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Die Flachzange ist die Zange für alles, was flach ist und flach bleiben soll. Ihre Backen sind parallel, über die gesamte Länge gleich breit und innen plan, und daraus ergibt sich ihre gesamte Berechtigung: Sie greift flächig statt punktuell. Ein Blechstreifen, den Sie mit einer Kombizange halten, bekommt zwei Abdrücke und wird an dieser Stelle leicht gewölbt. Derselbe Streifen in einer Flachzange bleibt gerade. In dieser Kategorie finden Sie Flachzangen von BETA ab 23,61 Euro in Längen von 130 bis 200 Millimetern, gerade und gebogen, mit geriffelten oder glatten Backen und in VDE-isolierter Ausführung bis 1000 Volt.
Flachzange oder Spitzzange: der Unterschied in einem Satz
Diese Frage wird häufiger gestellt als jede andere zu diesem Werkzeug, und die Antwort ist kürzer als erwartet: Die Backen der Flachzange sind über die ganze Länge parallel und gleich breit, die Backen der Spitzzange verjüngen sich zur Spitze. Alles Weitere folgt daraus.
Weil die Flachzange durchgehend gleich viel Material hat, ist sie deutlich belastbarer und verbiegt sich nicht, wenn Sie kräftig greifen oder etwas biegen. Weil sie flächig greift, hält sie flaches Material sicher und ohne es zu verformen. Dafür kommt sie nicht in enge Öffnungen, weil sie vorn genauso breit ist wie hinten. Die Spitzzange tauscht genau das gegeneinander: Sie erreicht Stellen, an die sonst nichts kommt, hält dafür weniger fest und verbiegt sich bei zu viel Kraft. Wer beides regelmäßig braucht, hat beide, und das ist keine Verkaufsempfehlung, sondern die praktische Konsequenz aus zwei gegensätzlichen Konstruktionsprinzipien.
Gerade oder gebogen
Die gerade Ausführung ist der Standard und für den größten Teil der Arbeiten die richtige Wahl. Die gebogene Ausführung löst dasselbe Problem wie bei Spitzzangen, nämlich das der Blickrichtung und der Zugänglichkeit: Sie nimmt die Hand aus der Arbeitsachse, sodass Sie sehen, was Sie greifen, und sie kommt an Stellen, die von vorn verdeckt sind. Bei Arbeiten im Schaltschrank, in Gehäusen und an bereits montierten Baugruppen ist sie der Ausführung mit geradem Kopf klar überlegen.
Dazu kommt die Frage der Backenlänge. Lange Backen erreichen tiefer liegende Werkstücke und geben beim Biegen eine längere Auflage, was gerade Biegungen über eine größere Breite erleichtert. Kurze Backen sind steifer und übertragen mehr Kraft, weil der Hebelarm zwischen Gelenk und Greifpunkt kürzer ist. Für Blecharbeit sind lange Backen im Vorteil, für kräftiges Halten kurze.
Geriffelte oder glatte Backen
Das ist die Entscheidung, bei der am häufigsten falsch gekauft wird, weil man den Unterschied auf dem Produktfoto nicht erkennt. Geriffelte Backen greifen kraftvoll und rutschen auch bei Zug nicht ab, hinterlassen dafür ein Muster im Material. Für Draht, Bandstahl, Splinte und alles, was hinterher nicht sichtbar ist, sind sie richtig. Glatte, polierte Backen hinterlassen keine Spuren, greifen dafür weniger fest. Sie sind für alles gedacht, was sichtbar bleibt oder empfindlich ist: verchromte und lackierte Teile, weiche Metalle, Kunststoff, Schmuck, Modellbau und feine Blecharbeit. Wer einmal ein sichtbares Werkstück mit einer geriffelten Zange gegriffen hat, kauft danach die glatte Ausführung.
Was die Flachzange gut kann und was nicht
Sie ist das beste Handwerkzeug zum Biegen von Blech und Draht in kontrollierten Winkeln, weil die parallele Backenkante eine definierte Biegekante bildet. Sie ist gut zum Halten und Ausrichten von Flachmaterial während des Bohrens, Schweißens oder Nietens. Und sie eignet sich zum Anziehen und Lösen kleiner Flachteile, etwa Klemmen und Federblechen.
Was sie nicht kann: schneiden. Eine Flachzange hat in der Regel keine Schneide, und wer es trotzdem versucht, beschädigt die Backenkante, die danach nicht mehr sauber greift. Zum Trennen gehört ein Seitenschneider. Ebenso wenig ist sie ein Schraubenschlüsselersatz: An einer Mutter runden die Backen die Kanten ab, und danach fasst auch der passende Schlüssel nicht mehr richtig.
