im Sommer den ganzen Tag am Fuß bleibt, schützt deshalb im Ergebnis besser als ein geschlossener Schuh, der drei Stunden am Tag danebensteht, vorausgesetzt, der Bereich lässt sie zu. Für Bereiche, in denen ein geschlossenes Modell nötig bleibt, sind atmungsaktive Ausführungen aus perforiertem Wildleder oder Mesh der richtige Kompromiss, nachzusehen bei den Modellen S1 und S1P und bei den leichten Arbeitsschuhen.
Materialien, Verschluss und Passform
Perforiertes Wildleder ist das gebräuchlichste Obermaterial für Sandalen, weil es weich ist, sich dem Fuß anpasst und durch die Perforation zusätzlich belüftet, es verlangt aber eine imprägnierende und keine fettende Pflege. Mikrofaser ist die moderne Alternative: sie ist leichter, formstabil, nimmt kaum Feuchtigkeit auf und lässt sich einfach abwischen, was in Bereichen mit häufiger Reinigung von Vorteil ist. Wichtiger als das Material ist bei einer Sandale allerdings der Verschluss, und zwar aus einem sicherheitstechnischen Grund: Weil der Fuß nicht rundum umschlossen ist, muss er über den Verschluss so fixiert werden, dass er beim Gehen nicht wandert. Ein Klettverschluss erlaubt genau diese Anpassung, und er lässt sich im Tagesverlauf nachstellen, was hilfreich ist, weil der Fuß bis zum Nachmittag an Volumen zunimmt. Sitzt eine Sandale zu locker, rutscht der Fuß nach vorn und die Zehen stoßen bei jedem Schritt gegen die Kappe, sitzt sie zu fest, drückt der Riemen auf den Spann. Anprobiert wird deshalb, wie bei jedem Sicherheitsschuh, am Nachmittag und mit dem Strumpf, der später getragen wird, mit etwa einem Daumenbreit Luft vor den Zehen. Über Einlegesohlen lässt sich das Volumen zusätzlich anpassen.
Was eine Sandale trotz offener Bauweise leistet
Es lohnt sich, die Schutzwirkung genau zu betrachten, weil sie oft unterschätzt wird. Die Zehenschutzkappe ist identisch mit der eines geschlossenen Schuhs und hält denselben Schlag von 200 Joule und denselben Druck von 15 Kilonewton aus, und das ist der mit Abstand häufigste Fußunfall in Lager und Montage, nämlich das herabfallende Teil auf den Vorfuß. Ebenso enthalten sind bei entsprechender Klassifizierung die antistatischen Eigenschaften, die Energieaufnahme im Fersenbereich und die geprüfte Rutschhemmung der Laufsohle, und Ausrutschen ist die häufigste Unfallursache überhaupt. Ausführungen mit dem Zusatz P verfügen zudem über die durchtrittsichere Einlage, schützen also auch gegen Nägel im Boden. Was fehlt, ist ausschließlich der seitliche und obere Schutz des Fußes durch das Obermaterial. Eine Sandale ist damit kein Kompromiss bei der Kappe, sondern ein Schuh mit reduzierter Fläche, und für viele Innenbereiche ist genau das die richtige Abwägung. Einen Überblick über geschlossene Modelle gibt die Kategorie Sicherheitsschuhe.
Häufig gestellte Fragen zu Sicherheitssandalen
Sind Sicherheitssandalen echte Sicherheitsschuhe?
Ja. Sie werden nach derselben Norm EN ISO 20345 geprüft wie geschlossene Modelle und haben dieselbe Zehenschutzkappe, die einem Schlag von 200 Joule und einem Druck von 15 Kilonewton standhält. Je nach Klassifizierung enthalten sie außerdem antistatische Eigenschaften, Energieaufnahme im Fersenbereich, geprüfte Rutschhemmung und, bei Ausführungen mit P im Kurzzeichen, eine durchtrittsichere Einlage. Der Unterschied liegt allein in der Fläche des Obermaterials: der Fuß ist seitlich und oben weitgehend offen, weshalb Schutz gegen Späne, Funken, Flüssigkeiten und seitlich auftreffende Teile fehlt.
In welchen Bereichen darf ich Sicherheitssandalen tragen?
Das legt die Gefährdungsbeurteilung Ihres Betriebs fest, nicht der Hersteller. Üblicherweise freigegeben sind Sandalen in Lager und Kommissionierung, in der Warenannahme, in Montagebereichen ohne Spanabhebung und im Innendienst. Nicht freigegeben sind sie in der spanenden Fertigung, in Schweißerei und Schlosserei, in Gießerei und Schmiede, im Umgang mit Säuren und Laugen, in Nassbereichen und praktisch auf jeder Baustelle, weil dort Späne, Funken, Flüssigkeiten oder herabfallende Teile auf den freiliegenden Teil des Fußes treffen können. Wer für einen Betrieb einkauft, klärt das vor der Bestellung ab.
