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Es gibt im Motorraum eine Sorte Bauteil, an der man mit normalem Werkzeug scheitert, und zwar nicht wegen der Kraft, sondern wegen der Bauart: die Schlauchschelle. Eine Federbandschelle steht unter dauerhafter Vorspannung und muss zum Öffnen aufgespreizt und in diesem Zustand gehalten werden, während man den Schlauch abzieht. Mit einer Kombizange gelingt das selten und mit einer Hand nie. In dieser Kategorie finden Sie Schlauchklemmenzangen von BETA ab 38,02 Euro für die drei gängigen Schellensysteme: Federbandschellen, Oetiker-Klemmen und Click-Schellen.
Drei Schellensysteme, drei Werkzeuge
Das ist die wichtigste Unterscheidung in dieser Kategorie, und wer sie nicht kennt, kauft ein Werkzeug, das an seinem Fahrzeug nicht passt.
Federbandschellen sind selbstspannende Ringe aus Federstahl mit zwei Ösen. Sie halten den Schlauch mit gleichbleibendem Druck, auch wenn das Material im Betrieb altert und nachgibt, und deshalb sitzen sie in modernen Fahrzeugen an fast jeder Kühlwasserleitung. Zum Öffnen werden die beiden Ösen zusammengedrückt, wodurch sich der Ring aufweitet. Die passende Zange greift genau diese Ösen und hält sie geschlossen.
Oetiker-Klemmen arbeiten umgekehrt: Sie sind bei der Montage offen und werden mit der Zange dauerhaft zusammengepresst, wobei ein Ohr am Ring plastisch verformt wird. Diese Verbindung ist nicht wiederverwendbar, sitzt dafür sehr genau und wird überall dort eingesetzt, wo eine definierte Presskraft nötig ist, etwa an Kraftstoff- und Servoleitungen und an Antriebswellenmanschetten. Click-Schellen schließlich rasten beim Zusammendrücken in Stufen ein und brauchen eine Anpresszange, die diesen Rastvorgang kontrolliert ausführt.
In der Praxis heißt das: Eine Zange für Oetiker-Klemmen kann eine Federbandschelle nicht öffnen, weil sie presst statt zu spreizen, und umgekehrt. Wer in einer Werkstatt arbeitet, braucht deshalb mindestens zwei der drei Bauarten, weil in einem einzigen Fahrzeug üblicherweise mehrere Systeme verbaut sind.
Warum die automatische Verriegelung so viel ausmacht
Bei Federbandschellen liegt das eigentliche Problem nicht im Öffnen, sondern im Halten. Sie müssen die Schelle geöffnet halten, sie vom Anschlussstutzen wegschieben und gleichzeitig den Schlauch abziehen, und das sind drei Handlungen für zwei Hände. Die automatische Ausführung löst genau das: Sie rastet in der geöffneten Position ein und bleibt dort, bis Sie sie bewusst lösen. Damit haben Sie eine Hand frei, und aus einer Arbeit, bei der man üblicherweise flucht, wird eine, die dreißig Sekunden dauert.
Noch einen Schritt weiter geht die Ausführung mit flexibler Welle. Bei ihr ist der Zangenkopf über einen biegsamen Schaft mit dem Griff verbunden. Sie führen den Kopf an die Schelle heran, auch wenn diese hinter dem Kollektor, unter einem Anbauteil oder in einer Krümmung des Schlauchs sitzt, und bedienen ihn von dort, wo Ihre Hand tatsächlich hinkommt. In modernen, eng gepackten Motorräumen ist das oft der Unterschied zwischen einer Viertelstunde und dem Ausbau mehrerer Bauteile, nur um an eine einzige Schelle heranzukommen.
Worauf Sie beim Arbeiten achten sollten
Zwei Punkte, die im Werkstattalltag Geld kosten. Erstens: Federbandschellen sind nicht beliebig oft wiederverwendbar. Wird eine Schelle mehrfach über ihren Federweg hinaus aufgespreizt, verliert sie Vorspannung, und der Schlauch beginnt später zu schwitzen, meist nicht sofort, sondern nach der ersten kalten Nacht. Wer eine Verbindung öffnet, prüft die Schelle und tauscht sie im Zweifel.
Zweitens: Oetiker-Klemmen sind Einwegteile. Das verformte Ohr lässt sich nicht zurückverformen, und eine erneut verpresste Klemme erreicht die ursprüngliche Presskraft nicht. Wer eine solche Verbindung öffnet, braucht eine neue Klemme, und die sollte vor Beginn der Arbeit auf dem Tisch liegen und nicht bestellt werden müssen, während das Fahrzeug auf der Bühne steht.
