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Diese drei Zangen haben eines gemeinsam: Bei allen dreien sitzen die Schneiden vorn am Kopf und nicht seitlich. Daraus ergibt sich, was sie können und was ein Seitenschneider nicht kann, nämlich direkt an einer Fläche arbeiten. Ansonsten sind es drei verschiedene Werkzeuge für drei verschiedene Gewerke: der Vornschneider für Draht und Elektronik, die Kneifzange für Nägel und Holz, die Monierzange für Bewehrungsdraht auf der Baustelle. In dieser Kategorie finden Sie alle drei von BETA ab 20,44 Euro.
Vornschneider: schneiden, wo der Seitenschneider nicht hinkommt
Beim Seitenschneider liegen die Schneiden seitlich am Kopf, sodass Sie quer zur Arbeitsrichtung trennen. Das funktioniert überall dort, wo Sie von der Seite an den Draht herankommen. Beim Vornschneider liegen die Schneiden vorn, und damit schneiden Sie in Arbeitsrichtung, also direkt an einer Fläche entlang, in einer Vertiefung oder an einem Draht, der bereits verlegt ist und den man seitlich nicht mehr fassen kann.
In der Praxis heißt das: Wenn ein Draht bündig an einer Platine, an einem Blech oder an einer Klemmleiste abgetrennt werden soll, ist der Vornschneider das richtige Werkzeug, und zwar oft das einzige. Ein Seitenschneider müsste dafür schräg angesetzt werden und hinterlässt dann entweder einen Rest oder eine schräge Schnittkante. Im Sortiment finden Sie Vornschneider in normaler und halbbündiger Ausführung, in VDE-isolierter Version bis 1000 Volt, mit H-SAFE Werkzeugsicherung und als schweren Hebelvornschneider, bei dem ein zusätzliches Gelenk die Handkraft übersetzt und dadurch deutlich dickere Drähte trennt.
Kneifzangen und Beißzangen: Nägel ziehen, nicht schneiden
Die Kneifzange, auch Beißzange genannt, sieht dem Vornschneider ähnlich und hat eine andere Aufgabe. Ihre Schneiden sind kräftiger, stumpfer und stärker gerundet, und ihr Kopf ist so geformt, dass er sich auf der Werkstückfläche abrollen lässt. Genau das ist ihre Hauptfunktion: Sie beißt einen Nagelkopf, und indem Sie die Zange über den runden Kopf nach hinten abrollen, ziehen Sie den Nagel heraus, ohne das Holz aufzuhebeln. Ein Schraubendreher oder eine Kombizange hinterlassen an dieser Stelle eine Kerbe, die Kneifzange nicht.
Deshalb gehört sie in jede Tischlerei, auf jede Zimmererbaustelle und in jede Werkstatt, in der mit Holz gearbeitet wird. Ihr zweiter Einsatz ist das Abzwicken: Nägel, Krampen, Drahtenden und Klammern, die bündig an der Oberfläche abgetrennt werden sollen. Die Längenangabe entscheidet dabei über die Kraft: 160 Millimeter für feine Arbeit und kleine Nägel, 250 Millimeter für alles, was fest sitzt und wo ein langer Hebel nötig ist.
Monierzangen: Bewehrung verdrillen
Die Monierzange, je nach Region auch Rödelzange oder Flechterzange genannt, ist ein Werkzeug des Stahlbetonbaus und tut etwas, das keine andere Zange kann. Beim Binden einer Bewehrung werden zwei sich kreuzende Stäbe mit Bindedraht zusammengehalten, und dieser Draht muss verdrillt werden, bis die Verbindung sitzt. Die Monierzange greift die Drahtenden mit ihren kurzen, kräftigen Backen, und durch Drehen der ganzen Zange entsteht die Verdrillung. Anschließend werden die Enden mit derselben Zange bündig abgezwickt.
Was diese Zange von einer Kombizange unterscheidet, ist die Belastbarkeit des Gelenks und die Form der Backen: Beim Rödeln wirkt die volle Verdrehkraft auf das Gelenk, und ein gewöhnliches Zangengelenk bekommt davon nach wenigen hundert Verbindungen Spiel. Auf einer Baustelle, auf der pro Tag mehrere hundert Kreuzungspunkte gebunden werden, ist das der Unterschied zwischen einem Werkzeug für eine Saison und einem für eine Woche. Im Sortiment finden Sie Monierzangen in Längen von 190 bis 280 Millimetern, mit blankem Griff und mit PVC-Überzug für besseren Halt bei nassen Händen.