VDE und funkenfrei
Zwei Modelle sind mit geprüfter Isolierung bis 1000 Volt ausgeführt, erkennbar an den zweifarbigen Griffen, und decken die gerade und die gebogene Bauform ab. Sie schützen nur, solange die Isolierung unverletzt ist, weshalb sie vor jedem Einsatz kurz geprüft und bei Beschädigung ausgesondert werden. Ein weiteres Modell ist aus einer Kupferlegierung gefertigt und erzeugt beim Anschlagen an Stahl keine zündfähigen Funken. Es ist für Arbeiten in Raffinerien, Tanklagern, Gasanlagen, Lackieranlagen, Mühlen und Silobetrieben gedacht, und sein Preis erklärt sich über das Material, nicht über bessere Verarbeitung.
Was dazugehört
Für Arbeiten an engen Stellen gibt es Spitzzangen, für den allgemeinen Gebrauch Kombizangen und zum Festhalten von Werkstücken Gripzangen. Zum Trennen gehören Seitenschneider und Vornschneider, zum Biegen von Draht und Ösen die Zangen mit runden Backen unter Spezialzangen. Einen Überblick über alle Bauformen gibt die Übersicht Zangen.
Häufig gestellte Fragen zu Flachzangen
Was ist der Unterschied zwischen Flachzange und Spitzzange?
Die Backen der Flachzange sind über die ganze Länge parallel und gleich breit, die der Spitzzange verjüngen sich zur Spitze. Daraus folgt alles Weitere: Die Flachzange ist belastbarer und hält flaches Material ohne es zu verformen, die Spitzzange erreicht enge Stellen, hält dafür weniger fest.
Wofür braucht man eine Flachzange?
Zum Biegen von Blech und Draht in kontrollierten Winkeln, weil die parallele Backenkante eine definierte Biegekante bildet, zum Halten und Ausrichten von Flachmaterial beim Bohren, Schweißen oder Nieten und zum Anziehen kleiner Flachteile wie Klemmen und Federbleche.
Kann man mit einer Flachzange schneiden?
Nein. Eine Flachzange hat in der Regel keine Schneide, und wer es trotzdem versucht, beschädigt die Backenkante, die danach nicht mehr sauber greift. Zum Trennen gehört ein Seitenschneider.
Gerade oder gebogene Ausführung?
Gerade ist der Standard für den größten Teil der Arbeiten. Die gebogene Ausführung nimmt die Hand aus der Arbeitsachse, sodass Sie sehen, was Sie greifen, und kommt an Stellen, die von vorn verdeckt sind. Im Schaltschrank, in Gehäusen und an montierten Baugruppen ist sie klar im Vorteil.
Lange oder kurze Backen?
Lange Backen erreichen tiefer liegende Werkstücke und geben beim Biegen eine längere Auflage, was gerade Biegungen über größere Breite erleichtert. Kurze Backen sind steifer und übertragen mehr Kraft. Für Blecharbeit sind lange im Vorteil, für kräftiges Halten kurze.
Geriffelte oder glatte Backen?
Geriffelte Backen greifen kraftvoll und rutschen nicht ab, hinterlassen aber ein Muster im Material. Glatte, polierte Backen hinterlassen keine Spuren und sind für sichtbare oder empfindliche Werkstücke gedacht: verchromte und lackierte Teile, weiche Metalle, Kunststoff, Schmuck und Modellbau.
Ersetzt die Flachzange einen Schraubenschlüssel?
Nein. An einer Mutter runden die Backen die Kanten ab, und danach fasst auch der passende Schlüssel nicht mehr richtig. Für Verschraubungen mit Schlüsselflächen gehört immer ein Schraubenschlüssel.
Was bedeutet VDE-isoliert bei einer Flachzange?
Die Zange hat eine geprüfte Isolierung für Arbeiten bis 1000 Volt, erkennbar an den zweifarbigen Griffen. Sie schützt nur, solange die Isolierung unverletzt ist, weshalb sie vor jedem Einsatz kurz geprüft und bei Beschädigung ausgesondert wird.
Flachzangen Geraden Extralang BETA 1162/200
Flachzangen mit Langen Backen BETA 1008BM/160
Flachzangen mit Langen Backen BETA 1008/160
Flachzange Kurzen Glatten Backen BETA 1171BM
Flachzange Langen Glatten Backen BETA 1172BM
Flachzange Langen Glatten Back. BETA 1172BM/P
Flachzangen Geraden Backen BETA 1162MQ/160
Flachzangen Geraden Extralang BETA 1162GBM/160
Flachzangen Geraden Extralang BETA 1162G/160
Flachzangen Geraden Extralang BETA 1162BM/200
Flachzangen Gebogenen Extralang BETA 1164/200
Flachzangen Gebogen. Extralang BETA 1164BM/200
Flachzangen Geraden Backen BETA 1162BA/150
Flachzangen Gebogenen Backen BETA 1164MQ/200