Sicherheitsschuhe

Sicherheitsschuhe

Ein Sicherheitsschuh unterscheidet sich von jedem anderen Arbeitsschuh durch ein einziges Bauteil, und dieses Bauteil ist der Grund, warum er überhaupt so heißt: die Zehenschutzkappe, geprüft auf einen Schlag von 200 Joule und einen Druck von 15 Kilonewton. Zweihundert Joule entsprechen etwa einem Gewicht von zwanzig Kilogramm, das aus einem Meter Höhe auf den Fuß fällt, und das ist keine theoretische Größe, sondern der Alltag überall dort, wo Material, Werkzeug oder Bauteile bewegt werden. Alles Weitere, also Wasserdichtigkeit, durchtrittsichere Einlage, Rutschhemmung, Wärme- oder Kälteisolierung, kommt erst danach und ergibt zusammen die Schutzklasse. Dieses Sortiment umfasst Halbschuhe und Stiefel in den gebräuchlichen Klassen S1P und S3, in atmungsaktiver Ausführung aus perforiertem Wildleder und Mesh für den Innenbereich, in wasserdichter Ausführung aus Nubukleder mit Membran für den Außeneinsatz, in gefütterter Ausführung für die kalte Jahreszeit sowie Gummistiefel der Klasse S5 für Nässe und Schlamm. Der Einstieg beginnt bei knapp dreißig Euro, was den Ausstattungskauf für eine ganze Mannschaft planbar macht.

Was die Schutzklasse aussagt und wie Sie in einer Minute auswählen

Die Klassen bauen aufeinander auf, deshalb genügen zwei Fragen, um die richtige zu finden. Die erste lautet: kann im Boden etwas Spitzes liegen, also ein Nagel, eine Schraube, ein Splitter, ein Draht? Wenn ja, brauchen Sie eine durchtrittsichere Einlage, erkennbar am P im Kurzzeichen, also mindestens S1P. Die zweite Frage lautet: wird der Boden nass, oder arbeiten Sie im Freien? Wenn ja, brauchen Sie ein wasserdichtes Obermaterial, und dann führt der Weg zu S3, die Wasserdichtigkeit, Durchtrittsicherheit und profilierte Laufsohle vereint. Bleiben beide Fragen ohne Ja, genügt S1, also ein leichter, atmungsaktiver Schuh mit Zehenkappe, geschlossener Ferse, antistatischen Eigenschaften und Energieaufnahme im Fersenbereich, wie er in Montage, Lager und Halle üblich ist. Wo dagegen dauerhaft in Wasser, Schlamm oder Reinigungsmitteln gestanden wird, verlässt man den Bereich der Lederschuhe ganz und wählt einen Gummistiefel der Klasse S5, der zusätzlich durchtrittsicher und profiliert ist. Diese Reihenfolge ist wichtiger als jedes Markenargument, denn ein hochwertiger Schuh der falschen Klasse schützt vor der falschen Gefährdung.

Zehenkappe aus Stahl oder aus Verbundwerkstoff?

Die Schutzwirkung ist bei beiden Bauarten identisch, weil die Norm dieselbe Prüfung verlangt, und trotzdem ist die Entscheidung nicht beliebig. Eine Stahlkappe ist dünner und baut deshalb flacher, was mehr Platz über den Zehen lässt und den Schuh schlanker aussehen lässt, sie ist aber schwerer und leitet Kälte, was bei stundenlangem Stehen im Freien im Winter deutlich spürbar wird. Eine Kappe aus Verbundwerkstoff, also aus Glas- oder Kohlefaser in Kunstharz, ist leichter und bildet keine Kältebrücke, baut dafür etwas voluminöser auf und verlangt deshalb ein genaueres Anprobieren. Sie hat außerdem einen praktischen Vorteil, der oft den Ausschlag gibt: sie löst keine Metalldetektoren aus, was für Flughäfen, Sicherheitsbereiche, Kraftwerke und Teile der Lebensmittelindustrie entscheidend ist. Wer viel geht, wird den Gewichtsunterschied am Ende des Tages spüren, denn am Fuß wirkt sich jedes Gramm stärker aus als am Rumpf, weil es bei jedem Schritt beschleunigt und wieder abgebremst wird. Und unabhängig von der Bauart gilt: eine Kappe, die einmal einen schweren Schlag aufgenommen hat, kann bleibend verformt sein, und der Schuh gehört dann ausgesondert, auch wenn er von außen unversehrt aussieht.