Welche der drei brauchen Sie
Die Entscheidung fällt nach dem Gewerk und ist eindeutig. Wer mit Draht, Elektronik und Kabeln arbeitet, braucht den Vornschneider, und zwar zusätzlich zum Seitenschneider, nicht statt seiner. Wer mit Holz und Nägeln arbeitet, braucht die Kneifzange, und zwar in der Länge, die zur Nagelgröße passt. Wer Bewehrung bindet, braucht die Monierzange, weil jede andere Zange bei dieser Belastung im Gelenk nachgibt. Die drei ersetzen einander nicht und überschneiden sich in ihren Aufgaben praktisch nicht.
Was dazugehört
Zum Trennen quer zur Arbeitsrichtung gehört der Seitenschneider, für den allgemeinen Gebrauch die Kombizange. Zum Greifen an engen Stellen gibt es Spitzzangen, für flaches Material Flachzangen und zum Festhalten von Werkstücken Gripzangen. Zangen mit runden Backen zum Biegen von Draht und Ösen finden Sie unter Spezialzangen, Ersatzteile unter Ersatzteile für Zangen. Einen Überblick über alle Bauformen gibt die Übersicht Zangen.
Häufig gestellte Fragen zu Vornschneidern, Kneifzangen und Monierzangen
Was ist der Unterschied zwischen Vornschneider und Seitenschneider?
Beim Seitenschneider liegen die Schneiden seitlich am Kopf, sodass quer zur Arbeitsrichtung getrennt wird. Beim Vornschneider liegen sie vorn, sodass Sie in Arbeitsrichtung schneiden: direkt an einer Fläche entlang, in einer Vertiefung oder an einem bereits verlegten Draht, den man seitlich nicht mehr fassen kann.
Wofür braucht man eine Kneifzange?
Vor allem zum Ziehen von Nägeln. Sie beißt den Nagelkopf, und durch Abrollen der Zange über ihren runden Kopf zieht sie den Nagel heraus, ohne das Holz aufzuhebeln. Ihr zweiter Einsatz ist das bündige Abzwicken von Nägeln, Krampen, Drahtenden und Klammern.
Ist eine Beißzange dasselbe wie eine Kneifzange?
Ja, beide Namen bezeichnen dasselbe Werkzeug: eine Zange mit kräftigen, vorn liegenden Schneiden und rundem Kopf, die zum Ziehen und bündigen Abzwicken von Nägeln gedacht ist.
Welche Länge bei der Kneifzange?
Die Länge ist eine Kraftangabe. Etwa 160 Millimeter für feine Arbeit und kleine Nägel, 250 Millimeter für alles, was fest sitzt und wo ein langer Hebel nötig ist. Wer viel mit Holz arbeitet, hat sinnvoll zwei Größen.
Was macht eine Monierzange?
Sie verdrillt Bindedraht an Kreuzungspunkten einer Bewehrung. Die kurzen, kräftigen Backen greifen die Drahtenden, durch Drehen der ganzen Zange entsteht die Verdrillung, und anschließend werden die Enden mit derselben Zange bündig abgezwickt.
Sind Monierzange, Rödelzange und Flechterzange dasselbe?
Ja, es sind drei regional unterschiedliche Namen für dasselbe Werkzeug zum Binden von Bewehrung. Wer nach einer Rödelzange sucht und eine Monierzange findet, hat das richtige Werkzeug vor sich.
Warum nicht mit der Kombizange rödeln?
Weil beim Verdrillen die volle Drehkraft auf das Gelenk wirkt und ein gewöhnliches Zangengelenk davon nach wenigen hundert Verbindungen Spiel bekommt. Auf einer Baustelle mit mehreren hundert Kreuzungspunkten pro Tag ist das der Unterschied zwischen einem Werkzeug für eine Saison und einem für eine Woche.
Was ist ein Hebelvornschneider?
Ein Vornschneider mit zusätzlichem Gelenk, das die Handkraft übersetzt. Er trennt dadurch deutlich dickere Drähte als eine gleich lange normale Ausführung, baut dafür größer und ist schwerer.
Flechterzangen PVC-Überzug BETA 1098PL/220
Beisszangen für Tischler BETA 1096/160
Vornschneider für Halbbündigen BETA 1190BM
Beisszangen für Tischler BETA 1096/200
Beisszangen für Tischler BETA 1096/250
Flechterzangen PVC-Überzug BETA 1098PL/250
Flechterzangen PVC-Überzug BETA 1098PL/280
Hebelvornschneider Schwere BETA 1092V/200
Vornschneider BETA 1088BM-HS/200