Wovor schützt eine Sandale nicht?
Vor allem, was nicht genau von oben auf die Zehen trifft. Konkret bietet sie keinen Schutz gegen Kleinteile, die neben den Zehenbereich fallen, keinen gegen Späne und Schleifstaub, keinen gegen Funken, heiße Partikel und Schweißspritzer, keinen gegen Flüssigkeiten wie Öle, Kühlschmierstoffe, Säuren und Laugen und keinen gegen Nässe. Die Zehenschutzkappe selbst ist dagegen vollwertig und identisch mit der eines geschlossenen Schuhs. Eine Sandale ist also kein abgeschwächter Sicherheitsschuh, sondern ein Sicherheitsschuh mit reduzierter Fläche des Obermaterials.
Warum ist ein gutes Fußklima im Sommer so wichtig?
Weil ein Fuß täglich eine erhebliche Menge Feuchtigkeit abgibt, die in einem geschlossenen Schuh bei Hitze weitgehend im Schuh bleibt. Die Haut weicht auf, scheuert und bildet Blasen, und feuchtwarme Bedingungen begünstigen Fußpilz, der zu den häufigsten arbeitsbedingten Hautproblemen zählt. Die wichtigste Folge ist aber, dass unangenehme Schuhe ausgezogen werden, in der Pause, beim Sitzen oder gleich für Stunden, und in diesen Momenten ist der Fuß ungeschützt. Eine Sandale, die den ganzen Tag getragen wird, schützt deshalb im Ergebnis besser als ein geschlossener Schuh, der danebensteht.
Welche Größe und welche Einstellung ist bei einer Sandale richtig?
Weil der Fuß nicht rundum umschlossen ist, übernimmt der Verschluss die Fixierung, und die muss stimmen: sitzt die Sandale zu locker, wandert der Fuß nach vorn und die Zehen stoßen bei jedem Schritt gegen die Zehenkappe, sitzt sie zu fest, drückt der Riemen auf den Spann. Ein Klettverschluss hat hier den Vorteil, dass er im Tagesverlauf nachgestellt werden kann, denn der Fuß nimmt bis zum Nachmittag an Volumen zu. Anprobiert wird deshalb am Nachmittag, mit dem Strumpf, der später getragen wird, und mit etwa einem Daumenbreit Luft vor den Zehen im Stehen.
Gibt es Sicherheitssandalen mit durchtrittsicherer Einlage?
Ja, erkennbar am P im Kurzzeichen, also etwa S1P. Diese Ausführungen schützen die Fußsohle zusätzlich gegen Nägel, Schrauben und Splitter, die im Boden liegen, und sind damit auch für Bereiche geeignet, in denen Kleinteile auf dem Boden vorkommen, etwa in der Kommissionierung und in der Warenannahme. Zu beachten bleibt, dass die durchtrittsichere Einlage nur die Sohle betrifft: der offene Bereich des Fußes bleibt ungeschützt, und daran ändert das P nichts. Ob eine Sandale eingesetzt werden darf, entscheidet weiterhin die Gefährdungsbeurteilung des Bereichs.
Wie pflege ich Sandalen aus Wildleder und Mikrofaser?
Perforiertes Wildleder wird trocken ausgebürstet und imprägniert, aber niemals gefettet, weil Fett die Faserstruktur verklebt, die Oberfläche fleckig macht und die Belüftung zerstört, wegen der eine Sandale überhaupt gewählt wurde. Mikrofaser lässt sich einfach feucht abwischen und trocknet schnell, fettende Pflegemittel sind auch hier fehl am Platz. Weil Sandalen meist ohne Strumpf oder mit dünnem Strumpf getragen werden, lohnt sich außerdem das regelmäßige Herausnehmen und Auslüften der Einlegesohle, denn dort sammelt sich der größte Teil der Feuchtigkeit.
Kann ich Sicherheitssandalen barfuß tragen?
Möglich ist es, sinnvoll ist es selten. Ohne Strumpf reibt der Fuß direkt auf dem Fußbett und an den Riemen, was bei längerem Gehen zuverlässig zu Blasen führt, und der Schweiß wird nicht abtransportiert, sondern bleibt im Fußbett, was die Materialalterung beschleunigt und Geruch begünstigt. Dazu kommt ein sicherheitstechnischer Punkt: ein Strumpf hält den Fuß im Schuh an seiner Position, und gerade bei einer Sandale ist das wichtig, damit die Zehen nicht nach vorn gegen die Kappe wandern. Empfehlenswert sind dünne, saugfähige Arbeitsstrümpfe, die täglich gewechselt werden.
Sicherheitsledersandalen Basic BETA 7247NB/48
Sicherheits-Sandalen aus Wildleder BETA 7216BKK/35
Sandalen 0-Gravity Mikrofaser BETA 7376A/48