Durchtrittsichere Einlage: Stahl oder Textil

Die durchtrittsichere Einlage schützt die Fußsohle gegen Nägel und spitze Gegenstände, die im Boden liegen, und sie ist der Grund, warum auf Baustellen praktisch ausschließlich Schuhe mit P im Kurzzeichen getragen werden. Auch hier gibt es zwei Bauarten mit unterschiedlichem Verhalten. Die metallische Einlage ist steif, sehr robust und günstig, sie deckt aus konstruktiven Gründen jedoch nicht die gesamte Sohlenfläche ab, weil sie den Schuh sonst unbeweglich machen würde, und sie leitet ebenfalls Kälte. Die textile Einlage aus Verbundgewebe ist flexibel, folgt dem Fuß beim Abrollen, wiegt weniger, bildet keine Kältebrücke und schützt in der Regel eine größere Fläche. In der überarbeiteten Normfassung wird das inzwischen auch in der Kennzeichnung sichtbar: P steht für die metallische Einlage, PL und PS für nichtmetallische, geprüft mit einem Nagel von 4,5 beziehungsweise 3 Millimetern, wobei die kleinere Prüfspitze den höheren Schutz bedeutet. Für die Praxis heißt das: wer viel kniet, steigt und über unebenen Untergrund geht, profitiert von der textilen Ausführung, während für gelegentliches Betreten einer Baustelle die metallische vollkommen ausreicht.

Atmungsaktiv oder wasserdicht? Die Entscheidung fällt nach dem Arbeitsplatz

Diese beiden Eigenschaften schließen einander weitgehend aus, und der häufigste Fehler beim Einkauf besteht darin, beides gleichzeitig haben zu wollen. Ein Schuh aus perforiertem Wildleder oder mit Mesh-Einsätzen lässt Feuchtigkeit von innen entweichen und hält den Fuß in geschlossenen Räumen und im Sommer trocken, er lässt aber Wasser, Späne und Flüssigkeiten ebenso ungehindert hinein und ist deshalb für den Außeneinsatz und für die spanende Bearbeitung ungeeignet. Ein wasserdichter Schuh aus Nubukleder mit Membran hält Nässe von außen ab und ist die richtige Wahl auf dem Bau, im Tiefbau und überall im Freien, transportiert aber weniger Feuchtigkeit nach außen, sodass ein saugfähiger Strumpf und das abendliche Trocknen wichtiger werden. Wer beides braucht, weil die Arbeit im Sommer draußen und im Winter drinnen stattfindet, fährt mit zwei Paar im Wechsel besser als mit einem Kompromiss, und das nicht nur wegen des Klimas: ein Schuh, der über Nacht vollständig durchtrocknet, hält deutlich länger als einer, der jeden Morgen noch feucht angezogen wird.

Arbeiten in der Kälte: Futter, Membran und der Fehler mit der dicken Socke

Für die kalte Jahreszeit führt das Sortiment Ausführungen mit Warmfutter und mit Kälteschutzmembran, und beide lösen unterschiedliche Probleme. Das Futter isoliert gegen die Umgebungsluft und ist die Wahl für Arbeiten im Freien bei Frost, die Membran hält zusätzlich Nässe ab, was entscheidend ist, weil ein nasser Fuß Wärme um ein Vielfaches schneller verliert als ein trockener. Der Fehler, der in der Praxis am häufigsten gemacht wird, ist die dicke Socke im gewohnten Schuh: sie füllt den verbleibenden Luftraum aus, presst den Fuß ein und schneidet damit genau die Durchblutung ab, die den Fuß wärmt, sodass das Ergebnis kältere und nicht wärmere Füße sind. Richtig ist entweder ein gefütterter Schuh in der gewohnten Größe oder ein Schuh, der von vornherein eine Nummer größer gewählt und mit einer entsprechenden Einlegesohle angepasst wird. Zweiter Punkt, der selten genannt wird: eine metallische Zehenkappe und eine metallische durchtrittsichere Einlage leiten Kälte spürbar, weshalb bei dauerhafter Arbeit im Frost nichtmetallische Ausführungen im Vorteil sind. Und drittens hilft nichts so sehr wie der Wechsel: zwei Paar im Turnus, jedes über Nacht offen und ohne Einlegesohle getrocknet, halten die Füße im Winter zuverlässiger warm als jedes einzelne Paar, so gut es auch ist.