Was dazugehört
Weitere Werkzeuge für die Fahrzeugtechnik finden Sie im Bereich KFZ-Werkzeuge sowie unter Spezialzangen, wo Zangen für Bremsfedern, Kolbenringe, Zündkerzenstecker und Verkleidungsclips stehen. Zum Greifen an engen Stellen im Motorraum gibt es Spitzzangen, zum Festhalten von Bauteilen Gripzangen und für Sicherungsringe an Wellen und in Bohrungen Sprengringzangen. Ersatzspitzen und Ersatzkabel für die Zangen dieser Kategorie stehen unter Ersatzteile für Zangen, und einen Überblick über alle Bauformen gibt die Übersicht Zangen.
Häufig gestellte Fragen zu Schlauchklemmenzangen
Welche Schellensysteme gibt es und brauche ich für jedes eine eigene Zange?
Drei sind verbreitet: Federbandschellen, Oetiker-Klemmen und Click-Schellen. Und ja, jedes braucht ein eigenes Werkzeug, weil die Mechanik unterschiedlich ist: Die eine Zange spreizt eine Feder und hält sie, die andere presst ein Ohr dauerhaft zusammen. In einem Fahrzeug sind üblicherweise mehrere Systeme verbaut.
Was ist eine Federbandschelle?
Ein selbstspannender Ring aus Federstahl mit zwei Ösen. Sie hält den Schlauch mit gleichbleibendem Druck, auch wenn das Material im Betrieb altert und nachgibt, und sitzt deshalb in modernen Fahrzeugen an fast jeder Kühlwasserleitung. Zum Öffnen werden die Ösen zusammengedrückt, wodurch sich der Ring aufweitet.
Was bringt eine automatische Schlauchklemmenzange?
Sie rastet in der geöffneten Position ein und bleibt dort, bis Sie sie bewusst lösen. Damit haben Sie eine Hand frei, um die Schelle wegzuschieben und den Schlauch abzuziehen. Ohne Verriegelung sind das drei Handlungen für zwei Hände.
Wozu dient die flexible Welle?
Der Zangenkopf ist über einen biegsamen Schaft mit dem Griff verbunden. Sie führen den Kopf an eine Schelle heran, die hinter dem Kollektor, unter einem Anbauteil oder in einer Schlauchkrümmung sitzt, und bedienen ihn von dort, wo Ihre Hand hinkommt. In eng gepackten Motorräumen erspart das oft den Ausbau mehrerer Bauteile.
Was sind Oetiker-Klemmen und wie werden sie verarbeitet?
Sie sind bei der Montage offen und werden mit der Zange dauerhaft zusammengepresst, wobei ein Ohr am Ring plastisch verformt wird. Die Verbindung sitzt sehr genau und wird dort eingesetzt, wo eine definierte Presskraft nötig ist: an Kraftstoff- und Servoleitungen und an Antriebswellenmanschetten.
Kann man Oetiker-Klemmen wiederverwenden?
Nein. Das verformte Ohr lässt sich nicht zurückverformen, und eine erneut verpresste Klemme erreicht die ursprüngliche Presskraft nicht. Wer eine solche Verbindung öffnet, braucht eine neue Klemme, und die sollte vor Beginn der Arbeit bereitliegen.
Halten Federbandschellen nach mehrfachem Öffnen noch?
Nicht unbegrenzt. Wird eine Schelle mehrfach über ihren Federweg hinaus aufgespreizt, verliert sie Vorspannung, und der Schlauch beginnt später zu schwitzen, meist nicht sofort, sondern nach der ersten kalten Nacht. Wer eine Verbindung öffnet, prüft die Schelle und tauscht sie im Zweifel.
Geht das nicht auch mit einer Kombizange?
Selten und nie mit einer Hand. Eine Federbandschelle muss aufgespreizt und in diesem Zustand gehalten werden, während der Schlauch abgezogen wird, und eine Kombizange rutscht dabei von den Ösen ab. Bei Oetiker-Klemmen fehlt ihr zusätzlich die definierte Presskraft.
Schlauchklemmenzange BETA 1472 VW
Klemmzange für Oetiker-Klemmen BETA 1473P
Schlauchklemmenzange BETA 1472
Automatische Schlauchklemmenzange BETA 1472AU
Automatisc. Schlauchklemmenzange BETA 1472AUP
Zange für Oetiker-Klemmen BETA 1473/275
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Anpresszange Click-Schellen BETA 1472FC/GE