Halbschuh oder Stiefel

Der Halbschuh ist beweglicher, leichter und angenehmer bei hohen Temperaturen und deshalb die übliche Wahl in Halle, Montage, Werkstatt und Lager, also überall dort, wo der Untergrund eben ist und der Knöchel nicht besonders gefährdet ist. Der Stiefel gibt dem Sprunggelenk seitlichen Halt, was auf unebenem Untergrund, auf Schüttgut, auf Gerüsten und im Gelände den Unterschied zwischen einem sicheren Schritt und einem Umknicken ausmacht, und er hält zusätzlich Schmutz, Wasser und Splitter von oben ab, was beim Arbeiten in Gräben, in Schotter und in Beton entscheidend ist. Für Bereiche mit erhöhter Knöchelgefährdung gibt es außerdem Ausführungen mit gepolstertem Knöchelschutz, gekennzeichnet mit AN. Eine praktische Zwischenlösung sind Stiefel mit Schnellverschlusssystem: sie werden mit einem Griff geschlossen und geöffnet, was dort zählt, wo der Schuh mehrmals täglich ausgezogen wird, etwa beim Wechsel zwischen Fahrzeug, Baustelle und Kundenwohnung. Wer sich nicht entscheiden kann, wählt nach der Häufigkeit: der Schuh für die überwiegende Arbeitszeit ist der richtige, und der zweite Bedarf wird über ein zweites Paar gedeckt, nicht über einen Kompromiss.

Größe, Passform und Pflege

Bei Sicherheitsschuhen ist die Passform eine Schutzfrage, weil die Zehenkappe eine feste Geometrie hat und über den Zehen sitzen muss und nicht auf ihnen. Deshalb gilt: anprobieren am Nachmittag, weil der Fuß im Tagesverlauf an Volumen zunimmt, mit dem Strumpf, der später getragen wird, und mit etwa einem Daumenbreit Luft vor den Zehen im Stehen. Bei Zwischengrößen und bei unterschiedlich hohem Spann lässt sich das Volumen über Einlegesohlen und Schuhzubehör anpassen, und das ist häufig die einfachste Lösung eines Passformproblems. Für die Haltbarkeit ist eine einzige Regel wichtiger als jedes Pflegemittel: nasse Schuhe niemals auf der Heizung oder vor dem Heizlüfter trocknen, weil die schnelle Trocknung das Leder härtet, rissig macht und Klebeverbindungen löst. Richtig ist, die Einlegesohle herauszunehmen, den Schuh weit zu öffnen und bei Raumtemperatur trocknen zu lassen. Glattleder wird gefettet oder gewachst, Nubuk und Wildleder werden gebürstet und imprägniert, aber nicht gefettet. Weitere Ausführungen finden Sie in den Kategorien S1 und S3, für dauerhafte Nässe bei den Gummistiefeln S5 und bei den wasserdichten Arbeitsschuhen, für warme Tage bei den Sicherheitssandalen und für den ganztägigen Gehweg bei den leichten Arbeitsschuhen.

Häufig gestellte Fragen zu Sicherheitsschuhen

Was muss ein Schuh erfüllen, um Sicherheitsschuh zu heißen?

Er muss nach EN ISO 20345 geprüft sein und eine Zehenschutzkappe haben, die einem Schlag von 200 Joule und einem Druck von 15 Kilonewton standhält. Zweihundert Joule entsprechen etwa zwanzig Kilogramm, die aus einem Meter Höhe auf den Fuß fallen. Fehlt diese Kappe, handelt es sich um einen Berufsschuh nach EN ISO 20347, gekennzeichnet mit O statt mit S, und der ist für Arbeitsplätze mit Anstoß- oder Fallgefahr nicht zulässig. Alles Weitere, also durchtrittsichere Einlage, Wasserdichtigkeit, Kälteisolierung oder Mittelfußschutz, kommt zur Grundanforderung hinzu und ergibt zusammen die Schutzklasse.

S1P oder S3, was ist der Unterschied?

Beide haben Zehenkappe und durchtrittsichere Einlage. Der Unterschied liegt beim Wasser: S1P hat kein wasserdichtes Obermaterial und ist für trockene Bereiche gedacht, also Halle, Montage und Lager, dafür ist er leichter und atmungsaktiver. S3 hat zusätzlich wasserdichtes Obermaterial und eine profilierte Laufsohle und ist der Standard für Außeneinsatz, Bau und Tiefbau. Die Entscheidung fällt deshalb nicht über die Zahl, sondern über den Arbeitsplatz: wer im Trockenen arbeitet, ist mit S1P besser bedient, weil ein wasserdichter Schuh im Innenbereich das Fußklima unnötig verschlechtert.

Stahlkappe oder Kunststoffkappe, was ist besser?

Die Schutzwirkung ist gleich, weil die Norm für beide dieselbe Prüfung verlangt. Die Stahlkappe baut flacher, lässt mehr Platz über den Zehen und ist günstiger, wiegt aber mehr und leitet Kälte. Die Kappe aus Verbundwerkstoff ist leichter, bildet keine Kältebrücke und löst keine Metalldetektoren aus, was für Flughäfen, Kraftwerke, Sicherheitsbereiche und Teile der Lebensmittelindustrie den Ausschlag gibt, sie baut dafür etwas voluminöser auf. Wer viel geht oder im Winter draußen steht, wählt die nichtmetallische Ausführung, wer einen schlanken Schuh zum günstigen Preis sucht, die Stahlkappe.

Brauche ich wirklich eine durchtrittsichere Einlage?

Immer dann, wenn im Boden etwas Spitzes liegen kann, also auf Baustellen, beim Abbruch, in der Entsorgung, im Gerüstbau und überall dort, wo Nägel, Schrauben, Draht oder Splitter auf dem Boden liegen. Der Tritt in einen Nagel ist eine der typischen und zugleich vermeidbaren Verletzungen, und die Einlage kostet in der Anschaffung wenig. In einer sauberen Halle, in der Montage und im Lager ist sie dagegen entbehrlich, und der Verzicht bringt einen leichteren, flexibleren Schuh. Metallische Einlagen sind steifer und günstiger, textile folgen dem Fuß beim Abrollen, wiegen weniger und schützen in der Regel eine größere Sohlenfläche.

Welcher Schuh eignet sich für Arbeiten im Freien im Winter?

Ein gefütterter Schuh oder ein Schuh mit Kälteschutzmembran, möglichst mit nichtmetallischer Zehenkappe und nichtmetallischer Einlage, weil Metall die Kälte spürbar leitet. Wichtiger als jede Ausstattung ist aber die Passform: die dicke Socke im gewohnten Schuh macht die Füße kälter statt wärmer, weil sie den Fuß einengt und damit die Durchblutung behindert, die den Fuß eigentlich wärmt. Richtig ist ein gefütterter Schuh in gewohnter Größe oder eine Nummer größer mit passender Einlegesohle. Und weil ein feuchter Fuß Wärme um ein Vielfaches schneller verliert als ein trockener, sind zwei Paar im Wechsel im Winter die wirksamste Maßnahme überhaupt.

Halbschuh oder Stiefel?

Der Halbschuh ist leichter, beweglicher und im Sommer angenehmer und passt überall dort, wo der Untergrund eben ist, also in Halle, Werkstatt, Montage und Lager. Der Stiefel gibt dem Sprunggelenk seitlichen Halt und ist deshalb auf unebenem Untergrund, auf Schüttgut, im Gelände und auf Gerüsten im Vorteil, außerdem hält er Schmutz und Nässe von oben ab. Für Bereiche mit erhöhter Knöchelgefährdung gibt es zusätzlich Ausführungen mit gepolstertem Knöchelschutz, gekennzeichnet mit AN. Wer mehrmals täglich aus- und einsteigt, sollte auf ein Schnellverschlusssystem achten, weil ein Stiefel sonst regelmäßig nur halb geschnürt getragen wird und dann seinen Halt verliert.

Wie lange hält ein Sicherheitsschuh und wann muss er weg?

Eine feste Laufzeit gibt es nicht, weil der Verschleiß vom Einsatz abhängt. Ausgesondert wird in drei Fällen: wenn das Sohlenprofil so weit abgelaufen ist, dass die Rutschhemmung nicht mehr gegeben ist, wenn Obermaterial oder Nähte durchgescheuert sind, die Sohle sich löst oder die Kappe nicht mehr sauber eingefasst ist, und immer nach einem heftigen Schlag auf die Zehenkappe. Der letzte Punkt wird fast nie beachtet: eine Kappe, die einmal Energie aufgenommen hat, kann bleibend verformt sein, und ihre Schutzwirkung ist dann nicht mehr gewährleistet, auch wenn der Schuh äußerlich unversehrt wirkt. Ein solcher Schuh gehört entsorgt und nicht an einen Kollegen weitergegeben.

Was bedeutet SRC auf dem Etikett?

SRC war in der Normfassung von 2011 das Kurzzeichen für die bestandene Rutschhemmungsprüfung auf beiden Prüfböden, also auf Keramik mit Reinigungsmittel und auf Stahl mit Glycerin. Mit der Überarbeitung von 2022 sind SRA, SRB und SRC entfallen, weil die Rutschhemmung seitdem für jeden Sicherheitsschuh verbindlich geprüft wird, und ein zusätzlich geprüftes Verhalten wird mit SR gekennzeichnet. Beide Kennzeichnungen sind derzeit im Handel anzutreffen, weil Ware nach beiden Fassungen verkauft wird. Ein Schuh mit SRC ist deshalb nicht veraltet oder schlechter, sondern nach der vorherigen Fassung geprüft.

Welche Größe soll ich bestellen?

Die gewohnte Straßengröße ist ein Ausgangspunkt, mehr nicht, denn bei einem Sicherheitsschuh muss die Zehenkappe über den Zehen sitzen und nicht auf ihnen. Anprobiert wird am Nachmittag, weil der Fuß im Tagesverlauf an Volumen zunimmt, mit dem Strumpf, der später getragen wird, und mit etwa einem Daumenbreit Luft vor den Zehen im Stehen. Ein zu kleiner Schuh drückt die Zehen unter die Kappe, ein zu großer lässt den Fuß nach vorn rutschen, sodass die Zehen bei jedem Schritt anstoßen. Bei Zwischengrößen oder unterschiedlich hohem Spann lässt sich das Volumen über eine dickere oder dünnere Einlegesohle anpassen.

Sind diese Schuhe für Elektroarbeiten geeignet?

Nein. Sicherheitsschuhe ab Klasse S1 sind antistatisch, und antistatisch ist nicht isolierend. Antistatisches Schuhwerk leitet elektrostatische Ladung kontrolliert ab, damit sich der Träger nicht auflädt und keine Funken entstehen, es schützt aber nicht vor elektrischem Schlag. Für Arbeiten an elektrischen Anlagen ist elektrisch isolierendes Schuhwerk nach eigener Norm erforderlich, und auch dieses ersetzt nicht die Grundregeln, also freischalten, gegen Wiedereinschalten sichern und Spannungsfreiheit feststellen. ESD-Ausführungen wiederum erfüllen eine strengere Ableitanforderung, dienen aber dem Schutz elektronischer Bauteile und nicht dem Schutz des Menschen.

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